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Gwent: The Witcher Card Game

Gwent: The Witcher Card Game - Thronebreaker angespielt

Das visuell beeindruckende Kartenspiel Gwent bekommt einen Story-Modus und in der Gamescom-Taverne von CD Projekt Red haben wir alles darüber erfahren.

Das riesige RPG des polnischen Studios CD Projekt Red hat 2015 die Welt im Sturm erobert. Wart ihr passionierter Gwent-Spieler und Kartensammler während ihr als Weißer Wolf durch Velen und die Skellige Inseln wandertet? Hattet ihr fünf komplette Decks nach eurem Sieg beim Turnier in Passiflora? Dann seid ihr vermutlich vom Stuhl gefallen, als CD Projekt Red Gwent: The Witcher Card Game als eigenes digitales Kartenspiel ankündigte. Die kleine Nebenbeschäftigung von der aufreibenden Reise ist wohl eines der besten Minispiele, das ich je spielen durfte. Gwent war schon in der Beta eine echte Freude, das grundsätzliche Gameplay war großartig (und ist es übrigens immer noch), das Schlachtfeld hervorragend aus und es fällt einfach leicht, durch die Menüs zu navigieren. Es ist trotzdem schon eine Weile her, dass ich das letzte Mal gespielt habe. Was ist also alles neu?

Gwent: The Witcher Card Game

Es gibt viele neue und animierte Karten, zusätzliche Fraktionen und frische Spezialfähigkeiten. Der erste Beta-Testlauf „Kill the Servers" gab den frühen Spielern zwei Decks zur Auswahl - Monster und die Nördlichen Königreiche. Etwa ein Jahr später kamen noch drei weitere Fraktionen hinzu: Scoia'tael, Nilfgaard und Skellige. Mittlerweile hat sich der Shop etabliert, in dem mit der Spielwährung oder mit echtem Geld neue Karten-Fässer gekauft werden können und dann sind da noch der Deck-Builder und der Einzelspieler-Tab. Hier befindet sich das Tutorial, der Übungsmodus und einige weitere Herausforderungen, aber all das wird sich bald ändern, denn auf der Gamescom hatten die Entwickler große Neuigkeiten im Gepäck.

Die Minispiel-Ausgliederung bekommt nämlich eine echte Einzelspieler-Kampagne, mit allem drum und dran. Doch wie unterscheidet sich diese von den anderen Spielmodi? Das kostenpflichtige DLC kommt mit einer RPG-artigen Minikarte, die wir aus der Vogelperspektive betrachten. Von dort aus erleben wir Nebenquests, Schicksalsschläge, Konsequenzen, Umgebungsrätsel und eine vollständig vertonte Sprachausgabe. Während der Präsentation wurde Gameplay gezeigt, das uns darüber abstimmen ließ, welche Art von Herrscher wir sein wollen. Wir steuern Königin Meve, die Regentin der Königreiche Lyria und Rivia, die mit der Bevölkerung via Multiple-Choice kommuniziert. Die Konversationen erinnern an ein Point&Click-Adventure der alten Schule, denn wir haben stets mehrere Wahlmöglichkeiten in den Gesprächen und je nach getroffener Entscheidung werden wir den Charakteren im Gedächtnis bleiben und unser Ansehen in der Bevölkerung verändern. Einen Einfluss auf die Geschichte selbst, wird diese Mechanik ebenfalls haben.

Im Story-Modus bewegen wir uns als Königin Meve über fünf unterschiedliche Gebiete und absolvieren Nebenquests für Materialien oder Geld. Die Geschichte ist düster und wurde von einigen Autoren geschrieben, die auch an The Witcher 3: Wild Hunt mitwirkten. Im Zeitstrahl spielt Gwent: Thronebreaker kurz vor der Zeit, in der die Abenteuer von Geralt begannen. Unterwegs treffen wir auf völlig unterschiedliche Spielmechaniken und Elemente, die neu für das Gwent-Universum sind. Wir können die Umgebung nach Schatzkisten scannen, Umgebungsrätsel lösen und dadurch an Kisten gelangen oder mit grauen Fragezeichen markierte Aufgaben annehmen, um etwa an neue Rekruten zu kommen. Außerdem lassen sich Gebäude errichten, in denen wir unsere Truppen trainieren, Gegenstände ausrüsten, zusätzliche Soldaten anheuern (oder feuern, falls das Geld knapp wird) und in der Taverne mit unseren Soldaten interagieren.

Gwent: The Witcher Card GameGwent: The Witcher Card Game

Sicher denkt ihr jetzt „Aber das sollte doch ein Kartenspiel sein!" und da habt ihr natürlich Recht. Natürlich wird immer noch gekämpft. Wenn ein Dialog mal daneben geht oder euch die Gegner einholen, dann werden die Karten gezückt. Die Schlachten werden natürlich als Kartenspiel ausgetragen, in denen die Spieler noch bestimmte Aufgaben erfüllen müssen. Das perfekte Deck könnt ihr euch in der Kommandozentrale zusammenstellen, den Deckbuilder des Einzelspielermodus quasi. Hier stehen etliche Karten zur Auswahl.

All denjenigen die schon von den ewig gleichen Karten aus der Beta gelangweilt wurden, dürfen jetzt aufatmen. Während des Events wurden zwei neue Anführer vorgestellt: Detlaff van Eretein aus Blood & Wine und die liebenswerte Königin des Herzogtums Toussaint, Anna Henrietta. Zwanzig neue Basis-Karten (manche aus Balance-Gründen nur für den Einzelspieler vorgesehen), eine neue Fraktion und ein Stapel zusätzlicher Kartenfähigkeiten kommen mit Thronebreaker in das Spiel.

Am Ende der Präsentation gab es noch einige Infos bezüglich zukünftiger Events, denn neben den Ranglisten-Tournieren (Gwent Open, Gwent Challengers und Gwent World Masters) wird es explizite Veranstaltungen geben, die sich nur an Einzelspieler richten. Eines davon wurde als „Mahakam Ale-Festival" bezeichnet und das riecht sehr nach dem warmen Met der Zwerge. Am Ende ist Gwent: Thronebreaker hat sich das Spiel kaum verändert. Es ist noch immer leicht zu erlernen, einfach zu spielen und ebenso liebenswürdig, wie ich es in Erinnerung hatte. Mit dem neuen Einzelspieler-Modus hat CD Projekt Red das sprichwörtliche Ass im Ärmel gezogen, das sicher viele neue Spieler anspricht. Habt ihr Lust auf eine Runde Gwent, wollt aber nicht ständig den Druck echter menschlicher Gegner spüren? Dann dürfte Gwent: Thronebreaker genau das Richtige für euch sein.

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