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LESERKRITIK

Assassin's Creed

Lange hatte man darauf gewartet. Endlich ein Spiel, welches die neue Konsolengeneration in eine neue Richtung lenken sollte. Und hat es das geschafft: Definitiv nicht!
Zu Beginn, die Geschichte ist sehr eigenartig. Allein schon die Art, dass man durch eine Maschine die Erinnerungen seiner Vorfahren spielen muss, ist zwar neu, aber verursacht ein komisches Gefühl, während des Spielens. Man spielt also jemanden in der Zukunft - genannt Desmond Miles - , der wiederum durch den "Animus" Erinnerungen seines Vorfahren "Altair" erlebt. Also ein Spiel im Spiel. Die gesamte Handlung ist ähnlich verwirrend, bietet kaum Erklärungen und streut immer weitere Rätsel, die dem Spieler mehr schlecht als recht im Magen liegen. Auch das Ende ist so plötzlich und verwirrend, sodass man sich stark vor den Kopf gestoßen fühlt.
Auch das Gameplay lässt zu wünschen übrig. Zwar ist es ein Open-World Game, trotzdem hat man kaum Freiheiten eine Mission nach persönlichen Anliegen zu bestreiten. Immer wieder belauscht man Personen, folgt ihnen, entlockt ihnen Geheimnisse, die zur erfolgreichen Ermordung deines Ziel führen. Und das bei etwa 7 Zielen. Immer nach demselben Prinzip. Spätestens nach dem 3. Mord stellt sich dann eine Unzufriedenheit ein, die mit jedem weiteren erledigten Aufgabe weiter wächst. Das ist auch nicht verwunderlich, haben doch die Entwickler selbst für keinerlei Abwechslung gesorgt, wie verschiedene Vorgehensweisen oder zumindest suchbare Items. Das Spiel bietet nichts außer töten, klettern und flüchten, und man wird dabei eiskalt an der Hand geführt.
Trotz dieser erheblichen Mängel, sieht das Spiel jedoch fantastisch aus und fängt die mittelalterliche Atmosphäre der Kreuzzüge gut ein. Auch das uneingeschränkte Klettern in Städten macht gerade anfangs noch großen Spaß. Auch die Spielwelt wirkt lebendig durch die vollen Gassen, in denen man gern in der Menge untertaucht, um von Wachen Schutz zu suchen.
Trotzdem schafft es das Spiel, selbst wenn es mal unterhaltsam ist, die Hoffnungen und Träume des Spielers zu zerstören und stößt ihn ständig aus der interessanten, alten Welt in eine langweilige, moderne Welt.
Man wird immer wieder enttäuscht, doch zum Glück bietet das Ende viel Freiraum für einen Nachfolger.

Durchschnittswertung: 6/10
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