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Battlefield 1

Battlefield 1 - Gamescom-Eindrücke

DICE entwickelt einen kompetitiven Fünf-gegen-Fünf-Spielmodus im neuesten Ableger der Battlefield-Reihe und wir haben reingeschaut.

Wenn man an Battlefield denkt, kommt einem sofort dieses Gefühl von Größe, Stiefel und Reifen im Dreck und lange Märsche an die Front in den Sinn. Der Shooter von DICE lässt die Konkurrenz bei diesen Dingen links liegen und selbst die Titel, die mithalten können, bieten selten eine so gute Grafik oder eine vergleichbare Atmosphäre. Riesige Sandkasten-Karten, große Spielerzahlen und eine breite Auswahl an Fahrzeugen geben der Spielwelt ein chaotisches Gefühl von Authentizität.

Battlefield 1Battlefield 1

Battlefield 1 führt diese Tradition mit seinen Panzern und Truppen, die sich in ausgedehnten und detailreichen Landschaften bekämpfen fort. Mit Incursions will DICE die Größe ein wenig runterschrauben und die Action noch stärker in den Vordergrund rücken. Außerdem soll ihr Titel wettbewerbstauglicher werden, daher hat das Team die Formel überarbeitet, damit auch die Pro-Spieler auf ihre Kosten kommen. Es ist erstaunlich wie gut eSport und Battlefiled 1 zusammenpassen und wie gut das Studio die Erfolgsformel überarbeiten konnte, damit sie dieser Aufgabe gerecht wird.

Das funktioniert auf unerwartete Art und Weise, besonders überraschend ist der Fokus auf die Rolle der einzelnen Spieler. DICE hat einige Dinge ausgedünnt, aber die Wichtigkeit von Kohäsion und Kommunikation ist immer noch fundamental. Jedes Team besteht aus fünf Spielern - nicht mehr und nicht weniger - und diese kleinen Teams müssen sich auf die unterschiedlichen Rollen aufteilen (Doppelbesetzungen sind nicht möglich). Sturmsoldat, Späher, Sanitäter und Mörser-Unterstützer sind die eher traditionellen Rollen, aber es gibt auch noch den Squad-Führer, der unterstützend aus der Ferne eingreift und gleichzeitig der Fahrzeugführer ist und damit das einzige Teammitglied, das Vehikel reparieren kann.

Durch die Rollenverteilung wirkt Incursions wie eine Mischung aus Battlefield und Spielen wie Lawbreakers oder Quake Champions. Die Einführung stärkerer Klassen macht einen großen Unterschied. Es ist damit kein Hero-Shooter der im Ersten Weltkrieg spielt, aber in Incursions gibt es Entwicklungen innerhalb eines Matches und dadurch werden Spieler in manchen Momenten zu Höchstleistungen befähigt.

Battlefield 1Battlefield 1

Die überarbeitete Kartengröße spielt ebenfalls eine wichtige Rolle. Es gibt immer noch viele Gebäude, aber insgesamt ist alles viel dichter platziert, als auf den üblichen Karten und es kommt schnell zum Konflikt. Die zerstörerische Seite des Spiels wird ebenfalls wichtiger, denn die Fahrzeuge haben eine Schlüsselrolle und sind extrem hilfreich, wenn sie mit Vorsicht eingesetzt werden. Sie sind nicht nur nützlich, wenn sie noch laufen, sondern können selbst nach der Zerstörung noch als Deckung dienen. Während der Gamecom-Demo durften wir die Fahrzeugführer-Klasse anspielen und konnten zwischen Fahrzeugen unterschiedlicher Wendigkeit wählen. Es stand uns eine eher mobile Option - gut geeignet gegen Fußtruppen - zur Verfügung und eine schwer gepanzerte Karosserie, die anfälliger für Mörser-Attacken ist.

Die Fahrzeuge sind glücklicherweise keineswegs zu stark geraten. Die Fünf-Spieler-Teams und die einzelnen Rollen, sorgen dafür, dass in den Kämpfen wirklich jeder Spieler zählt. Die Squad-Führer müssen sich sehr vorsichtig positionieren, die Sanitäter sollten mitten im Geschehen sein, wenn sie wirklich helfen wollen, und die Spieler mit Mörsern werden gebraucht, wenn die Fahrzeuge auftauchen. Die Gamescom-Demo konnte uns natürlich nur einen ersten Eindruck verschaffen, aber es scheint, als würden sich die unterschiedlichen Klassen gut ergänzen.

Was mir weniger gut gefallen hat, war das Punktesystem. Die drei Eroberungspunkte sind leicht zu verstehen, aber alles andere wirkte unnötig kompliziert. Incursions könnten ein toller Neuzugang für Battlefield 1 werden und ein schöner Modus für jene Spieler, die nach etwas suchen, das ein wenig anders ist. DICE zeigt mit diesem Konzept, dass weniger manchmal mehr sein kann, selbst wenn es sich dabei immer noch um Battlefield handelt.

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