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God of War

God of War

Im alten Griechenland gibt es keine alten Götter mehr, deshalb widmet sich der wütendste Mann auf der Welt nun der nordischen Mythologie.

Es ist einige Jahre her, seit Kratos Rache genommen hat und damit quasi alles und jeden, der je in der griechischen Mythologie erwähnt wurde, ausradiert hat. Doch Fans des wütenden Spartaner wird es ohnehin freuen, dass eine komplett neue Mythologie auf den Geist aus Sparta wartet. Der bleiche und muskulöse Kriegsherr wird sich im nächsten Jahr wieder auf die Reise begeben, diesmal zieht es ihn in den Norden. Das bedeutet gefährliche Eisriesen und riesige Wölfe in dichten Nadelwäldern. Und es tauchen Götter wie Odin, Loki und all ihr Freunde auf, die ganz oben auf Kratos' Abschussliste stehen. Ich hoffe dein Hammer ist versichert, Thor.

God of WarGod of War

Das neue God of War wird kein Reboot im typischen Stil, es wird ein Neustart für das Franchise und seinen Protagonisten. All die grauenhaften Ereignisse aus Kartos' Vergangenheit sind trotzdem geschehen. Im neusten Trailer sehen wir den kräftigen Mann auf eine Vase starren, auf der er abgebildet ist, wie er über einen Stapel Leichen steht. Er versucht seine Vergangenheit hinter sich zu lassen. Er hat sich einen erstaunlich männlichen Bart stehen lassen und wird nun von Christopher Judge vertont, den ihr vielleicht von Stargate SG-1 kennt.

Kratos hat sich im Norden niedergelassen und seinen Sohn Artreus aufgezogen. Ja, richtig gehört: Kratos ist Papa geworden. Vater des Jahres wird der Typ so schnell sicher nicht werden, aber Vater und Sohn sind nun mal in dem eisigen Land auf sich allein gestellt und müssen zusammenarbeiten. Kratos ist in dieser Welt ein Fremder und versucht seinen Nachwuchs vor Monstern und göttlichen Wesen zu beschützen; natürlich möglichst ohne, dass die Sünden des Vaters an seinen Sohn weitergegeben werden. Laut Game Director Cory Barlog dreht sich alles um die Beziehung der beiden. Kratos will seinem Sohn beibringen, wie man sich als Gott benimmt, Atreus zeigt ihm im Gegenzug, wie man wieder menschlich wird.

Atreus ist immer noch ein Kind und nicht in der Lage, alleine in der harschen Wildnis zu überleben. Er hat nie getötet oder gejagt und Kartos hält das für eine Schwäche. Im Trailer sehen wir, wie der Junge seinen Bogen auf einen Hirsch anlegt, ihn jedoch verfehlt. Kratos schreit den Jungen an und reißt ihm den Bogen aus der Hand, bevor ihm klar wird, dass er überreagiert. Atreus lernt schnell von seinem Vater und ist in den meisten Situationen eine echte Hilfe. Die Beziehung zwischen den beiden ist die Grundlage für die Geschichte und spiegelt sich in allem wieder. Man sieht schnell Parallelen zwischen dem Spartaner und seinem Sohn und Joel und Ellie aus The Last of Us.

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Es gibt einen kontextsensitiven Knopf für Atreus, mit dem wir den Jungen dazu veranlassen, Schalter zu betätigen, Klippen zu erklimmen oder bei Rätseln zu helfen. Sein Haupteinsatzgebiet sind aber die Kämpfe, bei denen er seinen wütenden Vater unterstützt. Ich hatte erst Bedenken, den Babysitter in den intensiven Actionsequenzen zu spielen, aber Barlog versichert uns, dass der Junge kein Hindernis für das Gameplay darstellen wird. Er kann ganz nämlich gut auf sich selbst aufpassen.

Das blutige Gemetzel sieht spektakulär aus. Kratos ist vielleicht älter und ein wenig langsamer geworden, aber immer noch ein echter Kämpfer und stinksauer. Er hat seine Chaosklingen in Griechenland zurückgelassen und führt stattdessen eine blauglühende Axt mit sich, die Bommerang-artige Qualitäten aufweist. Kratos hackt mit der Waffe in seine Gegner, zerschneidet und köpft sie einen nach dem anderen auf und wirft seine Axt in die Schädel weitentfernter Feinde. Danach verprügelt der Spartaner seine Widersacher mit seinen blanken Fäusten und bricht ihnen das Genick, während er sich gleichzeitig mit seinem Schild schützt.

Plötzlich - mitten in der Combo - kommt seine Axt zurückgeflogen und er hackt seinem Feind die Gliedmaßen damit ab. Absolut brutal und gleichzeitig irgendwie auch witzig wird das hier inszeniert. Dieser Wahnsinn ist für die Serie natürlich nichts Neues, aber die Gewalt scheint diesmal ein wenig gerechtfertigter. Er kämpft nicht gegen alles und jeden, sondern verteidigt seinen Sohn. Das ist zumindest nachvollziehbar.

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Die Charakterentwicklung ist nicht die einzige Neuheit. Während die früheren Teile ziemlich linear waren und wir keine manuelle Kontrolle über die Kamera hatten, wird es laut Barlog eine riesige Spielwelt geben, deren gefrorenen Einöden, wunderschönen Fjorde und dichten Sümpfe die Spieler erkunden dürfen. Abseits des Weges warten Geheimnisse und Ressourcen auf uns, doch jeder Zentimeter ist gefährlich und beherbergt viele mystische Monster. Der E3-Trailer endete mit dem Auftauchen des Jörmungandr, der Weltschlange, die der Sage nach lang genug ist, um die gesamte Welt zu umspannen. Ich freue mich schon darauf ihr gebührend vorgestellt zu werden.

Dieses neue und verbesserte God of War sieht nach dem nächsten großen Schritt für den blutrünstigen Spartaner aus. Uns hier bei Gamereactor hat die Ankündigung des Spiels im letzten Jahr förmlich weggeblasen und es ging uns mit dem neuen Trailer ganz ähnlich. Wir mochten die Reihe schon immer wegen ihrer Mythologie, aber das Gameplay hat sich doch sehr wiederholt. Kratos war immer der unsympathische Psychopath und nach sechs Teilen wird es Zeit für ein neues Erscheinungsbild und genau das könnten wir mit seinem neusten Abenteuer bekommen. Mit einer spannenden Geschichte, der wunderschönen nordischen Wildnis, der überarbeiteten Action und hunderten von neuen Monstern, bin ich von dem neuen Kapitel der God of War Reihe doch ziemlich begeistert. Schärft eure Äxte und hört auf euch zu rasieren, denn wir gehen mit Kartos und seinem Sohn Anfang nächsten Jahres auf Götterjagd.