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A Year Of Rain

A Year Of Rain - Impressionen aus Early-Access-Phase

Es sieht aus wie Warcraft III, doch behält es sich seine eigene Identität? Wir haben Daedalics Strategiespiel ausprobiert.

Wir bei Gamereactor sind große Fans von Warcraft III. Manch einer hält es nach wie vor für das beste Spiel seines Genres und gleichzeitig für den Anfang des Endes der Echtzeitstrategie. Taktik-Games auf dem PC sind sicher nicht tot, aber definitiv nicht mehr das, was sie noch vor zehn Jahren waren. Weil sie die Wartezeit auf Warcraft IV - oder zumindest Warcraft III: Reforged - leid waren, nahm Daedalic Entertainment die Dinge selbst in die Hand und entwickelte A Year Of Rain. Das soll ein "Liebesbrief" an diese Art von Spielen sein, mit denen so viele von uns aufgewachsen sind. Seit einigen Wochen ist das Spiel jetzt schon im Early Access erhältlich und wir haben uns angeschaut, was die deutsche Produktion zu bieten hat.

Die Geschichte ist generischer Standard: Verschiedene Religionen in einem Fantasy-Universum befinden sich im Konflikt, gute und böse Mächte kämpfen um die Vorherrschaft. In dieser Welt leben Zwerge, Echsenmenschen, tapfere Ritter und Zauberer zusammen und die exotischen Landschaften reichen von trostloser Einöde bis zu uralten Ruinen. Das Spiel ist Blizzards Warcraft III ziemlich ähnlich und wechselt gerenderte Zwischensequenzen, in denen auf das Schlachtfeld gezoomt wird, mit Dialogen ab, die erstaunlich filmreif inszeniert werden und uns anschaulich die Charaktere und ihre jeweiligen Motivationen vorstellen. A Year Of Rain bietet ein paar interessante Charaktere und eine funktionierende Geschichte, weshalb gerade Kampagnenspieler auf ihre Kosten kommen dürften. Genau wie in Warcraft III verbessern wir unsere Helden durch Kämpfe und gesammelte Erfahrung und stärken dadurch unsere Fähigkeiten.

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Die Missionen der Kampagne sind toll und abwechslungsreich gestaltet worden. Die Entwickler haben gute Arbeit geleistet, um neue Spieler auf die Multiplayer-Gefechte vorzubereiten. Noch früh im Spiel waren wir mit zwei Helden auf einer Mission unterwegs, in der wir ein feindliches Lager infiltrieren und ausräuchern sollten. Eine Figur hatte Schleichfähigkeiten, die andere schleuderte Feuerbälle und konnte einen kleinen Feuerdämon beschwören, der für uns die Aufmerksamkeit der Gegner auf sich zog. Um die Quest erfolgreich abzuschließen, mussten wir diese Talente kombinieren. Es zeigte sich deutlich, dass A Year Of Rain für das Koop-Spiel ausgelegt ist, auch um das hektische Mikromanagement ein wenig abzufedern.

Die genannte Mission ließ sich natürlich auch alleine ganz gut bewältigen, weil wir hier nur zwei Helden steuern mussten. Später, wenn alle sechs Helden zur Verfügung stehen und man den Heiler in der Hitze des Gefechts nicht findet, ist das schon etwas ärgerlicher und die Schlachten sind dadurch auch nicht mehr so einfach. Im Koop werden die Helden vom Computer aufgeteilt, sodass jeder sein eigenes Ding macht (beide Spieler haben ihre eigene Basis und Ökonomie) und wir die ganze Sache übersichtlicher angehen können. Der Schwierigkeitsgrad ist gepfeffert, selbst auf den unteren Stufen - es ist also wirklich empfehlenswert, sich Unterstützung zu suchen.

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Zwei Dinge haben uns an A Year Of Rain nicht gefallen: Das Eine ist die Wegfindung unserer Einheiten, an der laut dem Entwickler aber bereits gearbeitet wird. Wir haben mehrfach ordentlich aufs Maul bekommen, weil sich unsere Einheiten beim langen Marsch gegenseitig blockiert haben, wodurch der Weg für alle Beteiligten noch einmal deutlich länger wurde und wir zu spät kamen. Das passiert eigentlich immer und insbesondere Nahkampfeinheiten leiden erheblich darunter (im Gefecht die Positionen der eigenen Truppen zu verändern, grenzt an Selbstmord). Dass unsere Angreifer effektiv agieren, ist ein so wahnsinnig wichtiger Aspekt dieser Spiele, da verwundert es uns sehr, dass diese Probleme nicht schon vor dem Early Access gelöst wurden. Die Entwickler haben aber bereits bestätigt, an der Problematik zu arbeiten.

Das zweite Problem zeigt sich in der Kampagne und den fehlenden Möglichkeit zu speichern. Normalerweise würden wir vor großen Kämpfen speichern, damit wir bei Misserfolg nicht 30-40 Minuten Basenaufbau wiederholen müssen, doch in A Year Of Rain ist das schlicht nicht möglich. Die Option ist zwar vorhanden, aber bislang fehlt das Feature noch. Hoffentlich wird das schnellstmöglich nachgereicht.

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Daedalic konzentriert sich mit diesem Spiel eindeutig auf den Mehrspieleraspekt und versucht auf diese Weise ein Publikum für sich zu gewinnen. A Year Of Rain bietet Ranglistenfunktionen und Herausforderungen für alle, die den Wettbewerb suchen. Während unserer Testphase war es jedoch relativ schwer ein Match zu finden, aber das Spiel ist ja auch noch in der Early-Access-Phase und somit nicht fertig. Doch nach allem, was wir bisher zu sehen bekommen haben, wirken die Multiplayer-Schlachten intensiv und spaßig. Die Balance zwischen den Rassen und ihren Einheiten scheint gelungen, auch wenn die Entwickler noch Zeit brauchen werden, um einzelne Aspekte zu perfektionieren.

Insgesamt hatten wir durchaus Spaß mit A Year Of Rain. Die Kampagne ist toll, die Figuren interessant und der Multiplayer macht viel Freude. Im Kern ist es ein Koop-Spiel, das mit einer Kampagne punktet, die jedoch alleine etwas frustrierend und auch nicht so toll ist. Es ist ein Early-Access-Titel und Daedalic wird sicher noch vieles verbessern, aber wenn man das liebevolle Design, die interessanten Charaktere und die allgemeine Qualität bedenkt, dann hat das Spiel auf jeden Fall Potential.

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