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Titanfall 2

Titanfall 2

Wir haben in London eine Runde mit dem neuen Respawn-Shooter verbracht - und Paul wollte einfach nicht aufhören, auf der PS4 zu zocken.

  • Text: Paul Davies

Der langersehnte Nachfolger des ehemals exklusiv für Xbox One erschienenen Titanfall, könnte auf dem EA Play Event in London nur auf der PS4 gespielt werden. Der Grund sei, versicherte uns EA, weil man die Nachricht verbreiten wolle, dass der Shooter auch für die Sony-Konsole erscheint. Aber Titanfall 2 wird natürlich auch auf der Xbox One und PC großartig.

Und ja, Titanfall 2 ist großartig - als hätte es da je Zweifel gegeben. Neben der unglaublich schnellen Präsentation in 60 FPS tragen vor allem kaum wahrnehmbare atmosphärische Effekte zum guten Gefühl bei. Insgesamt läuft das Spiel wirklich sehr geschmeidig mit überlegen schicken Lichteffekten, die für realistischer aussehende Karten sorgen. Ich durfte mich "nur" am Multiplayer versuchen - und dort an einem neuen Modus mit dem Namen "Bounty". Leider wollte niemand mit uns über die Einzelspielerkampagne sprechen. Nicht weiter schlimm allerdings, wenn so viel neues im PvP-Modus zu finden ist.

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Es sind auch ein paar neue Waffen dazugekommen: ein Schrotflinte für große Distanzen mit dem Namen Mastiff und eine Titanfall-Variante der doppelläufigen Nagelkanone aus Quake.

Es gibt jetzt sechs neue Varianten der Titans, von denen einer noch geheim ist. Wir durften Scorch und Ion übernehmen - letzterer ist eine energiebasierte Einheit mit Schild, Laserkanone und Stolperdraht. Scorch dagegen kann ein Hitzeschild hochhalten, Feuerfallen aufstellen und eine Feuerwand erschaffen, die alles versengt, was diese lodernde Linie überschreiten will. Dieses Mal gibt es noch einen weiteren coolen Aspekt bei den Titans: Sie können aufgeladen und repariert werden, indem man Batteriepakete aufsammelt oder mit dem "nackten" Piloten an Bord springt, um das Ding manuell einzusetzen. So fühlen sich die Mechkämpfe mehr nach einer Teamanstrengung an und die neue Engineer-Klasse hält alle im Kampf.

Es gibt auch unterschiedliche Typen von Piloten mit einzigartigen Fähigkeiten, die dann beeinflussen, wie sie auf dem Schlachtfeld erscheinen. Es gibt einen Piloten mit Enterhaken, um schnell die Dächer zu erreichen anstatt kreativ um sie herumzuturnen. Ein anderer Pilot besitzt ein Hologramm, das als Ablenkung, während ein weiterer mit seinem Pulse-Gadget das gegnerische Team aufdeckt. Ich habe hauptsächlich als Frontschütze mit dem Enterhaken gespielt, um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie groß sein Einfluss auf die Free-Running-Parcours-Nummer ist. Man musste dafür im Original schon gute Reflexe haben, aber wartet ab, bis ihr an dem Draht auf die Dächer stolpert und euch für den nächsten Hundert-Meter-Sprung orientieren müsst. Kombiniert mit Raketensprüngen und Wandläufen... und vergesst das Atmen nicht. Es sind auch ein paar neue Waffen dazugekommen: ein Schrotflinte für große Distanzen mit dem Namen Mastiff und eine Titanfall-Variante der doppelläufigen Nagelkanone aus Quake.

Zurück zum Bounty-Modus. Der funktioniert ähnlich wie Attrition - also eine Art Standard-PvP mit zusätzlichen KI-Einheiten für Multikills und damit man sich besser fühlt. Der große Unterschied sind jetzt die Punkte, die zwingend eingenommen werden müssen. Die Zonen sind auf der Karte markiert und werden von Spielern und CPU-Einheiten verteidigt. Wenn alle KI-Gegner zerstört wurden, erscheint ein Boss-Titan, auf den ein Kopfgeld ausgesetzt ist. Erledigt den Boss und entkommt mit dem Kopfgeld. Ganz einfach, theoretisch jedenfalls.

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Man muss seine Kumpels in den Titans im PvP in der Action halten, denn sie werden für den Boss gebraucht.

Das Schöne am Bounty-Modus ist, dass die Spieler sich auf bestimmte Zonen konzentrieren und nicht Jeder gegen Jeden zockt. Man muss seine Kumpels in den Titans in der Action halten, denn sie werden für den Boss gebraucht. Und es gibt ein paar schöne Gelegenheit für Rodeokills, wenn die Piloten mit dem Boss beschäftigt sind. Titanfall 2 liefert ein sehr intensives Erlebnis.

Wir durften nur auf der Boomtown-Map spielen. Typisch Titanfall, mit verfallenen Gebäuden und zurückgelassener militärischer Ausrüstung, auf der man herumklettern kann. Es scheint mal eine Vorstadt gewesen zu sein, mit Straßensperren, die man als Deckung nutzen kann und Bäumen zum klettern. Es gibt in manchen Ecken zudem Mega-Geschütztürme, die man nur zerstören, aber nicht am Turm selbst ausschalten kann - vermutlich liegt das am Modus und sie sollen einfach nur die feindlichen Piloten aus der Zone fernhalten. Sonst ist alles übliches Titanfall-Gelände: Engpässe an Hochstraßenkreuzungen, labyrinthartige Innenräume und extrem weite Sichtlinien, die einen in Bewegung halten. Und da ist natürlich die mentale Umstellung, wenn man vom Piloten zum Titan wechselt.

Titanfall 2 ist absolut eine Evolution im Vergleich zum Vorgänger - und schon die Vorlage war bahnbrechend. Das sagt viel über das Spielerlebnis aus, das es so vital und erfrischend wirkt, obwohl ja durchaus leckere Alternativen wie Overwatch und Battlefield 1 locken.

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