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Strange Brigade

Strange Brigade

Im mystischen Kurzurlaub hat sich Stefan erstmals alle drei Standbeine von Rebellions neuestem Koop-Shooter angeschaut.


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In neuerer Zeit hat sich Rebellion über Sniper-Spiele und das (hirnlose) Zombiegeballer Nazi Zombie Army definiert. Mit Strange Brigade lässt das Studio die stinkenden Nazis hinter sich und tauscht das lahme Europa gegen das antike Ägypten aus. Statt sich auf Stellungskriege, Schützengräben und Bunkeranlagen zu verlassen, entwickeln die Briten Puzzle-Mechaniken, mit denen sie die Schatzjäger-Mentalität der Actionfilme aus den 1980er Jahren einfangen wollen.

Wir spielen als Mitglieder der Strange Brigade, einem bemerkenswerten Militär-Korps, das übernatürliche Mitglieder umfasst und mit diesen Talenten das Paranormale in Zaum hält. Wir ziehen mit unserer Truppe ins Land der Pharaonen, denn dort wurde das Grab der sagenumwobenen Hexenkönigin geöffnet. Getrieben von Rache ruft sie Heerscharen an Untergebenen herbei, die die Strange Brigade nun erneut auf die andere Seite befördern soll.

Konzipiert ist Strange Brigade als Koop-Shooter für bis zu vier Spieler. Alle Teilnehmer wählen beim Missionsbeginn eine der vier spielbaren Figuren und ihre bevorzugte Bewaffnung bestehend aus Haupt- und Nebenwaffe sowie etwas Explosivem. Das Inventar ist spielergebunden, unsere Charaktere teilen sich sämtliche Knarren und die dazugehörigen Upgrades. Im Gegensatz dazu stehen die Zauber, die jeder Held selbstständig erlernt. Obendrein haben alle Figuren noch eine persönliche Fähigkeit, wie zum Beispiel Lebensregeneration bei Tritten oder dass Untote explodieren, wenn wir sie mit einem Kopfschuss töten.

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Wer sich gegen Untote, Ungeheuer und monströse Käfer zur Wehr setzen muss, der nimmt jede Unterstützung dankend an - selbst wenn diese in Form barer Münze kommt. Nebengewerblich betätigt sich die Strange Brigade nämlich quasi als Grabräubertruppe, und deshalb plündern wir Sarkophage und Schatztruhen und reißen herumliegende Reichtümer gewaltsam an uns. Kills lassen ebenfalls einige Münzen fallen, das Geld fließt in neue Waffen, Upgrades oder in Truhen (die häufig mit einem Münzeinwurf ausgeliefert werden).

Für eine kleine Geldspritze lassen sich aus Goldtruhen besondere Waffen mit spezieller Munition ziehen, die großen Bonusschaden verursachen. Wir wissen vorher nie, welcher Gegenstand letztlich dabei rauskommt, aber im Grunde ist die Investition nie verkehrt. Wir müssen jedoch beachten, dass die Wummen wieder verschwinden, sobald ihre brandgefährliche Munition aufgebraucht ist - der Einsatz sollte überlegt sein.

Die Kampagne ist ganz klar der Einstieg in Strange Brigade, denn nur wer sie erfolgreich abschließt, erhält Zugriff auf alle Level der anderen beiden Spielmodi. Zum Beispiel die klassische Punktejagd, in der Effizienz und Schnelligkeit die hervorstechenden Parameter sind: Wir spielten ein kurzes Schlauchlevel, in dem wir uns durch etliche Gegnerwellen bis zu einem kleinen Boss vorkämpften. Bei Score Attack ist es wichtig seinen Kombozähler aufrechtzuerhalten, denn erzielen wir innerhalb von vier Sekunden keinen neuen Abschuss, sinkt der Punktemultiplikator kontinuierlich. Reißt die Killstreak ab, sind Platzierungen auf den Highscore-Listen schwierig. Der schlaue Einsatz von Umgebungsfallen und den eigenen Fähigkeiten ist in diesem Modus der Schlüssel zum Erfolg.

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Für Fans des Zombiemodus aus Call of Duty dürfte "Horde" spannend werden, denn darin versucht sich Rebellion an Treyarchs beliebter Spielvariante. Mit einer Pistole bewaffnet wehren wir herannahende Feinde ab und nutzen das für Abschüsse gesammelte Geld, um uns aufzurüsten und im Level voranzuschreiten. Wer genügend Cash gesammelt hat, betritt die von gierigen Goldgriffeln bewachte Grabkammern und sichert sich deren verborgene Schätze. Das können zum Beispiel Heilungsitems, Waffenrunen oder die wichtigen Blaupausen sein, mit denen wir zwischen zwei Wellen an der Werkbank - das nötige Kleingeld vorausgesetzt - neue, stärkere Waffen herstellen.

Der Hordemodus ist eine sich mit der Zeit ausweitende Arena, die uns Zwischen- und Minibosse entgegenwirft und unkoordinierte Teams in die Enge treiben will. Sobald sich die Levelgrenzen verschieben, sind wir gezwungen, dem Spielfluss zu folgen, sonst werden wir womöglich vom Nachschub abgeschnitten. Wer die Abklingzeiten seiner Granaten im Auge behält, Fallen und Zauber gezielt einsetzt, der macht schnell Fortschritte. Ein Zeitlimit gibt es beim Erledigen aller Gegner einer Welle übrigens nicht, deshalb scheint Horde gerade für taktierende Spieler geeignet zu sein.

Durch seine leichtherzige Art könnte uns Strange Brigade eine unbeschwerte Zeit verschaffen. Das mystische Ägypten-Szenario mit seinem unaufgeregten Gegnerdesign mag nicht neu sein, wurde jedoch solide umgesetzt. Beim Arsenal solltet ihr euch auf den bekannten Weltkriegskrempel einstellen, dem wir bereits aus älteren Titeln des Entwicklers kennen - aber ein paar Überraschungen sind ebenfalls dabei. Die Levelstruktur scheint eher linear, gleichzeitig aber trotzdem verzwickt und sogar weitläufig zu sein. In der Kampagne warten zum Beispiel etliche Nebenpfade mit Sammelobjekten und anderem Freischaltbarem auf uns. Koop-Freunde können sich Strange Brigade also ruhig mal anschauen.

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