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Assassin's Creed Chronicles: China

Assassin's Creed Chronicles: China

Ubisoft erzählt die Geschichte der Assassinen und Templer weiter und wählt dafür eine Trilogie - wir haben uns das erste Spiel angeschaut.

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Immer wieder gab es Gerüchte über ein neues Assassin's Creed und auch der Schauplatz China ist dabei gefallen. Nun hat Ubisoft das neue Projekt enthüllt, auch wenn es etwas anderes ist als zunächst erwartet. Art Director Glenn Brace hebt gleich zu Beginn den großartigen neuen Stil hervor. Das Team habe hart daran gearbeitet, Assassin's Creed in einem neuen Licht zu zeigen. Und das ist leicht untertrieben, denn die bekannte 3D-Welt wird in Assassin's Creed Chronicles: China zu einem 2.5D Sidescroller. Metroidvania-Spiele werden als Quelle der Inspiration genannt. Nachdem ich die ersten Bilder sehe, fühlt es sich so an, als würde ich ein interaktives Aquarell anschauen.



Die andere große Überraschung der Präsentation war, dass Ubisoft nicht nur einen, sondern gleich drei Assassin's Creed Chronicles-Titel in Arbeit hat. Jedes wird in einem anderen Land und zu einer anderen Zeit spielen und das bedeutet auch drei unterschiedliche Helden. Zu China gesellen sich noch in diesem Jahr die beiden Spiele in Indien und Russland. Die besondere Stilisierung wird durchgängig vorhanden sein, aber jedes Spiel soll sich im Erscheinungsbild von den anderen unterscheiden. Indien wird zum Beispiel wesentlich farbiger und lebendiger als das dunkle China oder das eher industriell geprägte Russland.

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Assassin's Creed Chronicles: ChinaAssassin's Creed Chronicles: China
Jedes wird in einem anderen Land und zu einer anderen Zeit spielen und das bedeutet auch drei unterschiedliche Helden.

Assassin's Creed Chronicles: China beginnt mit einer kurzen Einleitung über den Hintergrund der Handlung. China wird von Templern beherrscht, die sich selbst Tiger nennen und ihrer Tyrannei muss ein Ende gesetzt werden. Wir müssen die Führer der Templer töten, damit China wieder frei sein kann. Die Geschichte erklärt, welche Rolle die Hauptfigur Shao Jun in dieser Welt hat und erwähnt Verbindungen zu Ezio aus Assassin's Creed 2.



Zu Beginn des Spiels finde ich mich in einer dunklen Zelle wieder und eine der Wachen lacht über mein Schicksal. Gleichzeitig versucht er die Geheimnisse der mystischen Kiste zu enthüllen, die er mir abgenommen hat. Er ahnt nichts, denn ich habe mich mit Absicht gefangennehmen lassen und bin genau dort, wo ich hin wollte. Nachdem die Wache ihren Posten verlässt breche ich mit Leichtigkeit aus und erhalte meinen ersten Auftrag - finde deine Waffen und benutze sie, um den Kommandanten des Gefängnisses auszuschalten. Der fragliche Kommandant ist einer der Köpfe der Templer. Als Nebenmission soll Shao Jun nebenbei noch einen Informanten befreien. Zeit an die Arbeit zu gehen!



Auch wenn der 2.5D-Stil für einige anfangs wohl ungewohnt sein dürfte, so ist es auf jeden Fall sehr stillvoll. Die Aquarell-artigen Hintergründe sehen beeindruckend aus und die vielen Details vermitteln den Eindruck, als würden wir uns in einem interaktiven Gemälde befinden. Trotz der einzigartigen Präsentation konnte ich zunächst nicht den Gedanken abschütteln, das Spiel wäre nur eine billige Ablenkung für Fans, die auf das nächste "echte" Assassin's Creed warten. Doch das Gefühl verging schnell, so bald das Spiel sein ganzes Potential zeigte.

Assassin's Creed Chronicles: China
Jedes Spiel soll sich im Erscheinungsbild von den anderen unterscheiden. Indien wird zum Beispiel wesentlich farbiger und lebendiger als das dunkle China oder das eher industriell geprägte Russland.

Allerlei überraschend abwechslungsreiche Dinge tauchen in dem nett eingebauten Tutorials auf. Uns stehen einige Dinge zur Verfügung, um die Bösewichte abzulenken oder zu töten, auf Vorsprünge zu klettern, Dinge fallen zu lassen, Durchgänge zu öffnen und vieles mehr. Dazu kommt noch die Möglichkeit verschiedene Routen zu nehmen und so entwickelt sich Assassin's Creed Chronicles: China zu einer erstaunlich vergnüglichen und süchtig machenden Erfahrung. Ein großer Spaß!


Die Entwickler reizen wirklich aus, was ein Sidescroller im Stande ist zu leisten. Die Hauptfigur kann sich auf verschiedenen Ebenen und auf allen drei Achsen bewegen - abhängig von der jeweiligen Situation. Die Kamera folgt den Bewegungen der Spielfigur und kann, wenn es nötig ist, auch eine 90 Grad-Drehung machen und der Weg führt in eine komplett neue Richtung. Die Level sind komplett in 3D konstruiert und erlauben sehr kreative Vorgehensweisen, um Probleme zu lösen. Sie bereichern die Erfahrung und modernisieren das alte Spielprinzip solcher Titel.


Anfangs fühlt sich alles noch ein wenig steif an, denn die Spielfigur reagiert zwar schnell genug auf Kommandos, aber einige Bewegungen sind etwas abrupt und so wirkt der Charakter etwas leblos. Das zu kommt, dass die Level voller Wege und Richtungen sind, in die man sich bewegen kann, so dass es häufig etwas schwerfällt herauszufinden, wohin die Reise gehen soll. All die Optionen durch die verschiedenen Werkzeuge und die vielen alternativen Routen sind so überwältigend, dass ich Schwierigkeiten habe, mich auf alle zu konzentrieren. Eigentlich eine gute Sache, aber mich hat es trotzdem an manchen Stellen frustriert, weil ich in bestimmten Situationen einfach nicht herausfinden konnte, wie es weitergehen soll.

Assassin's Creed Chronicles: China
Die bekannte 3D-Welt wird in Assassin's Creed Chronicles: China zu einem 2.5D Sidescroller.

Durch einige der Tipps, die man vom Spiel bekommt, konnten die Hindernisse aber überwunden werden. Die Bewegungen von Versteck zu Versteck haben für einigen Frust gesorgt. Wenn ich versucht habe mein Versteck zu wechseln, blieb meine Spielfigur hängen, konnte sich nicht bewegen und wurde natürlich von den Wachen entdeckt. Manchmal war es aber auch genau andersrum - mein Held konnte sich zum falschen Zeitpunkt viel zu einfach zwischen den Verstecken bewegen und schon fand ich mich im Kampf mit den Wachen wieder. Auch die dynamische Musik wiederholt sich zu viel und zu oft. Da es aber noch keinen festen Erscheinungstermin gibt, können wir aber von reichlich Feintuning ausgehen.



Damit die Spielmechaniken funktionieren, wurden die Wahrnehmung der Wachen etwas eingeschränkt. Beim Spielen fühlt es sich ein bisschen albern an, direkt hinter zwei sich unterhaltenden Wachen zu stehen ohne entdeckt zu werden oder Leitern vor einer nur ein paar Meter entfernten Wache zu erklimmen, nur weil man sich außerhalb des Sichtfelds der Figur befindet. Das lässt sich aber schnell als Teil der Spielmechanik akzeptieren.


Trotzdem ist es nicht so einfach sich zu verstecken, wie es klingt. Die Bewegungen der Wachen müssen genau beobachtet werden, um unentdeckt zu bleiben. Wenn eine Wache uns sieht, können wir mit unseren Waffen und Händen mit ihr kämpfen. Die einfachen aber flüssigen Kämpfe aus Schlägen und Blocks sind ein erfrischender Tempowechsel und nicht leicht - ein paar ungeblockte Treffer und unsere Karriere als Attentäter ist beendet. Der Fokus liegt auf daher eher auf den Schleichpassagen im Schatten und unser Fortschritt wird ständig bewertet. Dafür werden Punkte vergeben, je nach dem, wie heimlich man sich bewegt hat. Am Ende des Level werden diese zu einer Punktzahl zusammengefasst, aber ihre tiefere Bedeutung ist noch unklar.


Assassin's Creed Chronicles: China
Uns stehen einige Dinge zur Verfügung, um die Bösewichte abzulenken oder zu töten, auf Vorsprünge zu klettern, Dinge fallen zu lassen, Durchgänge zu öffnen und vieles mehr.

Auch auf Assassin's Creed Chronicles: India freue ich mich schon. denn neben der neuen Optik scheint Indien mehr Möglichkeiten zum klettern und mehr offene Areale zu bieten als China. Alle drei Chronicles-Teile werden ihre persönliche Handschrift tragen, die nicht nur kosmetischer Natur ist. Für Puristen könnte der ungewöhnliche Stil zwar schwer zu schlucken sein, aber bei einer offenen Herangehensweise bringt die Trilogie etwas komplett Neues und Erfrischendes in die Welt von Assassin's Creed, ohne seine Markenzeichen oder die Stimmung zu vernachlässigen. Und genau so etwas haben sich viele schon lange gewünscht.



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