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Alien: Blackout

Alien: Blackout

Amanda Ripley ist zurück, um die Alien-Pest in Schacht zu halten.

Nach dem Durcheinander von Diablo Immortal waren die Spieler nicht sonderlich begeistert, als sie von Alien: Blackout hörten. Eine weitere Marke bringt einen mobilen Ableger hervor, obwohl sich die Fans ein „richtiges" Spiel wünschen. Creative Assembly brachte uns das exzellente Alien: Isolation und seit unserer Flucht aus Sevastopol warten wir auf einen Nachfolger. Nur ist das leider nie passiert.

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Alien: BlackoutAlien: Blackout
Wenn sich das Alien in der Nähe aufhält und unseren Fortschritt jederzeit beenden könnte, dann fühlt sich Alien: Blackout am intensivsten an.

Als nun plötzlich wieder berichtet wurde, dass ein Spiel mit Amanda Ripley (der Protagonistin von Isolation) in Entwicklung sei, haben viele von uns natürlich mit einem direkten Nachfolger gerechnet - das ist Alien: Blackout nicht. Es ist ein mobiles Schleichspiel in Machart von Five Nights at Freddy's, in dem ein Xenomorph in metallischen Korridoren nach seiner Beute sucht. Es mag also nicht das Spiel sein, das sich viele Fans wünschen, aber das muss ja nicht unbedingt schlecht sein.

Obwohl es sicher kein Isolation 2 ist, hatten wir unseren Spaß mit Blackout. Der Titel setzt geschickt seine Touchscreen-Steuerung ein und die bekannte Spielmechanik passt thematisch hervorragend in den Alien-Kosmos. In Alien: Blackout steuern wir ein Team durch eine Weltraumbasis und zwar aus der relativen Sicherheit eines Lüftungsschachts. Mit einfachen Instruktionen lenken wir unsere Leute aus der Gefahr und in Richtung ihrer nächsten Aufgaben, allerdings wird die ganze Sache natürlich von einem riesigen Alien erschwert, das in Korridoren und Schächten auf unsere Leute lauert.

Manche Abschnitte der Level sind durch Sicherheitskameras oder Bewegungsmelder abgedeckt, allerdings sehen wir niemals alles auf einmal. Blackout ist recht gradlinig, wenn wir wissen was los ist, aber die Spannung nimmt rapide zu, sobald wir das Alien aus den Augen verlieren und unsere Auftragsorte weiter auseinander liegen. Wenn wir vorsichtig sind, können wir den Überblick behalten, aber das ist zeitaufwändig und in der Ecke tickt ein Timer, der unsere verbleibenden Stromreserven anzeigt...

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Alien: BlackoutAlien: Blackout
Die mobil Plattform hat ihre Beschränkungen, doch ehrlich gesagt sind wir zufrieden damit, wie sich Alien: Blackout in die Marke einreiht.

Zudem müssen wir darauf aufpassen, nicht selbst Ziel eines Angriffs zu sein. Nur weil wir in einem Versteck hocken, sind wir nämlich noch lange nicht vor einer ungemütlichen Überraschung gefeilt. Wenn uns das Alien in den Lüftungsschächten findet, wird es hässlich. Es gibt Anzeichen für eine bevorstehende Attacke und wir sollten alles stehen und liegen lassen und uns in eine verschließbare Sicherheitsluke zurückzuziehen, sobald wir etwas Ungewöhnliches hören.

Das Schönste an Alien: Blackout sind diese irren Momente, wenn wir das Gefühl bekommen, dass das Alien aufholt und uns an der Nase herumführt. Das Spiel mag anders sein als Isolation, doch wenn das Alien in der Nähe ist und jede Sekunde ein Neustart bevorsteht, dann fühlt es sich ziemlich ähnlich an. Der Titel ist nicht sehr lang und an einem Nachmittag gut machbar, was für den schmalen Preis völlig in Ordnung ist. Wer mag rettet alle Charaktere in sämtlichen Missionen und dürfte damit noch ein bisschen länger beschäftigt sein. Allerdings ist es weniger reizvoll, das Game nach dem Abspann noch einmal für eine zweite Runde zu starten.

Insgesamt sieht Alien: Blackout ganz ordentlich aus, obwohl die Animationen der Charaktere etwas hölzern wirken (ähnlich ausgefeilt ist die Wegfindungs-Routine). Die Atmosphäre wird schön eingefangen und auf dem Standard-iPad von 2018 gab es keine Probleme mit der Performance. Die Audioausgabe ist ebenso gut gelungen und spielt eine wichtige Rolle, weshalb wir die Nutzung von Kopfhörern empfehlen. Das ganze Spiel ist deutlich besser gemacht, als es viele Spieler erwarten werden, und es reiht sich sinnvoll in die Alien-Reihe ein.

Wir warten immer noch auf Isolation 2 (oder wie auch immer die Fortsetzung heißen könnte), aber dieses kleine Abenteuer funktioniert gut auf den Touchscreens und nutzt die Eigenheiten der mobilen Plattformen hervorragend aus. Die Spielerfahrung ist eingeschränkt, was an den zahlreichen Restriktionen der Geräte liegt, doch alles in allem ist Alien: Blackout ein solider Titel für unterwegs, der die Lizenz schön einsetzt. Leider macht er aber auch ein wenig mehr Lust auf ein neues, richtiges Alien-Spiel...

06 Gamereactor Deutschland
6 / 10
+
Gute Atmosphäre, einige intensive Momente, sinnvolle Nutzung der Lizenz auf der mobilen Plattform.
-
Nicht sonderlich viel Wiederspielwert, einige hölzerne Animationen, recht limitierte Spielerfahrung.
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