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Mittelerde: Schatten des Krieges

Mittelerde: Schatten des Krieges - Kampf mit dem Balrog

Wir haben schon über den Online-Modus von Schatten des Krieges gesprochen, aber jetzt geht es um die Kampagne und ja... wir haben gegen einen Balrog gekämpft.

Anfang August haben wir bereits ausgiebig über Monoliths Online-Pläne für das ambitionierte Sequel zu Mittelerde: Mordor's Schatten geschrieben. In dieser Vorschau soll es jedoch um die Story-Elemente und die Inhalte aus dem End-Game gehen, denn das ist in dem sonst großartigen ersten Spiel eindeutig zu kurz gekommen.

Mittelerde: Schatten des KriegesMittelerde: Schatten des Krieges

Auch wenn wir immer wieder kleine Teile der Geschichte gezeigt bekommen haben, insgesamt wirkt doch alles noch sehr geheimnisvoll. Während wir mit dem Kreativteam über die Entwicklungen der Geschichte sprachen, durften wir gegen einen furchteinflößenden Balrog kämpfen (ohne die Hilfe des mächtigen Gandalf). Bevor wir zu dem beeindruckenden Kampf zwischen Mann und Dämonen kommen, haben wir Michael de Plater gefragt, was ihm an Talions neuen Abenteuer am meisten gefällt. De Plater weist auf das Ökosystem von Mordor hin und die vielen Möglichkeiten, die auf unseren Reisen durch das vollmundige Nemesis-System entstehen.

Einer der epischsten Momente aus der Peter Jackson-Trilogie ist die Begegnung mit dem dämonischen Balrog in Moria und dass Mittelerde: Schatten des Krieges mit diesem Monster spielt, erzeugt eine sehr hohe Erwartungshaltung. Leider war unsere Begegnung mit dem Balrog nicht ganz so spektakulär, wie wir uns das gewünscht haben. Die Optik und das Design waren beeindruckend, aber der Kampf gegen eine der teuflischsten Kreaturen von Mittelerde wirkte eher wie einer dieser klassischen Plattform-Schurken der Neunziger. Leuchtenden Schwachpunkten schrien nach Aufmerksamkeit und nach kurzer Zeit und relativ wenig Aufwand, war das Vieh direkt erlegt. Nach der ersten Hälfte des Kampfes erscheint eine geheimnisvolle, mystische Kreatur und bietet ihre Hilfe an und plötzlich verschwindet sämtliche Taktik und da ist nur noch wildes Knöpfchendrücken. An diesem Aspekt des Spiels muss noch viel gearbeitet werden, damit es die Epik einfängt, die die Vorlage ausstrahlt.

In der Geschichte selbst, wird Shelob eine große Rolle spielen. Shelob ist das Gegenstück Mordors zur magischen Galadriel und sie hat ganz ähnliche Kräfte. Im Gegensatz zur originalen Trilogie soll ihre Figur eher in einem Graubereich angesiedelt werden und nicht einfach nur böse sein. Es wurden Vergleiche zur Das Lied von Eis und Feuer-Adaption von Game of Thrones gezogen, denn die Charaktere haben komplexere Persönlichkeiten mit vielen Ebenen bekommen und sind nicht nur klassische Heldenfiguren, wie Gandalf und Aragorn

Mittelerde: Schatten des KriegesMittelerde: Schatten des Krieges

Für die Geschichte ist das ein interessanter Ansatz, denn die Bücher und die Filme teilen die Welt von Mittelerde wesentlich strikter in Gut und Böse auf. In Mittelerde: Schatten des Krieges zeigt sich das auch beim Nemesis-System und den Festungen, bei denen ehemals böse Charaktere mit uns Seite an Seite kämpfen. Im Vergleich zu dem enttäuschenden Balrog-Kampf ist dieser Modus eindeutig interessanter.

Zusammen mit den neuen Online-Elementen sollen die Spieler motiviert bleiben und das auch noch nach dem Abspann. Das Nemesis-System soll dafür sorgen, dass die Welt lebendig wird und eine eigene Identität erhält. Die Schatten-Kriege sind eine Art umgekehrter Eroberungsmodus, bei dem der Feind unsere Festungen noch lange nachdem die Story abgeschlossen wurde zurückerobern will. Wir müssen plötzlich mehrere unterschiedliche Gebiete verteidigen und die Invasoren zurückdrängen. Das ist unabhängig von der Geschichte eine schlaue Möglichkeit der Welt zusätzliche Tiefe zu verleihen. Wie schnell das langweilig wird muss sich jedoch erst noch zeigen, aber es klingt reizvoll.

Mittelerde: Schatten des Krieges gehört ohne Zweifel zu den größten und vielversprechendsten Spielen, die im Herbst auf uns zukommen. Das Online-System ist ein Schritt in die richtige Richtung, die Geschichte dürfte um einiges interessanter werden und die Einführung von Schatten-Kriegen heizt den Hype zusätzlich an. Trotz des enttäuschenden Kampfes gegen den Balrog, hatte ich viel Spaß in meiner Anspiel-Session. Die Welt hat sich großartig angefühlt und ich freue mich auf den Oktober.

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