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Code Vein

Code Vein

Wir haben die bedrückende vampirische Welt von Vode Vein betreten und dieses Abenteuer überlebt, um euch davon zu erzählen.

  • Text: Sam Bishop
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Wir wissen schon länger von Code Vein, das uns in eine dunkle, blutige Welt voller Vampire wirft und ohne Zweifel den Reiz von Dark Souls emulieren möchte. Wir haben den Titel kürzlich auf einem Bandai Namco-Event in Paris angespielt und obwohl ich wusste, häufig virtuell zu sterben habe ich mich tierisch darauf gefreut. Keita Iizuka, Game Producer von Code Vein, erklärte uns im Gespräch, dass die Demo losgelöst vom eigentlichen Spiel wäre und uns gleich mitten in die Action schicken würde. Als Fan von From Softwares Action-RPG habe ich mich gleich wie zuhause gefühlt, denn viele Inhalte kamen mir bekannt vor, doch enthielten subtile Veränderungen.

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Unsere Demonstration begann in einer düsteren Gegend und ohne jeden erzählerischen Kontext. Unser plumpe Ziel war der spielerische Fortschritt - Dinge töten, sterben und es erneut versuchen. Wir konnten die Welt von Project Vein näher betrachten als je zuvor. Das Studio hat zwei Stile clever miteinander verknüpft (Fantasy und die Postapokalypse) und alles so miteinander verbunden, dass etwas wirklich Frisches daraus geworden ist. Beide Bestandteile sind so düster, dass sie sich nahtlos miteinander verbinden und man die Schnittstellen nicht erkennt.

Wir starteten in einer Höhle aber nachdem die Schrecken besiegt sind, ging es weiter in ein eingestürztes Gebäude und irgendwann dann wieder nach draußen in eine zerstörte Metropole. Obwohl die Sonne scheint liegt doch eine düstere, schwere Atmosphäre über der Szenerie, besonders weil die einzigen lebendigen Wesen groteske Monstrositäten sind, die uns zum Frühstück verspeisen wollen. Selbst die Kleidung in dem Spiel ist entweder pechschwarz oder blutrot.

Das Level-Design erinnert ebenfalls an Dark Souls und das ist durchaus als Kompliment zu verstehen. Iizuka erklärte uns, es gäbe mehrere Dungeons und dass wir einen linearen Pfad folgen würden. Gleichzeitig scheint es einige Abzweigungen geben, um sich ein bisschen umschauen zu können. Wie erwartet muss man stets höchste Vorsicht walten lassen, sonst machen die vielen Fallen und Ghule kurzen Prozess mit uns. Einmal fand ich eine interessante Kiste und wurde plötzlich von Schleimwesen in die Enge gedrängt. Wie schon in Dark Souls lernen wir aus diesen Fehlern und werden jedes Mal ein wenig besser darin, Gefahren zu erkennen.

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Ich hatte allerdings das Gefühl die Kämpfe wären noch ein bisschen schwerer als bei der doch offensichtlichen Inspirationsquelle. Manchmal ist es schon frustrierend, wenn unsere Spielfigur nach einer Rolle oder einem Treffer zu viel Zeit benötigt, um wieder aufzustehen. Bei Gegnern die so tödlich und schnell sind, kann so etwas über Sieg und Niederlage entscheiden. Hier sollte meiner Meinung nach noch ein wenig nachgebessert werden. Während wir Gegner bekämpfen erhielten wir übrigens Gesellschaft von einer Begleiterin, die uns aus der Ferne mit dem Gewehr unterstützte und sich als sehr nützlich erwies. Ich musste anfangs lernen, dass ich gut auf die Schützin Acht geben muss, da sie ansonsten schnell stirbt. Es ist kritisch diese Helfer richtig einzusetzen, denn wenn wir einfach wegrennen und unseren Begleiter sich selbst überlassen, hat der meist keine Chance. Der NPC kann zwar einiges einstecken, ist aus der Distanz aber viel stärker und kann uns sogar wiederbeleben, sollten die Umstände stimmen. Es gibt so viele Spiele mit frustrierenden CPU-Kumpanen, da wirkte Code Veins System wie eine frische Brise und ich war froh nicht allein unterwegs zu sein.

Es ist eine Schande, dass ich nicht mehr Zeit mit dem Spiel verbringen konnte. Code Vein bietet eine umfangreiche Liste mit Steuerungsoptionen, aber ich verbrachte den größten Teil meiner Zeit mit den Grundlagen und leichten/schweren Angriffen. Die magischen Fähigkeiten sind für das Action-Adventure extrem wichtig, genau wie die Wahl der richtigen Waffe. Ich habe mich für eine Kombination aus einem kleinen Schwert entschieden, das eine nette Balance aus Geschwindigkeit und Schaden bietet, und einem Bayonett mit dem ich aus der Distanz angreifen konnte. Es gibt auch übergroße Waffen, wie gigantische Schwerter und Äxte - also genügend Optionen für jene Spieler, die es langsamer und brachialer angehen wollen.

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Wir treffen wie erwartet auf eine Kombination aus kleineren, leichter zu erledigenden Gegnern und Feinden höheren Ranges. Am Ende der Demo wartete ein Endgegner auf mich, eine menschenähnliche Ritter-Kreatur mit Speer. Die Szene erinnerte mich durch ihr hohes Tempo stark an Bloodborne. Immer wenn ich versuchte auf Abstand gehen, setzte er seine schweren Lauf und Teleport-Angriffe ein, um die Lücke zu mir wieder zu schließen. Ich musste also auf Tuchfühlung gehen und möglichst nahe bei seinen Füssen bleiben, während meine Partnerin auf ihn schoss und manchmal den Ärger auf sich ziehen musste (was mir wertvolle Sekunden zur Heilung gab). Nach vielen Flüchen und schwitzigen Händen war es aber endlich vollbracht.

Ich habe viel von From Softwares Titeln gesprochen, aber aus gutem Grund. Gleich meine ersten Schritte in Project Veins Welt erinnerten mich an Dark Souls und Bloodborne, aber eher die Kämpfe und die generelle Struktur. Lasst euch nicht täuschen, Project Vein scheint hier ein einzigartiges Universum, voller Dunkelheit und Stil geschaffen zu haben, aber mit dem bitteren Realismus einer postapokalyptischen Welt und extravaganter Anime-/Vampir-Fantasie. Code Vein scheint stilsicher, cool und macht schon jetzt viel Spaß. Ehrlich gesagt freue ich mich sehr darauf, es erneut zu spielen.