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Assassin's Creed Origins

Assassin's Creed Origins

Einen Monat vor dem offiziellen Release durften wir vier Stunden lang Ägypten erkunden und uns in aller Ruhe in der bunten Oase austoben.

Assassin's Creed war vor zehn Jahren der Grund, warum ich mir eine Xbox 360 kaufte. Die ersten beiden Teile habe ich vergöttert, doch über die Jahre wurde die Erfahrung der Serie eine andere. Mit Assassin's Creed III hatte ich dann längst nicht mehr ein rein privates Verhältnis zum Thema Videospiele und genau wie im amerikanischen Bürgerkrieg wandelte sich die Stimmung langsam gegen die Assassinen. Unity habe ich dann nicht mal mehr zum Launch gespielt, Victory noch immer nachgeholt. In London konnte ich mir vergangene Woche aber endlich selbst ein Bild von der Lage und den Fortschritten des Franchise machen und über vier Stunden lang mein Attentat auf den Skarabäus vorbereiten.

Assassin's Creed OriginsAssassin's Creed Origins

Angesiedelt ist Assassin's Creed Origins im alten Ägypten, im Jahre 49 vor Christus. Damit befinden wir uns in einer Zeit, in der an Tempelritter oder Assassinen-Bruderschaften noch gar nicht zu denken ist, doch das Böse gibt es natürlich trotzdem und mit dem Orden der Ältesten manifestieren sich unheilvolle Mächte. Wie viel Aufwand Ubisoft in die Recherche und die Erstellung der Spielwelt einfließen lassen hat, das wollen die Entwickler Anfang 2018 als Erweiterung der In-Game-Enzyklopädie mit der sogenannten „Entdeckungstour" anbieten. Gespielt wurde auf Microsofts neuem Powerhaus, der Xbox One X, was für eine geschmeidige Performance und einen tollen Detailgrad der Vegetation sorgte. Ägypten für eine staubige Wüste zu halten ist für so manch einen Europäer leicht, doch Ubisoft hat Assassin's Creed Origins in eine lebendige und interessante Oase verwandelt. Ich bin durch geschäftige Basare geschlendert, habe in den Ausläufen des Nils mit Krokodilen und Hippos gekämpft und mich durch gebrandschatzte Landstriche und komplexe Tempelgelände gemeuchelt.

Eine große Änderung finden wir in der Fortbewegung und das wird sicher jedem Spieler auffallen, der die früheren Installationen der Reihe selbst gespielt hat. Die rechte Schultertaste sorgt nicht mehr dafür, dass wir sprinten, sondern führt einen schweren Schlag aus. Das sorgt anfangs sicher auch bei einigen von euch dazu, dass aus Versehen nahe Passanten geschlagen werden oder wir uns ungewollt mit den Wachen prügeln, obwohl Bayek eigentlich nur eine Wand hochklettern sollte. Bayek sprintet und klettert jetzt nämlich kontextsensitiv, alles was wir dafür machen müssen ist ihn in die entsprechende Richtung zu lenken. Das fühlt sich im ersten Moment komisch an, gliedert sich aber sehr sinnvoll ein.

Schon früher war Assassin's Creed eine Erfahrung, die die Meinung der Leute spaltete. Einerseits sollte wir schleichen, leise vorgehen und uns an ein vorgegebenes Kredo halten, andererseits durften wir so viele Wachen wie möglich ausschalten, solange keine Unbeteiligten zu Schaden kommen. Obwohl wir stealth-spielen sollten standen Altair, Ezio und Conor im direkten Kampf gegen dreißig Feinde insgesamt doch deutlich zu souverän da und diese Ungereimtheit gefiel vielen Spielern verständlicherweise gar nicht. Assassin's Creed Origins führt ein modernes Kampfsystem mitsamt Kamerafixierung ein und erweitert die Rollenspieleinflüsse umfassend, was schätzungsweise ebenfalls die Geschmäcker bewegen wird.

Assassin's Creed OriginsAssassin's Creed Origins

Wir nutzen unterschiedliche Waffentypen, die Bayek mit leichten oder schweren Schlägen einsetzt. Unterbrochen wird er nicht durch seine eigene Ausdauer, sondern durch gegnerische Blocks, Angriffe oder Ausweichmanöver. Im Kampf füllt sich zudem eine Adrenalinleiste, die uns böse kritische Angriffe ermöglicht (und für einen kleinen Unverwundbarkeits-Exploit sorgt). Die Entwickler haben sich vom animationsbasierten Kampfsystem verabschiedet, um sich diesem modernen Ansatz widmen zu können, was die einzig richtige Entscheidung war. Zudem spielen die RPG-Einflüsse eine ganz entscheidende Rolle bei unserem Spielerlebnis, da sie einerseits den Spielfluss öffnen und andererseits unsere Motivation wandelt.

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