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Star Wars Battlefront II

Star Wars Battlefront II - Starfighter Assault angespielt

Auf der Gamescom konnten wir endlich das explosive Feuerwerk der Weltraumkämpfe spüren und Criterions Modus in Star Wars Battlefront II anspielen.

Die Macht ist stark in Star Wars Battlefront II, so viel steht schon fest. Während unseres Besuchs auf der Gamescom in Köln in der letzten Woche haben wir die gleiche Demo gespielt, die einige glückliche Redakteure von uns bereits in Los Angeles auf der E3 2017 getestet haben. Was mir richtig gut gefallen hat, war die Präsentation der Action und das obwohl uns die Demo nach Naboo führt, dem Schauplatz einiger der schlechtesten Erinnerungen der Star Wars-Filme. Doch zu unserer großen Überraschung war ein zusätzlicher Einsatz anspielbar, der erstmals auf der Gamescom gezeigte Weltraumschlachten-Modus Starfighter Assault. Mir hat das sogar noch mehr Spaß gemacht, als mit unseren Stiefeln durch Naboo zu latschen.

Star Wars Battlefront IIStar Wars Battlefront II

Unsere Kämpfe auf der Schiffswerft von Fondor, an dem ein gewaltiger Sternenzerstörer angedockt ist und darauf wartet, von den Rebellen zerstört zu werden, waren unfassbar intensiv. In der Rolle der angreifenden Rebellen klemmen wir uns hinters Steuer des ikonischen X-Wing, der absolute Liebling von so ziemlich jedem, der irgendwann einmal davon geträumt hat, die weit, weit entfernte Galaxie zu erkunden. In einer späteren Runde wechselten wir die Seiten und konnten als Imperium rücksichtslos diese lausigen Rebellen niedermetzeln. Natürlich haben wir ein paar Runden in anderen Flugmaschinen gedreht, etwa dem A-Wing oder den Tie Interceptor, doch unabhängig von Klasse und Modell des Flugschiffs, das Gameplay blieb immer extrem schnell, chaotisch und poliert. Alle Schiffe auf beiden Seiten sind auf drei Klassen aufgeteilt: Der ausbalancierte Kämpfer, der wendige Interceptor und der träge, dafür umso härter treffende Bomber.

Mit dem ersten Battlefront hat DICE nur einen Bruchteil dessen gezeigt, was sie tun könnten. Es hat diese zusätzliche Entwicklungszeit und das Feedback aus der Community gebraucht, um eine Fortsetzung zu erschaffen, die das volle Potential der Star Wars-Vision einfängt. Es hilft sehr, dass DICE und EA sich dagegen entschieden haben, künftige Maps als kostenpflichtiges DLC anzubieten, denn dadurch haben die Studios sichergestellt, dass sich die Community nicht zusätzlich splittet und alle immer zusammenspielen können. Eine willkommene Änderung in der Firmenpolitik, die unserer Meinung nach dafür sorgen sollte, dass das Spiel auch auf lange Sicht an Fans gewinnt.

Starfighter Assault wurde von Criterion entwickelt, nicht von DICE. Als Rebellen müssen wir die runde Weltraumstation außer Gefecht setzen, dazu sollten jedoch zuerst die leichten Kreuzer ausgeschaltet werden, bevor wir uns den Sternenzerstörer vornehmen. Natürlich machen es uns die feindlichen Weltraumpiloten nicht so leicht und es kommt immer wieder zu dreckigen Duellkämpfen. Diese spezielle Map stammt aus der originalen Trilogie, obwohl der Modus auf allen drei Star Wars-Sagen ausgeweitet wird. Das Schlachtfeld wird übrigens nicht nur von zwei feindlichen Teams mit je zwölf menschlichen Piloten bevölkert, zusätzlich fliegen dort noch die von von der KI-gesteuerten Schiffe umher. Kurz gesagt: Egal wo wir hinschauen, irgendetwas will immer beschossen werden. In den verschiedenen Phasen des Spielmodus wechseln stets Ziele und Prioritäten. Spieler aus Battlefront werden das Prinzip sicher schon kennen, doch auch Neulinge dürften von selbst mitbekommen, was gerade zu tun ist und worauf der Fokus liegt.

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Alle Raumschiffe unterscheiden sich voneinander und werden zusätzlich individualisiert, indem wir spezielle Sternenkarten einsetzen. Wer will, darf seinen Spielstil mit diesen weiteren Optionen zusätzlich anpassen. Mit den oberen Schultertasten werden spezielle Fähigkeiten eingesetzt, aber wir haben auf der Messe nicht die Zeit gefunden, uns eingehend damit zu beschäftigen und herumzuexperimentieren. Geschoss-Reflektion und eine passive Heilfähigkeit auf dem Tie Fighter erwiesen sich als hilfreich, mehr können wir da echt gar nicht zu sagen. Die Items scheinen einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf die Performance einiger Flieger zu haben, wenn sich Spieler auf bestimmte Rollen konzentriere. Aber wer will, wird mit den Sternenkarten einfach zum Alleskönner.

Wer sich zumindest schon einmal angeschaut hat, was EA mit Battlefront auf den Bidlschirm bringt, der wird von der unglaublich einnehmenden Präsentation begeistert werden. Explosionen erhellen den Horizont und alles fühlt sich unglaublich authentisch und den Filmen nachempfunden an. Helden-spezifische Vehikel, wie der Milenium-Falke oder der Slave I, sind ein offensichtliches Highlight in den Matches und sie dürfen unabhängig von der Zeit, zu der ein spezieller Konflikt spielt, gewählt werden. Puristen könnte das ein wenig aus den Spielfluss reißen, aber den meisten Spielern dürfte das einfach nur einen Heidenspaß machen. Was sicher niemanden frustrieren wird, ist das Level an Details, das die drei Studios in jedem ihrer Spielmodi eingebaut haben. Was Star Wars Battlefront II visuell schafft, ist wirklich nichts anderes als beeindruckend.

Auch vom Gameplay her schafft das Game einen bleibenden Eindruck. Im Starfighter Assault verändert sich das Spieltempo im Vergleich zum Deathmatch dramatisch aber es ist noch immer ein gutes Gefühl, aus dem Cockpit auszusteigen und wieder festen Boden unter den Füßen zu haben. In jedem Spielmodi wählen wir unterschiedliche Klassen und passen sie so an, wie wir spielen wollen. Die Kämpfe auf engstem Raum haben uns auf der E3 eingenommen, doch die Gamescom stand unter einem anderen Stern und mit Starfighter Assault spricht EA ein anderes Publikum an. Wir mochten beides sehr und können es mittlerweile kaum noch abwarten, mehr von Star Wars Battlefront II zu sehen, wenn es am 17. November endlich für PC, PS4 und Xbox One erscheint.

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