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Kritiken
Injustice: Götter unter uns

Injustice: Götter unter uns

Prügelspiele gibt es wie Sand am Meer. Texte mit dieser Floskel zu beginnen, ist so verboten wie das Rauchen auf dem Schulklo. Aber es stimmt leider.

Es gibt gefühlt 23.666 Prügelspiele für Xbox 360, PS3 und PC, wobei nur die allerwenigsten wirklich so richtig gut sind. Richtig gut definiert sich übrigens in der Regel dadurch, dass das Kampfsystem ausgefeilt bis ins Detail ist und Spieler mit zu viel Freizeit und ohne weiteres Sozialleben gnadenlos bevorteilt. Denn niemand sonst wird in der Lage sein, gut genug im neusten Dead or Alive, Soul Calibur oder Street Fighter zu werden.

Dann gibt es aber auch jene Prügelspiele, die im Kern über ein gutes Kampfsystem verfügen, aber keine unmenschlichen Skills voraussetzen, um Spaß mit ihnen zu haben. Sie schieben stattdessen den Unterhaltungsfaktor in den Vordergrund. Injustice: Götter unter uns gehört zu diesen Games. Es verfügt über ein gut funktionierendes, solides und trotzdem ausgefeiltes Kampfsystem - immerhin kommt es von den Mortal Kombat-Machern Netherrealm. Und es lässt uns mit Batman gegen Superman antreten. Oder gegen Deathstroke, Green Arrow und den Joker. 24 Charaktere sind am Start und die Downloadinhalte schon geparkt.

Injustice: Götter unter unsInjustice: Götter unter uns
Flüssige Animationen und passende Spezialfähigkeiten machen es für Comic-Fans zu einem schönen Erlebnis, mit ihren Helden mal auf eine etwas andere Art unterwegs zu sein.

Die Optik der Charaktere ist gut gelungen. Flüssige Animationen und passende Spezialfähigkeiten machen es für Comic-Fans zu einem schönen Erlebnis, mit ihren Helden mal auf eine etwas andere Art unterwegs zu sein. Die 15 Arenen bieten eine visuell breite Vielfalt, die von der Bat-Höhle über Atlantis bis nach Metropolis reicht. Die Hintergründe sind nett animiert, was aber nicht nur dem Selbstzweck dient. Wir können Teile der Arenen nutzen, um unseren Gegnern Autos über den Kopf zu ziehen, Raketen entgegen zu schicken oder sie von Riesenwellen verschlucken zu lassen. Mit einem gezielten Tritt an der richtigen Stelle fliegen sie gar völlig aus der Arena raus in einen anderen Teil der Arena.

Das Wechseln der Arenen ist toll inszeniert und wird zum echten Game-Changer, weil die Menge an abgezogener Energie für den geprügelten Spieler schon verheerend ist. Man sollte aber allerdings genau hinschauen, wann man diese mächtigen Aktionen einleitet. Denn am Übergang vom ersten zum zweiten Energiebalken verpufft die mächtigste Kombo, wenn nur noch ein Ministück vom Balken vorhanden war. Das gilt für die Arena-Kicks ebenso wie für die Super-Moves, die man nach dem Auffüllen von vier Balken im Super Meter abfeuern kann. Die Supermoves sind kleine Sequenzen, die für jeden Charakter eine ziemlich irrsinnige Show abspulen. Superman fliegt bis ins Weltall, Wonder Woman wickelt ihre Gegner ein und Flash zerquetscht seinen Feind zwischen zwei Bussen. Will man nicht erleben müssen, ein Ausweichen bzw. Blocken dieser Attacke ist aber nur sehr schwer möglich.

Zusätzlich gibt es mit Clash noch eine einmalig einsetzbare Zusatzwaffe, um mehr Schaden auszuteilen oder etwas Lebensenergie nachzutanken. Daraus ergibt sich ein lustiges Minispiel, in dem man entscheiden kann, wie viele der vier Segmente seines Super Meters man gegen seinen Gegner einsetzen will. Schlau und im richtigen Moment eingesetzt, rettet einem Clash locker mal den Hals und das Match.

Injustice: Götter unter uns
Es gibt eine knapp vierstündige Story, die in langen Zwischensequenzen erzählt wird, die immer wieder nahtlos in Kämpfe übergehen.

Neben all den Spezialattacken und dem Zusatzirrsinn wartet aber eben auch eine gute Basis, die eine Kombination aus konventionellen Angriffen über ein Drei-Knopf-System und Griffen bzw. Kontergriffen via Schultertasten ermöglicht. Injustice spielt sich dadurch sehr ausbalanciert, wobei man sagen muss, dass die schnellen und trotzdem kräftigen Charaktere wie Batman, Superman oder Deathstroke deutlich überlegen wirken. Massige Kämpfer wie Bane, Cyborg oder Solomon Grundy teilen zwar heftig aus, sind aber einfach zu lahm. Und die ganz schnellen wie Harley Quinn oder Hawkgirl tendenziell zu schwach.

Injustice: Götter unter uns bietet eine Reihe von Spielmöglichkeiten. Es gibt eine knapp vierstündige Story, die in langen Zwischensequenzen erzählt wird, die immer wieder nahtlos in Kämpfe übergehen. Ist hübsch gemacht, aber bestenfalls ein Prolog für das eigentliche Spiel. Es gibt dazu Solo-Battles, in denen wir uns gegen eine bestimmte Zahl von Gegnern unter vorher festgelegten Bedingungen durchschlagen müssen. Nett gemacht, weil es schneller in die Action geht. Sehr hübsch sind die 240 Missionen im S.T.A.R. Lab. Dort warten spielrelevante Aufgaben, die tatsächlich dazu führen, dass man sich mit dem Kampfsystem intensiv und detailliert auseinander setzt. Die Kämpfe mit allen Charakteren sorgen für reichlich Herausforderung im Off und sind das bessere Tutorial.

Injustice: Götter unter uns
Das ist ein waschechtes Spaßprügelspiel, nicht mehr und nicht weniger.

Im Kern werden sich die meisten Spieler wohl länger mit dem Multiplayer beschäftigen wollen. Der bietet wenige Modi, gerade im Vergleich zur Konkurrenz. Aber das, was am Start ist, läuft reibungslos und ebenso fein wie offline. Und natürlich kann man auch gegen einen Freund auf der Couch antreten. Neben den konventionellen Prügeleien für zwei gibt es Matches für bis acht Spieler, die King of the Hill und Survivor aus dem Shooter-Sektor imitieren.

Bleibt die Frage, warum man das hier spielen sollte und nicht ein spielerisch überlegenes Dead or Alive, Soul Calibur V oder Tekken Tag Tournament 2? Nun ja, im diesem klassischen 2D-Prügler geht es eher um Spaß und Skills als Spaß durch Skills. Das Superhelden-Prügelspiel steht selbstbewusst neben einem Ultimate Marvel vs. Capcom 3, ohne dabei komplett in den knallbunten Super-Move-Irrsinn abzutauchen. Es sind genügend unterschwellige Zufallselemente im Spiel, die gestandene Prügelspieljunkies sicherlich immer wieder mal nerven dürften, aber am Ende dazu beitragen, dass ein bisschen Willkür auch eine Rolle spielt. Wobei auch hier der kontrolliert spielende Profi das Timing sicher immer im Auge und damit den Vorteil auf seiner Seite hat.

Injustice: Götter unter uns ist ein waschechtes Spaßprügelspiel, nicht mehr und nicht weniger. Es will gar nicht so viel können wie die technisch anspruchsvollen Kampfspiele. Es will unterhalten - und das tut es. Mit einer schönen Mischung, die nicht nur die Freunde des DC-Universums eine Weile bei Laune halten wird. Richtig negativ fallen nur die spärliche Sprachausgabe und das bisweilen eigenartige Balancing auf. Aber wer will schon mit Bane spielen?

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08 Gamereactor Deutschland
8 / 10
+
schöne Kämpferauswahl, völlig verrückt Supermoves, brauchbarer Story-Modus, feiner Multiplayer
-
etwas unbalacierte Kämpfer, Batman & Co. zu dominant
overall score
ist die Durchschnittswertung von Gamereactor. Wie hoch ist eure Wertung? Die Durchschnittwertung aller Gamereactor-Redaktionen wird aus den Wertungen in allen Ländern erhoben, in denen es lokalen Gamereactor-Redaktionen gibt