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Session

Session - Eindrücke der Kickstarter-Demo

Skates spiritueller Nachfolger hat uns einen Vorgeschmack auf das gegeben, wonach sich Fans schon so lange sehnen.

  • Text: Sam Bishop

Crea-ture Studios weiß wie sehr sich passionierte Fans nach einem richtigen Skateboard-Spiel sehnen und haben deshalb ein Projekt namens Session auf Kickstarter finanziert. Wir haben uns die kostenlose Crowdfunding-Demo angeschaut und dem Spiel einen ersten Versuch gegeben. Ob wir hier das nächste Skate auf dem Platz haben und ob Tony Hawk am Ende neidisch aus der Wäsche gucken sollte, erfahrt ihr in unserer Vorschau.

SessionSession

Mit X/A auf dem Gamepad legen wir an Geschwindigkeit zu, die beiden hinteren Schultertasten wechseln die Fahrtrichtung, um mit der Nose oder der Tail auf ein Hindernis zuzufahren und dementsprechend unsere Tricks anzuordnen. Manuals werden durchgeführt indem wir den rechten Stick leicht nach unten drücken und ihn anschließend hochflippen lassen - Fans kennen das sicher noch aus Skate. Die große Überraschung erlebten wir mit den Ollies: Dazu muss man nämlich den rechten Stick seicht hinunterdrücken und den linken Analogstick nach oben schnipsen. Ehrlich gesagt widerspricht das jedem, meiner über die vielen Jahre antrainierten Muskelreflexe und das wird sicher nicht nur mir so gehen, sondern auch mit den Erwartungen vieler Fans brechen. Wer den linken Stick zu weit nach oben schiebt macht obendrein keinen Ollie, sondern einen Nose Manual (was bei Skate richtig gewesen wäre).

Wie gesagt bin ich ein großer Fan von EAs eigener Skate-Serie und hatte deshalb Probleme damit, mich an die Steuerung von Session zu gewöhnen. Deshalb habe ich (wie ihr eindrucksvoll im unteren Video sehen könnt) auch sehr ausgiebige Erfahrungen mit dem fantastischen Ragdoll-System gemacht, das zur Freude vieler Streamer auch in Session mit am Start sein wird. Sobald wir gegen ein Hindernis prallen oder unser Board nicht richtig auf den Boden aufkommt, setzt diese Mechanik ein und wirbelt unseren Spieler mit schmerzhaften Animationen gen Boden. Auch wenn wir die frühe Demofassung nicht übermäßig kritisieren wollen, könnte das Ragdoll-System durchaus noch einige Arbeit verdienen, denn aktuell macht sie keinen sonderlich zufriedenstellenden Eindruck (Gott, warum hat das in Skate eigentlich so unglaublich viel Spaß gemacht?).

Größere Probleme hat uns nicht nur der Ollie bereitet, sondern vor allem auch das Grinden. Skate und die Tony Hawks-Spiele ziehen uns fast automatisch auf Kanten, Drahtseile und Rails, während wir uns in Session stets mit höchster Präzision fortbewegen müssen, um überhaupt zwei Tricks miteinander verbinden zu können. Obwohl ich mich echt bemüht habe, gelang mit das in meiner Anspielsitzung nur mit größtmöglichem Einsatz... Sicher darf Session eigene Dinge ausprobieren, dafür hat das Team ja die finanziellen Mittel von den fleißigen Unterstützern gesammelt; das Steuerungssystem etwa ist zum Beispiel etwas, an das man sich mit viel Zeit gewöhnt. Viel wichtiger ist es daher, dass Crea-ture Studios das Gefühl des Skatens einfängt und meiner Meinung nach hat die Demo genau das schon gut getan.

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Das lustige Tutorial mit seinem Sandbox-Ansatz und der okaye visuelle Stil machen uns Hoffnung darauf, dass wir noch einiges von den Entwicklern erwarten dürfen. Natürlich benötigt Session noch viel Feinpolitur, denn es gibt Clipping-Fehler und alles fühlt sich noch zu grob an. Allerdings bekommen wir hier wirklich das Gefühl, dass die Entwickler verstehen was sie hier tun und selbst schon auf dem ein oder anderen Skateboard standen. Hoffentlich erhält die spielbare Basis die Pflege und Unterstützung, die sie benötigt, damit wir einen spirituellen Nachfolger für eines der besten Skateboard-Spiele aller Zeiten bekommen. Fans mussten darauf einfach schon viel zu lange warten. Obwohl wir noch ordentlich mit der Ausführung der Tricks zu kämpfen hatten, sind wir schon sehr beeindruckt von dem, was aktuell in Session geht. Und sobald der Winter vorbei ist, geht es wieder rauf aufs Brett und die Straßen unsicher machen.