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Call of Duty: WWII

Call of Duty: WWII - Beta-Eindrücke

Unsere Füße stecken wieder im Schlamm des zweiten Weltkrieges und wir schauen uns an, was das neue CoD im Mehrspieler zu bieten hat.

  • Text: Ford James

Mit den Divisionen hat Sledgehammer ein neues Element eingeführt, das die Waffenklassen verstärkt und spezielle Vorteile, wie Bajonette für das Gewehr oder ein Bipod für die Maschinengewehre, mit sich bringt. Leider haut auch hier das Balancing noch nicht ganz hin, da es sich zu sehr lohnt, mit Infanterie oder Airborne in den Kampf zu ziehen - unabhängig der gewählten Klasse und der jeweiligen Bewaffnung. Die Divisionen ersetzen die bekannten Perks, sowie die Optionen des Basis-Trainings. Der Gunslinger lässt uns beim Sprinten oder Abtauchen schießen, mit Lookout erscheinen die Gegner früher auf der die Minikarte. Mit einem Aufstieg der Division erhalten wir Upgrades, die unabhängig von der Waffe sind. Das kann gerne mal ein zusätzlicher Aufsatz für die Primärwaffe oder die Fähigkeit sein, länger zu sprinten. Es gibt keine Möglichkeiten diese Boni abzuschalten, falls man sie nicht einsetzen will. Die Brenn-Munition für die Schrotflinten wird immer ausgerüstet, wenn man mit einer Schrotflinte und der Expeditionary-Division spawnt und es dauert ganze 5 Sekunde sie gegen normale Munition auszutauschen.

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Das System der Abschussserien wurde nicht komplett verändert, aber die meisten Belohnungen kosten ein bisschen mehr als früher. Für 500 Punkte erhält man das Aufklärungsflugzeug, das die Position der Gegner auf der Karte anzeigt. Das ist ziemlich teuer, wenn man bedenkt, dass dafür früher nur drei bis vier Abschüsse nötig waren. Dadurch müssen sich die Spieler auch mehr auf ihre eigenen Fähigkeiten und Spielkenntnisse verlassen. Der Kampfpilot ist eine der coolsten Belohnungen seit langer Zeit. Er kostet 625 Punkte und wir dürfen die Rolle eines Piloten in einem Bomber übernehmen. Für etwa fünf Sekunden dürfen wir damit auf die Bodentruppen ballern; das ist ein Spaß! Am anderen Ende des Spektrums gibt es die Fallschirmjäger, die einige KI-Soldaten aufs Schlachtfeld schicken. Da sie sich wie das Kanonenfutter im Einzelspieler-Modus auf dem leichtesten Schwierigkeitsgrad benehmen, ist das richtiger Unfug. Dass der Spaß ganze 1200 Punkte kostet, ist ein aber der echte Lacher.

Die Molotov-Cocktails sind eine der billigeren Belohnungen, aber sie müssen ebenfalls noch überarbeitet werden. Für 300 Punkte bekommen wir gleich zwei davon und töten bei einem direkten Treffer. Das Problem ist nur, dass man mit einer Granate eben nicht zuverlässig direkt trifft. Als zeitlicher Arealeffekt würden sie mir besser gefallen, wenn das Feuer ein bisschen länger flackert. Die fragwürdigste Entscheidung ist vielleicht das Kampfgebrüll, über das sich schon so viele Spieler aufgeregt haben. Ich bin so unglaublich oft gestorben, weil meine Spielfigur im Adrenaliskampf geschrien hat, was andere Gegner alarmierte und meine Position verriet. Das funktioniert natürlich auch andersherum, aber diese Abschüsse fühlen sich einfach billig an.

Außerdem wäre ein Ping-Anzeiger in der Lobby hilfreich, die gab es schließlich auch in früheren Spielen des Franchise. Das Menü wurde zwar überarbeitet, aber es funktioniert einfach nicht so rund. Wenn man das Optionsmenü aufruft, sollte man die Mini-Karte und die eigene Klasse sehen und die Lobby-Menüs sollten auch überhaupt nicht in Klassen, Freunde und Party eingeteilt sein. In anderen Spielen braucht es nur zwei Klicks, um einen Freund einzuladen, in CoD:WWII verlaufen wir uns währenddessen in den Sound-Einstellungen.

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WWII hat vieles von Spielen wie Overwatch übernommen, aber der größte „Diebstahl" ist sicher das „Play of the Game"-Konzept. Am Ende des Matches zeigt ein Video den besten Kill des Matches an, statt des oftmals lahmen letzten Abschusses. Auch wenn die Auswahl hier etwas seltsam ist und Double-Kills innerhalb eines Hardpoints gegenüber vier- oder fünffach Kills bevorzugt werden, die Neuerung ist gut und Activision sagt damit den „Trick-Schützen" mit ihren rotierenden, No-Scope-Abschüssen Lebewohl. Call of Duty: WWII könnte das beste Call of Duty seit Black Ops 2 werden. Endlich wieder am Boden zu kämpfen fühlt sich einfach großartig an und wir spüren wirklich den Dreck auf den Schlachtfeldern. Das Spiel befindet sich immer noch in seiner Beta-Phase und es kommt dort natürlich zu Problemen. Trotzdem könnte 2017 das Jahr werden, in dem Call of Duty wieder wirklich geliebt wird.