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Kritiken
Monster Boy and the Cursed Kingdom

Monster Boy and the Cursed Kingdom

Ein altes Sega-Maskottchen kehrt auf moderne Konsolen zurück, doch diesmal nimmt der Wonder Boy monströse Formen an.

  • Text: Kalle Max Hofmann
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Kaum eine Videospielfigur dürfte so bekannt sein wie Super Mario - für Nintendo ist eine solche Identifikationsfigur, die die Firma seit den 1980er Jahren begleitet, ein echter Glücksgriff. Sonys Playstation hatte dagegen nur mit der Beutelratte Crash Bandicoot mal kurzfristig so etwas wie ein Maskottchen. Und Segas blauer Igel Sonic genießt wenigstens seit den 1990er Jahren eine halbwegs durchgängige Bekanntheit.

Doch auch schon davor gab es einen Sympathieträger bei Sega, der in den Spielhallen, auf dem Sega Master System und später dem Mega Drive seine Fangemeinde aufbaute: Wonder Boy. In seiner ersten Inkarnation trat er in einem actionreichen High-Speed-Hüpfspiel auf, mit Wonder Boy in Monster Land erreichte die Serie mit leichten Adventure- und RPG-Anklängen ihren Kultstatus.

Nachdem es dann jahrzehntelang ruhig um Wonder Boy war, kam es in den letzten Jahren gleich zu drei neuen Ankündigungen um die Reihe, von denen Monster Boy and the Cursed Kingdom sicherlich das ambitionierteste Produkt darstellt. Die deutschen Entwickler von FDG Entertainment taten sich mit dem japanischen Studio Game Atelier zusammen. Original-Schöpfer Ryuichi Nishizawa stand beratend zur Seite und für die Musik wurden mehrere japanische Legenden wie Yuzo Koshiro gewonnen.

Monster Boy and the Cursed KingdomMonster Boy and the Cursed Kingdom

So wundert es nicht, dass uns zum Start des Spiels erst einmal ein fein gezeichneter Anime-Vorspann empfängt, der von einer schmissigen Pop-Nummer begleitet wird, die wahlweise mit japanischem Gesang genossen werden kann und an die Intros von fernöstlichen Kult-Serien wie Dragonball erinnert. Auch das Gameplay begeistert sofort mit blitzsauber gezeichneter Comic-Grafik, die mit ihren schwarzen Outlines trotzdem an den Stil der alten Sega-Spiele erinnert.

So lernen wir als erstes Jin kennen, den Helden des Spiels. Statt sich einfach entspannt seines Lebens zu freuen und seinem Tagewerk nachzugehen, muss der Bursche mit ansehen, wie sein beschwipster Onkel auf einem Fass voller Zaubertrank durch die Gegend fliegt und einen Bewohner des magischen Königreiches nach dem anderen in eine Tiergestalt verwandelt. Auch Jin selbst bleibt nicht lange verschont und wird schon bald zum Schweine-Piraten mit authentischer Augenklappe. Natürlich sind alle mächtig sauer auf Jins Onkel, doch unser Held vermutet, dass dieser gar nichts dafür kann und unter dem Einfluss einer unbekannten Macht steht. Einzige Abhilfe versprechen die überall in der Monsterwelt verstreuten magischen Orbs, die Jin nun finden muss.

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