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Assassin's Creed Valhalla

Assassin's Creed Valhalla - Eindrücke aus Anspielversion

Wir konnten das neue Assassin's Creed fast vier Stunden lang anspielen und haben unsere Erfahrungswerte in einem Artikel festgehalten.

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Mitten in der Corona-Krise - samt all ihrer Verschiebungen von Erscheinungsterminen und abgesagten Events - kündigte Ubisoft an, was längst keine Überraschung mehr war: ein neues Assassin's Creed mit Wikinger-Setting. Wie wir erfuhren, arbeiteten der mittlerweile ausgestiegene Creative Director Ashraf Ismail und Narrative Director Darby McDevitt gemeinsam für zweieinhalb Jahre an Valhalla. Die Beiden hatten in der Vergangenheit bereits an Assassin's Creed: Black Flag kooperiert - einem der beliebtesten Serien-Teile.

Das neue Abenteuer ist im 9. Jahrhundert angesiedelt und soll zum Großteil in England spielen, wobei wir auch Abstecher nach Norwegen unternehmen werden. Die Spieler folgen Eivor, dem Anführer eines Wikinger-Stammes, der von Englands grünem Land angelockt wird und dort eine neue Heimat für sein Volk aufbauen möchte. Dieses Vorhaben soll zu einem Konflikt mit "überwältigenden Konsequenzen" führen.

Nach der Ankündigung von Valhalla entstanden Debatten rund um die Spielmechaniken dieses Titels. Nach meiner vierstündigen Session mit dem Spiel haben wir einige Antworten für euch und können euch mehr über die Qualitäten und Schwächen von Assassin's Creed Valhalla berichten.

Assassin's Creed ValhallaAssassin's Creed Valhalla

Qualitäten

"Die Effektivität der versteckten Klinge": Wenn ihr die Assassin's-Creed-Reihe kennt, wisst ihr, was es mit diesem Ausdruck auf sich hat, da die versteckte Klinge im klassischen Assassin's-Creed-Gameplay immer eine wichtige Rolle spielte. Viele Hardcore-Fans waren enttäuscht, dass ihre Effektivität immer weiter reduziert wurde, bis sie in Odyssey ganz verschwand. Anderen Spielern gefiel diese Veränderung hingegen, da es nun deutlich schwieriger wurde, einen stärkeren Gegner zu erledigen. Im neuen Serien-Ableger versucht Ubisoft, einen Mittelweg zu finden, um beide Lager zufriedenzustellen. In Valhalla ist zwar niemand vor unserer versteckten Klinge sicher, bei stärkeren Gegnern müssen wir jedoch einen Quick-Time-Event absolvieren, um die Widersacher mit einem Streich auszuschalten.

Beim Erkunden der Welt sehen wir zunächst nur farbige Punkte auf der Karte, die andeuten, um welche Art Ort es sich handelt. Die Lokalitäten werden erst deutlich markiert, wenn wir sie besucht haben - es liegt also an uns, die wichtigen Orte im Spiel "aufzudecken".

Aus Origins und Odyssey kennen wir das Adrenalin-Feature, mit dem wir unsere Feinde leichter ausschalten können - manchmal ein wenig zu leicht. Das scheint vorbei zu sein - zwar ist das Adrenalin immer noch sehr effektiv, allerdings konnten wir mit seiner Hilfe nicht mehr ganze Schlachten dominieren.

Assassin's Creed ValhallaAssassin's Creed Valhalla

Es gab eine Zeit, da liebten es die Macher, die Beweglichkeit des Protagonisten - samt seiner großartigen Animationen - durch "Navigations-Rätsel" hervorzuheben. Hier mussten sich die Spieler ihren Weg durch die fordernde Architektur bahnen. Diese Art von Rätseln ist im Laufe der Jahre aus der Serie verschwunden. Vielleicht, weil die letzten Protagonisten keine Parkour-Fähigkeiten hatten und die Architektur der Zivilisationen weniger Möglichkeiten bot. Das würde zwar auch auf den neusten Teil zutreffen, die akrobatischen Einlagen sind trotzdem zurück und das dank eines cleveren Systems, über das wir an dieser Stelle nicht mehr verraten wollen.

Wir haben gesehen, dass es möglich ist, Orte mit dem Schiff anzugreifen, wenn sie nah genug am Wasser gebaut wurden - eine schöne Idee. Wir erwarten hier aber in erster Linie unterhaltsame Kämpfe und keinen strategischen Tiefgang. Beim Anspielen bestand unsere Besatzung aus prozedural generierten Fremden, im fertigen Spiel soll es möglich sein, Bindung zu Besatzungsmitgliedern aufzubauen. Das erinnert ein wenig an Brotherhood, in dem wir Assassinen rekrutiert und trainiert haben, bis sie sich unserem Orden anschließen durften.

Assassin's Creed ValhallaAssassin's Creed Valhalla

Schwächen

Am meisten hat uns an Valhalla gestört, dass die Unterschiede zu den beiden Vorgängern überschaubar sind. Natürlich konnten wir nur einen Bruchteil des Spiels erleben, wir hätten uns auf Anhieb aber definitiv mehr frische Ideen gewünscht - besonders in Bezug auf ein Spiel, das auch für die Konsolen der nächsten Generation erscheint. Das neue Trinkspiel-Mini-Game ist uns ziemlich egal. Aufgrund seines niedrigen Schwierigkeitsgrades dürfte es keine große Hürde darstellen, aber wir bezweifeln, dass sich die Spieler lange mit ihm beschäftigten werden, insofern das Feature nicht noch mal optimiert wird.

Natürlich hat Ubisoft noch mehrere Monate Zeit, am Spiel zu arbeiten und wir mussten dieses Vorschau-Version via Cloud-Gaming spielen, was nicht unbedingt für optimale Spielerfahrungen sorgt. Was uns an der Spielwelt negativ überrascht hat: Natürlich ist die Aussicht in Griechenland ein wenig hübscher als im Britannien des 9. Jahrhunderts und die Architektur spektakulärer. Leider sehen Valhallas Dörfer aus wie Modelle. Es scheint kein Leben in ihnen zu geben und die NPCs sehen aus wie Automaten, die Lebendigkeit vortäuschen sollen. Hier gibt es noch reichlich Optimierungspotenzial.

Am Ende haben wir viele unterhaltsame Elemente erlebt, auch wenn diese nur bekannte Features verbessern. Schade ist, dass Ubisoft immer noch nicht den Vorhang für ein interessantes Element gelüftet hat: Das Management unserer Siedlung. Insgesamt haben wir durchaus das Gefühl, dass sich Ubisoft für Assassin's Creed Valhalla Spieler-Feedback zu Herzen nimmt, um eine genauere Qualitätsprognose anzustellen, müssen wir aber mehr vom Spiel sehen, bevor es im Laufe des Jahres für PC, PS4, PS5, Stadia, Xbox One und Xbox Series X erscheint.

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