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News

EA schließt Visceral Games

Amy Hennigs Star Wars-Spiel ist davon betroffen.


Visceral Games und EA haben uns in den vergangenen Monaten nicht sonderlich viel über ihr zweites Star Wars-Spiel verraten, was man nachträglich vielleicht als Zeichen sehen könnte. Das Action-Adventure mit dem Fokus auf eine packende Geschichte gehörte trotz der geringen Informationen zu einem der antizipiertesten Spiele in der Gaming-Landschaft und einer der Hauptgründe für diesen Vertrauensbonus war Amy Hennig, eine der Gründerinnen der Uncharted-Serie und verantwortliche Autorin des Spiels. Habt ihr gemerkt, dass wir in der Vergangenheit schreiben? Das hat leider seinen Grund.

Electronic Arts hat am Abend die Schließung des bekannten Studios kommuniziert. Grund dafür ist EAs wandelnder Fokus vom Einzelspieler-Kernkonzept auf "Spiele als Dienstleistung". Um Patrick Söderlund von EA direkt zu zitieren:

"Es wurde klar, dass wir ein entsprechendes Design benötigen, wenn wir ein Spielerlebnis abliefern wollen, das Spieler für eine lange Zeit erleben und zu dem sie regelmäßig wiederkehren wollen. Wir werden die beeindruckenden Grafiken, die Authentizität im Star Wars-Universum und den Fokus darauf, diese Star Wars-Geschichte zum Leben zu erwecken, aufrechterhalten. Noch wichtiger als es jedoch, dass wir das Spiel einem größeren Publikum zugänglich machen, das mehr Varianz und Spieler-Vermittlungen erlaubt [und sich] die Kapazitäten unserer Frostbite-Engine leiht, um mit den zentralen Elementen des Spiels ein Star Wars-Abenteuer zu [erschaffen], das für Erkunder eine größere Tiefe und Breite bietet."

Das Team von Visceral wurde nicht in Hinblick auf diese Szenarios gegründet, weshalb firmeneigene Studios wie EA Vancouver schon vor ein paar Monaten die Entwicklung übernahmen. Natürlich ist eine solche Veränderung im Kernkonzept nichts, auf das man so einfach aufbauen kann, weshalb wir vermuten, dass die neuen Mannschaften fast komplett bei Null anfangen müssen. Das ist sicher auch einer der Gründe, warum EA das Spiel von 2019 auf ein unbekanntes Datum verschoben hat. Steve Anthony (der Producer von Battlefield: Hardline, Army of Two: The Devil's Cartel und vieler anderer EA-Spiele) ist nun als Projektchef gelistet.

Glücklicherweise verlieren die Angestellten von Visceral durch die Schließung des Studios nicht ihre Jobs, sondern wurden bereits von anderen Entwicklerteams aufgefangen. Amy Hennig selbst wird wohl einfach weiterziehen, denn wie wir von Quellen, die mit der Lage vertraut sind, erfahren haben, gebe es bereits weitere Projekte, die Hennings Aufmerksamkeit auf sich ziehen konnten. Hoffentlich bedeutet das, dass wir ihr Talent als Autorin in Zukunft wieder erleben dürfen - selbst wenn es nicht unbedingt auf ein Star Wars-Spiel bezogen sein muss. Was sagt ihr zu diesen plötzlichen Entwicklungen?