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Alles was ihr über die Xbox Series S wissen müsst

Wann startet die Hardware? Wo liegt der Preis? Wie unterscheidet sich das Gerät von der Series X? Welche Spiele gibt es zum Systemstart?

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Microsoft spricht seit über einem Jahr über die Xbox Series X, doch seit ein paar Wochen steht neben dem großen Flaggschiff eine kostengünstigere, aber auch technisch schwächere Next-Gen-Konsole für Kunden bereit, die noch gar keinen 4K-Fernseher zuhause haben. Wir haben alle Informationen über die Series S in diesem Artikel für euch zusammengefasst.

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Spezifikationen

CPU: 8 Kerne mit 3,6 GHz (3,4 GHz mit SMT) Custom AMD Zen 7nm
GPU: 20 CUs mit 1,565 GHz Custom RDNA 2, also ungefähr 4 Teraflops Leistung
RAM: 10GB GDDR6 (8GB mit 224 GB/s und 2GB mit 56 GB/s)
Festplatte: 512GB NVMe SSD (davon stehen 361,6GB zur freien Verfügung)
Kein optisches Laufwerk
HDMI: 1x HDMI 2.1
USB: 3x USB 3.1 Gen 1
WLAN: 802.11ac Dual Band
Ethernet: 802.3 10/100/1000

Bei der Series S ist eigentlich alles kleiner oder schwächer als bei der Series X - 4 Teraflops sind gerade mal ein Drittel der Leistung der Series X. Uns wurde gesagt, das dieser enorme Leistungsunterschied lediglich Einfluss auf die Auflösung haben werde, da diese Maschine keine 4K-Erfahrung liefert, sondern auf 1440p-Auflösungen abzielt. Die Liste der Next-Gen-Titel offenbart jedoch, dass viele Spiele selbst diesen Richtwert nicht packen werden - oft spielt Raytracing dabei nicht einmal eine Rolle. Es muss sich also zeigen, was die Entwickler aus der Konsole herausholen können, die um einiges schwächer ist als die Series X, die Playstation 5 und sogar die Xbox One X (zumindest was die Anzahl der Teraflops angeht).

Ein weiterer, wichtiger Unterschied: Die Konsole ist rein digital und hat kein Disk-Laufwerk, was Einfluss auf die Abwärtskompatibilität hat (dazu später mehr). Stattdessen installiert ihr eure Spiele auf die schnelle SSD-Festplatte oder nutzt externe Speicherlösungen.

Quick Resume

Es mag nicht besonders bahnbrechend klingen, aber allein die SSD-Festplatte macht schon einen großen Unterschied aus und das nicht nur bei den Ladezeiten. Ihr müsst jetzt nicht mehr mehrere Minuten lang warten, bis ein Spiel gestartet ist und das verdanken wir dem Feature „Quick Resume". Bis zu fünf Spiele könnt ihr auf diese Weise gleichzeitig zwischenspeichern und unterbrechen, um blitzschnell wieder darauf zuzugreifen. Das ist übrigens selbst dann möglich, wenn ihr eure Konsole gerade erst eingeschaltet habt, noch während ihr euch in einem anderen Spiel befindet oder wenn ihr euch einen Film anseht. Bei diesen fünf unterbrochenen Games steigt ihr direkt dort wieder ein, wo ihr aufgehört habt.

Sagen wir ein Freund lädt euch auf eine Runde Gears 5 ein, während ihr gerade Assassin's Creed Valhalla spielt. Auf der Xbox One müsstet ihr zuerst Assassin's Creed verlassen, Gears 5 auswählen und dann so lange warten, bis das Spiel endlich gestartet ist. Anschließend müsst ihr euch noch durch die Menüs klicken, den letzten Speicherstand wählen und lange Ladezeiten ertragen. Auf der Series S pausiert ihr Valhalla mittels Xbox-Guide-Knopf einfach, wählt dann das gewünschte Spiel an, seht dann kurz einen schwarzen Bildschirm und landet direkt dort, wo ihr Gears 5 zuletzt beendet habt.

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Externer Speicher

Die eingebaute SSD-Festplatte der Xbox Series S umfasst 512GB an Speicher, aber weil das Betriebssystem viel Platz braucht, stehen euch davon nur 361,6GB für Spiele, Speicherstände, Gameplay-Clips und Apps zur freien Verfügung. Titel wie Call of Duty: Modern Warfare oder Red Dead Redeption 2 haben jedoch schon gezeigt, wie verschwenderisch schnell einige Games mit unserem virtuellen Speicherplatz umgehen, doch in Zukunft wollen einige Entwickler ermöglichen, dass wir nur noch bestimmte Komponenten eines Spiels installieren müssen. Ihr könnt dann theoretisch wählen, ob ihr den Einzelspielermodus weglassen wollt oder die Mehrspielerfunktionen lieber gar nicht erst auf das System packt.

Weil keine speicherintensiven 4K-Texturen benötigt werden, braucht die Series S ohnehin etwas weniger Speicher als ihr großer Bruder. Wer aber gerne mehrere Spiele gleichzeitig installiert haben möchte, für den gibt es zwei weitere Optionen: Wenn ihr Spiele der vorangegangenen Konsolengenerationen auf eurer neuen Hardware zocken wollt und falls euch die Vorteile der SSD egal sind, dann könnt ihr eine externe Festplatte anschließen, genau wie das schon heute möglich ist. Spiele die speziell für die Series S/X erstellt wurden, lassen sich nicht von der externen Festplatte aus starten, aber ihr könnt die Games dort zwischenspeichern, um sie nicht erneut herunterladen zu müssen (verschiebt sie bei Bedarf einfach ins interne System).

Die einzige Alternative besteht in Microsofts Speichererweiterung. Die Xbox Series S unterstützt momentan nur die 1TB großen Memory Cards von Seagate und die sind nicht unbedingt billig. Zurzeit kosten die Teile stolze 239,99 Euro, aber wir erwarten, dass die proprietäre Technik schnell im Preis fällt, auch weil Microsoft bereits ankündigte, dass sie sich nach anderen Alternativen umschauen. Erfreulicherweise ist die Konsole ohnehin günstiger als ihr großer Bruder.

Preis

Die Unterschiede der Series S gegenüber der Series X spiegeln sich natürlich auch im Preis wider. Die Xbox Series S wird zur Veröffentlichung 299,99 Euro kosten.

Launch-Titel

Abgesehen davon, dass Halo Infinite auf 2021 verschoben wurde, The Medium erst im Dezember erscheint und sowohl Mortal Kombat 11: Ultimate als auch Call of Duty: Black Ops Cold War erst ein paar Tage nach dem Konsolenstart erscheinen, wird es für die Series S 32 Launch-Titel geben:

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Smart Delivery

Smart Delivery ist dem Xbox-Play-Anywhere-Programm nachempfunden, denn egal ob ihr die Xbox-One- oder Xbox-Series-Version eines Spiels kauft, ihr bekommt die jeweils andere Ausgabe kostenlos dazu und übertrag außerdem Speicherstände und Fortschritte zwischen den Plattformen.

Abwärtskompatibilität

Mit jedem einzelnen Xbox-One-Spiel und allen Titeln, die auf dieser Konsole abwärtskompatibel spielbar waren, ist das Line-Up der Xbox Series das größte aller Zeiten. Die alten Spiele werden durch die Installierung auf der SSD sogar automatisch besser, ohne dass die Entwickler einen Finger krümmen müssen. Die optischen Verbesserungen werden auf der Series S aber nicht ganz so beindruckend sein, wie auf der Series X, denn hier laufen die Spiele in Xbox-One-Qualität. Ihr könnt euch trotzdem über schnellere Ladezeiten, höhere und stabilere Framerates und HDR-Farben freuen und das bei Spielen, die lange vor Einführung dieser technischen Möglichkeiten gestartet wurden. Eure alten Blu-rays könnt ihr auf dem System aber nicht mehr nutzen, denn die Series S hat kein Disk-Laufwerk, also könnt ihr nur digitale Titel aus eurer Spielebibliothek herunterladen und spielen.

Microsofts Philosophie zeigt sich auch beim Zubehör, denn jedes offiziell lizensierte Gadget für die Xbox One, das via USB oder über die 3,5mm Klinke am Controller angeschlossen wird, kann auch auf der neuen Konsole genutzt werden. Es fehlt ein Optical-Eingang, aber viele große Marken, darunter Astro, Steelseries und Turtle Beach, haben bereits entsprechende Firmware-Updates oder andere Lösungen angekündigt, mit denen ihr solche Headsets ebenfalls weiter nutzen könnt.

Neuer Controller

Es ist schön, dass die alten Controller auch an der neuen Konsole funktionieren, aber ihr bekommt natürlich auch einen neuen Controller mit der Series S. Es hat sich nicht nur die Farbe geändert - es gibt auch ein paar coole, kleine Verbesserungen. In der Mitte befindet sich jetzt zum Beispiel der neue Share-Button, mit dem ihr Screenshots aufnehmen und Gameplay aufzeichnen könnt. Dazu kommt ein hybrides D-Pad, das vom Elite-Controller inspiriert wurde, abgerundete Schultertasten und strukturierte Griffschalen. Dadurch liegt der Controller nicht nur gut in der Hand, er ist auch etwas kleiner als sein Vorgänger. Im neuen Controller kommen immer noch zwei AA-Batterien zum Einsatz und er funktioniert übrigens sogar mit der Xbox One.

Dimensionen

Wenn das alles gut klingt, dann wird es Zeit zu überprüfen, wo ihr eure Konsole aufstellen wollt. Die Konsole ist 27,5 cm lang, 6,5cm hoch, 15,1cm tief und sie braucht somit nur den halben Platz einer Series X. Um euch ein genaues Bild der Größenverhältnisse zu machen, findet ihr unten ein Vergleichsvideo.

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