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Alles was ihr über die Xbox Series X wissen müsst

Wieviel kostet das Paket? Welche Verbesserungen erfahren alte Spiele? Benötigt ihr HDMI 2.1, um in 4K zu spielen?

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Microsoft wird am 10. November zwei neue Konsolen veröffentlichen und sie werden sich, im Gegensatz zu Sonys Next-Gen-Angebot, hinsichtlich ihrer Leistungsfähigkeit sehr stark voneinander unterschieden. In diesem Artikel haben wir für euch alle wichtigen Informationen über das neue Flaggschiffgerät von Microsoft zusammengefasst: die Xbox Series X.

Die Spezifikationen

CPU: 8 Kerne mit 3,8 GHz (3,66 GHz mit SMT) Custom AMD Zen 7nm
GPU: 52 Recheneinheiten mit 1,825 GHz (Custom RDNA 2), also etwa 12 Teraflops an Leistung
RAM: 16GB GDDR6 (10GB mit 560 GB/s, 6GB mit 336 GB/s)
Festplatte: 1TB NVMe SSD (von denen uns 802GB zur Verfügung stehen)
Optisches Laufwerk
HDMI: 1x HDMI 2.1
USB: 3x USB 3.1 Gen 1
WLAN: 802.11ac Dual Band
Ethernet: 802.3 10/100/1000

Auf dem Papier ist die Xbox Series X etwa doppelt so stark wie die Xbox One X und achteinhalbmal so leistungsfähig wie die Xbox One. Laut Microsoft sollen Spiele auf dieser Konsole in 4K-Auflösung mit bis zu 120 fps laufen. Erwartet aber nicht beides gleichzeitig, denn das würde - je nach Spiel - vermutlich zu viel Leistung einfordern. Stattdessen haben einige Entwickler bestätigt, dass ihre Spiele in 4K-Auflösung bei 60 Bildern pro Sekunde laufen werden. Andere Games werden die Auflösung heruntersetzen, um 120 fps zu erreichen. Um davon Gebrauch zu machen, muss euer Fernseher 120 Hertz darstellen können und es wird zusätzlich ein HDMI-2.1-Eingang benötigt. Falls ihr euren Fernseher vor dem Jahr 2019 gekauft habt, dann solltet ihr beides überprüfen, denn wer nur HDMI-2.0-Ports hat, der könnte Probleme bekommen.

Ein weiteres, sehr beeindruckendes, neues Feature sind die Solid-State-Drives (die Festplatten werden SSDs genannt), mit denen Spiele wesentlich schneller geladen werden. Das sorgt nicht nur für deutlich kürzere Ladezeiten, es bedeutet auch potentiell weniger Pop-Ins. Es wurden bereits erste Beispiele des technologischen Sprungs gezeigt, darunter Red Dead Redemption 2, bei dem sich die Ladezeiten von mehr als 2 Minuten, auf 40 Sekunden verkürzen. Diese Verbesserung der Lebensqualität wird erreicht, ohne dass die Entwickler ein Update bereitstellen müssen. Die ganze Magie wird allein auf die SSD-Technologie zurückgeführt.

Quick Resume

Die schnelle SSD reduziert nicht nur die Ladezeiten, sie ermöglicht auch ein neues Feature: Quick Resume. Das Warten, wenn ihr von einem Singleplayer-Titel auf ein Mehrspielerspiel wechseln wollt, weil euch eure Freunde eingeladen haben, ist damit quasi vorbei. Ihr könnt auch blitzschnell zurückwechseln, falls ein Spieler aus eurer Party kurz telefonieren oder die Wäsche aufhängen muss und alle auf ihn warten. Mit Quick Resume könnt ihr in wenigen Sekunden zwischen fünf der zuletzt gespielten Titel wechseln und müsst nicht erst das aktuelle Spiel schließen, um das Nächste zu laden. Das funktioniert sogar dann, wenn die Konsole zwischenzeitlich vom Stromnetz getrennt war und es wird wohl sogar mit einem externen Speicher funktionieren.

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Externer Speicher

Das Betriebssystem beansprucht einen Teil der 1TB großen NVMe-SSD-Festplatte, daher stehen uns für Spiele, Speicherstände und Apps nur noch ca. 802 GB zur Verfügung. Das ist ein Wert, denn viele von uns schon auf den aktuellen Konsolen längst überschritten haben, weshalb für einige Spieler zwangsläufig eine externe Festplattenlösung her muss. Die gute Nachricht: Ihr könnt die Spiele der älteren Konsolengenerationen ebenfalls auf einer externen Festplatte speichern und abspielen, doch diese Option bringt einige Nachteile mit sich. Wenn ihr eure Xbox-One-, Xbox-360- und Original-Xbox-Spiele von einer externen Festplatte auf der Xbox Series X ausführt, dann kommt ihr nicht in den Genuss der visuellen Verbesserungen oder der kürzeren Ladezeiten (im Abschnitt Abwärtskompatibilität erfahrt ihr dazu mehr). Die Spiele der Xbox Series X laufen auf einer externen Festplatte übrigens gar nicht, doch Microsoft bietet noch eine weitere Speicheroption an.

Beide Xbox-Series-Konsolen werden spezielle, 1TB große Speicherkarten unterstützen, die Microsoft in Zusammenarbeit mit Seagate entwickelt hat (es gibt später aber wohl noch mehr Anbieter). Diese Speicherkarten werden stolze 239,99 Euro kosten, was jeweils eine enorme zusätzliche Investition ist, die möglicherweise auf euch zukommt. Allerdings sinken die Preise für Speicher meistens relativ schnell und deshalb ist es vielleicht klug, noch ein wenig zu warten, bis ihr den zusätzlichen Speicherplatz wirklich braucht. Es ist außerdem denkbar, dass ihr das Teil gar nicht unbedingt braucht, da die Spiele der Zukunft nicht zwangsweise riesige Datenmengen verschlingen müssen. Einige Entwickler lassen euch in Zukunft die Spielmodi einzeln herunterladen (also beispielsweise nur die Kampagne oder den Koop-Modus), was die Größe der Spieldaten relativ begrenzt.

Preis

Die Xbox Series X kostet 499,99 Euro.

Launch-Titel

In diesem Jahr werden wir kein Halo Infinite bekommen, aber es stehen uns genügend andere Spiele zur Verfügung. Hier bekommt ihr eine Liste aller Titel, die speziell für die neue Konsolengeneration entwickelt oder zumindest überarbeitet wurden:

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Smart Delivery

Der Name mag neu sein, aber im Grunde baut „Smart Delivery" nur auf dem bestehenden Xbox-Play-Anywhere-Programm auf. Hinter diesem ungelenken Marketing-Begriff versteckt sich die Garantie von Microsoft, Xbox-Series-Versionen alter Xbox-One-Spiele kostenlos bereitzustellen, falls ihr das Spiel bereits auf der alten Hardware gekauft haben solltet. Ihr könnt also dort weiterspielen, wo ihr aufgehört habt, aber eben mit besserer Grafik, kürzeren Ladezeiten und den anderen Verbesserungen der neuen Konsolengeneration.

Wo wir gerade über Verbesserungen und das Fortsetzen der Spiele sprechen: Die genannten 32 Spiele sind nicht die einzigen, die ihr am 10. November auf eurer neuen Konsole spielen könnt, denn auf der Xbox Series X könnt ihr alle Xbox-, Xbox-360- und Xbox-One-Titel spielen (mit Ausnahme der Kinect-Spiele), die auch auf der Xbox One laufen.

Abwärtskompatibilität

Wenn ihr diese Spiele auf der SSD Festplatte installiert, laufen sie direkt auf der neuen Hardware. Das bedeutet höhere Auflösung, stabilere und höhere Framerates, sowie verbesserte Bildqualität, kürzere Ladezeiten und bessere Farben/Lichteffekte durch die HDR-Unterstützung. All das wird allein durch die Hardware realisiert, ohne dass die Entwickler auch nur einen Finger rühren müssen.

Abgesehen von den Spielen der alten Generation funktioniert auf der Xbox Series X auch euer altes Zubehör. Jedes offiziell lizensierte Gadget, das via USB oder über den Klinkenanschluss des Controllers angeschlossen werden kann, sollte auch mit der Xbox Series X benutzt werden können. Den Optical-Anschluss haben wir deshalb nicht erwähnt, weil die Series X keinen hat. Astro, Steelseries, Turtle Beach und viele andere große Hersteller haben aber bereits Firmware-Updates und anderen Lösungen für Headsets angekündigt, die Optical-Kabel nutzen.

Controller

Es nicht ganz so wichtig, dass eure alten Controller mit der neuen Konsole funktionieren, schließlich findet ihr in der Verpackung einen Neuen. Der Controller bietet ein paar Neuerungen, darunter eine neue Taste in der Mitte. Microsoft hat sich vom Dualshock 4 inspirieren lassen und einen Share-Button integriert, mit dem wir leichter Clips und Screenshots teilen können. Ein kurzer Knopfdruck genügt und wir nehmen einen Screenshot auf. Wollt ihr Gameplay aufzeichnen, müsst ihr die Taste ein paar Sekunden lang gedrückt halten.

Das digitale Steuerkreuz wurde ebenfalls überarbeitet und bietet nun eine Art Teller mit acht Richtungen, mit denen ihr diagonale Eingaben leichter vornehmt. Einige Veränderungen sind weniger offensichtlich, denn auf dem ersten Blick ähneln sich die beiden Geräte sehr stark. Der Series-Controller ist ein bisschen kleiner als sein Vorgänger, er hat abgerundete Schultertasten und leicht abgeänderte Trigger, sowie strukturierte Griffe. Der neue Controller benutzt zwei AA-Batterien und funktioniert auch mit der Xbox One.

Dimensionen

Wenn sich das in euren Ohren alles gut anhört, dann solltet ihr euch nach einem freien Platz in eurem Zuhause umsehen, wo ihr die Series X aufstellen wollt. Die Konsole ist 30,1 cm hoch, 15,1 cm tief und ebenso breit. Damit nimmt sie weniger Platz ein, als eine Xbox One und ihr könnt sie auch seitlich hinlegen, damit sie in euren Medienschrank unter dem Fernseher passt. Weil man die Seitenverhältnisse mit einem Video besser visualisieren kann, haben wir unten für euch ein Vergleichsvideo vorbereitet.

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