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Atelier Lydie & Suelle: The Alchemists and the Mysterious Paintings

Atelier Lydie & Suelle: The Alchemists and the Mysterious Paintings

Das 19. Spiel in der Serie feiert mit seinen Fans den 20. Geburtstag des JRPG. Wir feiern mit - und schenken euch diese Kritik.

Man soll ein Buch nicht nach seinem Titel beurteilen, wenn man das bei Atelier Lydie & Suelle: The Alchemists and the Mysterious Paintings so machen würde, dann fänden sich wohl kaum Spieler. Wir werden es von jetzt an einfach ALAS:TAATMP abkürzen. Aber jetzt mal ohne Scherze: Das neuste Spiel der Serie ist das Finale der Atelier Mysterious-Trilogie und wird noch in dieser Woche für die PS4 erscheinen.

Das JRPG schickt uns in ein Atelier einer dreiköpfigen Familie, bestehend aus dem Vater, der nicht mit Geld umgehen kann und seinen Zwillingstöchtern Lydie und Suelle, die dem Atelier zu altem Glanz verhelfen wollen. Als Jungalchemisten müssen wir gemeinsam mit ihnen neue Rezepte und Fähigkeiten erlernen. Das wird anfangs nicht gut erklärt, aber wird schnell recht intuitiv. Je besser die Qualität der Zutaten ist, desto mehr farbige Muster können wir auf dem Raster platzieren und wenn alle Teile gut genug platziert werden, dann erhalten wir etwas von hoher Qualität. Das System wird interessanter wenn wir mehr Erfahrung haben und man bekommt wirklich das Gefühl gemeinsam mit den Zwillingen zu lernen.

Die Geschichte des Spiels ist ziemlich gut. Die Story handelt von einem Witwer, der sich um seine Zwillingstöchter kümmert. Die Zwillinge wollen ihren Alchemistenrang auf Stufe „S" bringen. Dafür müssen verschiedene Aufgaben erfüllt werden, wie etwa das Erlegen einer Vielzahl wilder Kreaturen, neue Dinge im Alchemistenkessel zusammenrühren oder Hilfe für die Bewohner der Stadt. Dafür müssen wir hinaus in die Welt um die benötigten Zutaten zu besorgen.

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Die Spielwelt selbst ist nicht offen, stattdessen reisen wir über eine Karte in dem wir auf die verschiedenen Orte klicken. Das ist ein wenig enttäuschend und das Spiel wäre sicher besser, wenn wir selbst ein wenig umherwandern dürften. Sind wir im Wald oder im Sumpf angekommen müssen wir so viel wie möglich sammeln um in unsrem Atelier weiterarbeiten zu können. Die meiste Zeit klappt das ganz gut, aber manchmal ist es schwer einen bestimmten Gegenstand zu finden.

Das Auftauchen der Kreaturen gefällt mir weniger. Für eine Aufgabe mussten wir das Ei eines Greifs einsammeln und nachdem wir ihn besiegt hatten und wieder zu dem gleichen Ort zurückkehrten, war er wieder da und konnte nochmal getötet werden um uns mit noch mehr Eiern zu versorgen. Enttäuschend ist auch, dass es in der Stadt einige Charaktere gibt mit denen wir nicht interagieren können und Häuser die sich nicht betreten lassen, obwohl sie völlig offen sind. Dann gibt es noch gegenstände über die man nicht springen kann, wie die Blumenbetten und Stühle. Das Spiel wirkt ein wenig übereilt, aber insgesamt ist die Grafik sehr schön, besonders die Anime-Zwischensequenzen und einige der Welten zu denen wir springen können.

Der lange Titel erwähnt mysteriöse Malereien. Wenn wir vor Ihnen stehen, können die Zwillinge durch sie springen und so andere Welten betreten, wie einen verlassenen Eispalast oder eine Halloween-Karte. Das bedeutet die Beiden können einige interessante Orte besuchen und nicht nur die Farmen und Wälder. Und es bedeutet auch eine Vielzahl unterschiedlicher Gegner, wie Geister oder Blobs. Die Zwillinge kämpfen (zusammen mit Begleitern die sich ihnen unterwegs angeschlossen haben) rundenbasiert gegen die Gegner. Das ist in JRPG ja so üblich und nichts wirklich weltbewegendes. Die Kämpfe lassen sich vermeiden in dem man einfach an den Biestern vorbei rennt. Die Monster werden durch eine bewegliche Kreatur angezeigt, aber in den Kämpfen können es dann mehrere von ihnen sein. Diese Lotterie hat dafür gesorgt das ich mit niedrigem Gesundheitsbalken den Konflikten lieber aus dem Weg gegangen bin. Das Kampfsystem wird interesannter wenn neue Charaktere zu uns stossen und wir zwei Reihen mit Kämpfern bilden können.

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Der Soundtrack verbreitet ein schönes Fantasy-Gefühl und passt hervorragend zum Spiel. Das größter Problem ist allerdings, dass alle Leute japanisch sprechen und wir die Untertitel lesen müssen. Das ist vielleicht nett wenn man gerade japanisch lernen möchte, aber wir hätten für eine verständliche Sprachausgabe „Arigato" gesagt. Die unterschiedlichen Persönlichkeiten der Zwillinge sind interessant, aber es wäre noch interessanter gewesen, wenn wir dabei nicht ständig lesen müssten.

Insgesamt ist ALAS:TAATMP ein schönes Spiel für JRPG-Fans, besonders wenn euch die Atelier-Reihe am Herzen liegt. Es ist der letzte Teil der Trilogie und auch wenn die Dinge schön zusammengefasst werden, baut das Spiel kaum auf den Veränderungen der ersten zwei Teile auf, dadurch ist das Ende wenig überraschend. Aich wenn keine Risiken eingegangen werden - es ist kein schlechtes Spiel und das Alchemisten-Dasein hat viel Spaß gemacht, auch wenn man das Gefühl nicht los wird, alles schon einmal erlebt zu haben. Aber wenn ihr ein Atelier oder JRPG Fan seid und dreißig Stunden Zeit zur Verfügung habt, solltet ihr einen Blick riskieren.

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07 Gamereactor Deutschland
7 / 10
+
schicke Optik, interessante Charaktere, charmante Story
-
keine offene Welt, zeitweilig ein bisschen frustrierendes Spielerlebnis
overall score
ist die Durchschnittswertung von Gamereactor. Wie hoch ist eure Wertung? Die Durchschnittwertung aller Gamereactor-Redaktionen wird aus den Wertungen in allen Ländern erhoben, in denen es lokalen Gamereactor-Redaktionen gibt

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