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Absolver

Absolver - Anspieleindrücke

Slocaps Online-Brawler hat einige großartige Ideen, die wir schon vor dem offiziellen Start ausprobiert haben.

  • Text: Sam Bishop

Publisher Devolver Digital hat im Juni seine eigene Show für Indie-Games geschmissen, direkt gegenüber der E3 auf einem Parkplatz. Unter den Spielen die sie dort gezeigt haben befand sich auch das mystische Kampfspiel Absolver von Slocap. In dem Titel kämpfen die Spieler online im Nahkampf gegeneinander, ganz ähnlich zu - und dieser Vergleich muss irgendwann fallen - Ubisofts For Honor.

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Absolver steckt uns in die Stiefel eines sogenannten „Prospect", der seine Fähigkeiten unter Beweis stellen muss, bevor er sich der Elite der Absolver anschließen darf. Die Story spielt momentan noch eine untergeordnete Rolle und es gibt auch keinerlei Erzählstrang dem wir folgen. Wie Creative Director Pierre Tarno uns erklärte, werde hingegen der Koop-Modus mit einer Rahmenhandlung auftrumpfen.

Zwei der gefürchteten Gamereactor-Kämpfer wurde das Spiel von Tarno höchstpersönlich vorgestellt. Er erklärte uns auf dem Anspielevent wie gekämpft wird, denn das ist natürlich der Kern von Absolver. Im Gefecht wechseln wir jederzeit zwischen vier Stellungen - vorne links, vorne rechts, hinten links und hinten rechts - jeweils abhängig von unserer Position in Relation zu der des Gegners. Jede Kampfhaltung hat ihre eigenen Angriffsmöglichkeiten und wir müssen lernen, wann wir welche Technik nutzen.

Wildes Knöpfedrücken wird kaum zum Erfolg führen, gut durchdachte Attacken sind da wesentlich effektiver. Tarno erzählte uns, dass Dark Souls eine der Inspirationsquellen war und das bemerken wir unter anderem beim Ausdauermanagement. Sicherzustellen dass genügend Energie für den nächsten Angriff bereitsteht und wir - was mindestens genauso wichtig ist - uns noch zurückziehen können, ist absolut überlebenswichtig.

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Das wird zusätzlich dadurch unterstützt, dass wir stärkere Attacken ausführen, wenn wir im richtigen Zeitpunkt erneut zuschlagen. Dargestellt wird das durch einen gelb blinkenden Kämpfer, wobei das Timing hierbei eher ein Indikator ist - verinnerlichen müssen wir das schon selbst. Es gibt außerdem die Option Schläge anzutäuschen und das kann ganz schön fies sein. Unterschiedliche Strategien und Kombinationen der einzelnen Bestandteile gehen flüssig ineinander über, das gilt natürlich auch für das Ausweichen.

Zu all diesen Punkten müssen wir noch die unterschiedlichen eigenen Fähigkeiten der Kämpfer hinzurechnen, deren Einsatz vom richtigen Zeitpunkt abhängt. Eine Klasse pariert bei perfektem Timing Angriffe, ein anderer Kämpfer absorbiert Schaden und erhält dadurch Gesundheit, falls es ihm gelingt, schnell zu kontern. Die richtige Wahl des Kämpfers ist also ebenso wichtig und sollte mit Sorgfalt gewählt werden. Ihr seht, in Absolver steckt viel Spieltiefe, die wir uns in langen Trainings-Sessions aneignen können. Wir sind gegeneinander angetreten und der Kampf ist aus Sicht eines Anfängers ganz nett. Allerdings scheint es dem Titel aktuell noch an Abwechslung zu fehlen. Es gibt zwei Angriffe (Quadrat und Dreieck) und selbst mit unterschiedlichen Kampfstellungen und den Spezialfähigkeiten (von denen eine sogar eine Waffe herbei beschwört), wirken diese zwei Angriffstypen ein wenig eingeschränkt.

All diese Attacken lassen sich anpassen, miteinander kombinieren und in den Menüs personalisieren. Besonders cool ist die Möglichkeit, fremde Attacken zu erlernen. Sollten wir einen Angriff noch nicht kennen, genügt es gegen einen fremden Kämpfer anzutreten und die fehlende Fertigkeit im Kampf zu sehen. Selbst die fortgeschrittenen Kampfstile lassen sich auf diese Weise (zwar sehr langsam) erlernen. Tarno hat uns zum Beispiel den Stil des betrunkenen Boxers vorgeführt, der ganz andere Angriffsarten nutzte, als jene die uns am Anfang zur Verfügung stehen.

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Man kann nicht nur Freunde oder Fremde verprügeln, sondern auch im Koop-Modus gegen die KI antreten. Eine Art Free-for-All-Match gibt es ebenfalls, dort erkunden wir die Welt, aktivieren Checkpoints und bekämpfen gleichzeitig mehrere Gegner. Das ist eine ganz eigene Herausforderung, da wir stets aufpassen müssen, nicht von einem Flankenangriff überrascht zu werden. Diese Spielmodi lassen sich mit einem Rademü an- oder ausschalten, was zuerst ein wenig ungelenk wirkt, aber nach einer Weile in Fleisch und Blut übergeht. Durch diese Menüführung wechseln wir schnell zwischen Koop und den Duellen hin und her, große Wartezeiten zwischen PvP- und den PvE-Kämpfen gibt es nicht.

Insgesamt hat Absolver einige vielversprechende Elemente zu bieten, wie etwa die Möglichkeit Angriffe anzupassen oder zu kombinieren. Dass die Kämpfe funktionieren und dass man sich darin verlieren kann, dessen sind wir uns schon jetzt sehr sicher, doch wir sorgen uns etwas um die Abwechslung. Wir hoffen der Koop-Modus taugt was und beschäftigt die Spieler lange genug, denn die Kämpfe reichen vermutlich nicht aus, um die Spieler dauerhaft im PvP-Modus zu halten. Absolver soll zum Ende des Monats für PC und PS4 erscheinen.