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Annes Spielejahr 2019 - Authentizität, Innovation und die Mischung daraus

Die Redakteure und Autoren von Gamereactor Deutschland erzählen euch, was sie in diesem Jahr umhertrieb. Anne beendet diese Serie.

2019 war ein gutes Spielejahr. Im Rückblick auf all die Titel, die dieses Jahr veröffentlicht wurden, habe ich mich dazu entschieden drei ganz besondere Highlights herauszupicken. Die Wahl fiel mir schwieriger als zunächst gedacht, denn auch Titel, wie Metro Exodus oder Concrete Genie sorgten bei mir dank interessanter Spielmechaniken und starker Atmosphäre für Begeisterung. Im Endeffekt waren es für mich jedoch die folgenden drei Games, die das Spielejahr 2019 zu etwas ganz Besonderem machten.

Die Authentizität von Greedfall

Auch wenn Spiders' Rollenspiel zum Zeitpunkt der Veröffentlichung im September eine fast durchweg positive Resonanz bekommen hat (auch von mir), so werde ich das Gefühl nicht los, dass das Spiel nicht genug Aufmerksamkeit erhält. Die Welt von Greedfall offenbart sich als eine Mischung aus Fantasy und Steampunk, gemischt mit Einflüssen aus der Hochzeit der Piraten. Auf der Insel Teer Fradee trifft das Zeitalter des Kolonialismus auf uralte, magische Mächte und sorgt somit für eine einzigartige Kombination, die ich so zuvor noch nicht gesehen habe.

Rollenspiele, egal ob Science Fiction oder Fantasy, neigen oft dazu in dieselben Inspirationskisten zu greifen, wenn es um das Setting und die Geschichte eines Abenteuers geht. Natürlich bedient sich auch Greedfall einiger Klischees, doch mit einzigartigen Designs und einer spannenden Hintergrundgeschichte hat mich die Spielwelt begeistert. Die verschiedenen Fraktionen, die Kreaturen, sowie das gesamte Setting; einfach alles wirkt aufeinander abgestimmt. Ein Blick auf die Entwicklertagebücher von Spiders offenbart, wie viel Arbeit in die Entstehung der glaubwürdigen Spielwelt geflossen ist. Fans von Bioware sollten Greedfall auf keinen Fall übersehen, denn auch fernab des Settings hat das Rollenspiel eine Menge zu bieten.

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Das innovative Gameplay von The Occupation

Es ist immer wieder ärgerlich, dabei zuzusehen wie ein Spiel aufgrund technischer Schwierigkeiten in der Luft zerrissen wird. Besonders wenn das besagte Game ansonsten einige interessante Spielansätze liefert. Kritikpunkte, wie fehlerhafte Interaktionen, Abstürze und Framerate-Einbrüche, sorgten dafür, dass The Occupation bei uns nicht allzu gut davon kam. Deshalb ist es umso wichtiger, die Spielmechaniken getrennt von dem Rest des Spiels zu betrachten, denn diese sorgten für einige spannende Momente.

In The Occupation reisen wir in der Zeit zurück, um die wahren Hintergründe eines schrecklichen Terroranschlags zu erforschen. Unsere Hauptaufgabe ist es, verschiedene Interviewpartner über die Ereignisse zu befragen. Der Clou: Vor jedem Interview haben wir eine festgesetzte (Echt-)Zeit, in der wir das betroffene Bürogebäude so gut wie möglich nach weiteren Informationen durchforsten müssen. Ob wir in der festgelegten Zeit etwas herausfinden, verändert die Interviews und somit auch die Beweislage.

White Paper Games bedient sich am Genre der Immersive Sims, während wir uns Stealth-Mechaniken zunutze machen und eine künstliche Intelligenz einem festgelegten Tagesablauf folgt. Der feste Zeitrahmen im Kontrast mit den vielen Möglichkeiten in diesem riesigen Gebäude zwingt uns dazu, jeden Schritt genau durchzuplanen und zu priorisieren, welche Orte wohl am meisten Informationen bieten könnten. Die Entwickler schaffen es, durch diese Restriktionen einen gewissen psychischen Druck bei dem Spieler aufzubauen - dadurch gewinnt der Titel an Spannung. Auch die Beweissammlung selbst beinhaltet interessante Mechaniken, sodass wir uns oftmals wie ein richtiger Detektiv fühlen.

The Occupation ist ein kleines, mechanisches Juwel umgeben von einer dicken Hülle technischer Probleme. Nichtsdestotrotz führt die einzigartige Kombination der Spielmechaniken im Zusammenspiel mit einer spannenden Story zu eines meiner Spiele-Highlights in diesem Jahr.

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Die Kombination von A Plague Tale: Innocence

Mit A Plague Tale: Innocence präsentierte uns das französische Entwicklerstudio Asobo Studio im Mai ein düsteres Horror-Adventure gefüllt mit vielen, vielen Ratten. Das Spiel führt uns zurück in die Epoche des schwarzen Tods, eine Zeit in der Ratten überall gefürchtet wurden, weil sie Krankheiten übertragen und somit als Vorboten der Pest gelten. Das gesamte Spielprinzip basiert auf der Prämisse, dass sich die riesigen Rattenschwärme durch Lichtquellen auf Abstand halten lassen, weshalb unsere Protagonistin Amicia und ihr kleiner Bruder Hugo stets von Fackeln und anderen Utensilien umgeben sind.

Neben der ausgeklügelten Mechanik und dem Fakt, dass diese im Laufe des Spiels immer weiter ausgebaut wird, ist auch die herzzerreißende Geschichte der Geschwister einer der stärksten Eigenschaften des Spiels. Wir unterscheiden oftmals zwischen Spielen, die eine gute Geschichte haben und dafür weniger beeindruckende Spielmechaniken bieten, oder mechanisch ausgeklügelten Spielen, die anderweitig nicht so viel zu bieten haben. Mit A Plague Tale: Innocence erhalten wir das Gesamtpaket und gleichzeitig mein absolutes Lieblingsspiel von 2019.

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