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Total War: Warhammer II

Total War: Warhammer II - Eindrücke aus der Skaven-Kampagne

Wir haben unsere Klauen um die neu angekündigte vierte Rasse der Strategie-Fortsetzung geschlagen.

Zuerst hat uns The Creative Assembly einen Eindruck der Echsenmenschen gegeben, anschließend die Hoch- und Dunkelelen vorgestellt und nun sind die Skaven an der Reihe. Vielen alten Völkern gelingt der Schritt in die Digitalisierung und Total War: Warhammer II wird dadurch für Freunde der Fantasy-Welt immer interessanter. Ich habe eine lange, persönliche Beziehung zu den Skaven. Sie reicht zurück bis Warhammer: Im Schatten der gehörnten Ratte, einem Strategie-Spiel, das der Total War-Reihe vorangegangen ist und sie zweifellos beeinflusst hat. Jetzt halten die Skaven Einzug in Total War: Warhammer II und das sehr stilvoll.

Total War: Warhammer IITotal War: Warhammer II

Gleich bei der Einführung ist mir aufgefallen, wie viel Mühe sich die Entwickler bei der Gestaltung der Skaven gegeben hat. Genau wie bei den Echsenmenschen hat Creative Assembly wirklich alles gegeben, um jede der vielen Einheiten eine eigene Identität zu geben. Die asymmetrischen Armeen werden auf eine neue und interessante Art erweitert und damit auch die Menge an Möglichkeiten, die dem Spieler zur Verfügung steht (was bei den Entwicklern für reichlich Kopfschmerzen auf der Suche nach der richtigen Balance sorgen dürfte), erhöht.

Creative Assembly hatte ganz sicher Spaß damit, die Skaven zu entwickeln. Die Armee der verschwörerischen Ratten hat ein paar Tricks im Ärmel und verbreitet die Pest auf der ganzen Karte. Sie haben gute Chancen gegnerische Armeen in Hinterhalte zu locken und überzeugen dann vor allem mit ihren einzigartigen Einheiten. Die Gegner sind meist dazu gezwungen, verlassene Städte zu durchforsten, um sicherzustellen, dass die Ratten nicht schon längst dort eingezogen sind. Klingt doch nach einer verlockenden Möglichkeit für fiese Fallensteller, oder? Dieser kleine Trick zeigt sich nicht nur auf der Kampagnen-Karte, sondern spiegelt sich sogar auf dem Schlachtfeldern wider. Hier gräbt man sich direkt vor den überraschten Gegnern einfach aus der Erde und nutzt das Überraschungsmoment, um Formationen auseinanderzubrechen.

Die Geschichte konzentriert sich wieder auf den ominösen Vortex, der über Ulthuan schwebt. Die Skaven haben ihre ganz eigenen Motive und befinden sich im Kampf mit den anderen drei Fraktionen. Laut Game Director Ian Roxburgh wird die Skaven-Geschichte einzigartig sein und zu der Sandkastenkampagne passen. „Wir haben mehr in Warhammer II gemacht, als in jedem anderen Total War-Spiel.", erzählte uns Roxburgh auf dem Anspielevent. „Wir haben Missionen und Quests und alles passt zur Geschichte. Man muss sich darum nicht kümmern und hat immer noch die Sandkasten-Kampagne. Ihr könnt sie sogar generisch spielen, aber wer das gewisse Extra will, darf voll und ganz in die Welt von Warhammer eintauchen, die [In-Game-]Filme schauen und mit die Vortex-Ritualen ausführen."

Total War: Warhammer IITotal War: Warhammer II

Die Einheiten sehen großartig aus, aber schon ein bisschen widerlich, wie sie so schnell über die Karte wuseln. In der Kampagne durften wir in einer einzelnen Schlacht, Rod of Corruption genannt, einige der höherrangigen Einheiten erleben, die am Anfang der Kampagne noch nicht verfügbar waren. Die Eröffnung der Kampagne überzeugt mit toller Sprachausgabe, wunderschönem Artwork und fantastischer Atmosphäre. Abschließend lässt sich die Kampagne noch nicht beurteilen, da sich alles nur um die Skaven drehte und der Anfang ebenso ablief, wie bei jeder anderen Kampagne von Total War.

Ein Feature das ich mir ein wenig genauer ansehen konnte, war das Loyalitäts-System, das die hinterhältigen Ratten noch ausdrücklicher definiert. Ich suchte mir einen neuen General für meine zweite Armee und wurde sofort darüber informiert, dass der Rattenchef mit der Planung einer Intrige begann. Ich kann mir vorstellen, dass einige ausgeklügelte Pläne durch die inneren Streitigkeiten grandios scheitern. Das mag dann frustrierend sein, aber gibt der Rasse eine starke Persönlichkeit und ein gewisses Element des Nervenkitzels.

Nach der Anspielsession konnten wir noch mit Al Bickham von Creative Assembly sprechen, der einige der neuen Features für uns zusammenfasste. Gesondert hervorgehoben hat er die Rituale, die unsere Armee für zehn Runden lang anspornt und das entstandene Chaos für opportunistische Angriffe nutzt. Während der Kampagne wird es dazu häufiger kommen und natürlich erscheint kurz nach der Veröffentlichung noch eine zweite Kampagne, die das Spiel zusätzlich erweitert. Insgesamt scheinen die Skaven ein schöner Neuzugang für Warhammer II zu werden. Die fiesen, kleinen Monster sind eine hübsche Alternative, um die Kampagne völlig anders zu erleben. Das Spiel erscheint am 28. September für PC.