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Grip

Grip

In Grip wird alles zu einer Rennstrecke. Und wenn unsere Reifen auf einer Oberfläche haften, können wir darauf auch beschleunigen.

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Caged Element, das Studio hinter Grip, wollte den Hochgeschwindigkeitsrausch des 90er Jahre Racers Rollcage replizieren, aber natürlich mit aktueller Grafik, großartiger Fahrphysik, wahnsinnigen Geschwindigkeiten, verrückten Waffen und einem antreibenden Soundtrack. Glücklicherweise stürmen die Eindrücke nicht alle gleichzeitig auf uns ein: Grip hat eine sanfte Lernkurve, die uns langsam an den futuristischen Arcade-Racer gewöhnt. In der Kampagne spielen wir uns durch elf Rennstufen, die mit jeweils eignen Turniere aufwarten. Wir müssen den perfekten Start erlernen und Boost-Pads und den Turbo richtig einsetzen. Wer Wipeout oder F-Zero kennt, weiß bereits, wie der Hase läuft.

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Der futuristische Racer spielt auf vier sehr unterschiedlichen Planeten und bietet uns insgesamt 22 Strecken.

Wir werden langsam durch jeden der Spielmodi geleitet und schalten auf diese Weise verschiedene Gameplay-Modi im Hauptmenü frei. In Speed Demon fahren wir Rennen ohne Waffen, im Classic Race sind schlichte Waffen erlaubt und im Deathmatch bleibt allein der Arenakampf übrig -darin müssen wir die anderen Karren mithilfe eingesammelter Pick-Ups verschrotten. Ein weiterer Modus ist Ultimate Race, aber das ist kein wirkliches Rennen mehr. Es gleich eher eine Schlacht entlang der Strecke: Wir erhalten Punkte für jeden zerstörten Gegner. Es steht uns eine nette Auswahl an Waffen zur Verfügung, darunter Miniguns, Raketen, Splitterbomben und sogar Störfelder. Aber all das wird erst mit Fortschritten in der Kampagne freigeschaltet.

Der futuristische Racer spielt auf vier sehr unterschiedlichen Planeten und bietet uns insgesamt 22 Strecken. Liddo 5 ist ein schroffer Planet mit Bergen, weiten Ebenen und engen Tunneln. Es ist die Heimat der Speed Bowl, einem riesigen ovalem Track - nicht unähnlich dem Texas Motor Speedway der NASCAR. Allerdings fahren wir den Rundkurs auf einem Dach. Norvos ist ein Eisplanet mit sehr heißem Kern, wir rasen also abwechselnd über eisige Berge und durch Höhlen voller Lava. Jahtra ist ein Wüstenplanet, vergleichbar mit Tatooine aus Star Wars. Die Rennen dort sind dreckig und schnell, der Pod-Racing-Vergleich dürfte nicht nur uns in den Sinn kommen. Dann wäre da noch Orbital Prime, ein industrieller Plant voller Metropolen und Autobahnen. Die Strecken dort sind ebenso komplex, wie frustrierend. Ein Treffer kann möglicherweise bedeuten, dass wir nicht nur in die falsche Richtung fahren, sondern auf der falschen Strecke landen.

In Grip schalten wir eine Vielzahl an Wagen frei und jedes Einzelne darf angepasst werden. Damit sind aber nur rein kosmetische Veränderungen gemeint, Aufkleber, Lack, Felgen und Reifen also. Eigentlich ist das schade, schließlich hätte das Verändern von Grip, Geschwindigkeit und Beschleunigung über Modifikationen sicher mehr Spaß gebracht, als einfach nur die Verkleidung zu wechseln. Die freigeschalteten Modi sind gegen CPU, im Vier-Spieler-Splitscreen oder online verfügbar. Wer etwas am Ball bleibt und endlich Steal the Stash oder Time Bomb freischaltet, der wird sich über echte Mitspieler freuen.

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2018 hat uns eine Vielzahl von Rennspielen beschert und dieser nostalgische Rückblick auf die späten Neunziger ist eine nette Abwechslung.

Steal The Stash ist ein teambasierter Räuber-und-Gendarm-Modus. Wir müssen die Beute aus dem feindlichen Lager stehlen und zurückbringen, ehe die Zeit abläuft. In Time Bomb ist ein Wagen mit einer tickenden Zeitbombe versehen. Dieses Auto versucht mittels Explosion weitere Spieler in Autobomben zu verwandeln - nur der letzte Fahrer gewinnt. Dann wäre da noch Carkour - eine Art Parkour mit fahrbaren Unterstätzen. Es gibt neunzehn Strecken, von einfachen Loopings über Sprüngen hin zu komplexen Ebenen, auf denen wir uns schnellstmöglich verschiedenes Sammelzeug krallen sollen.

Die Steuerung ist ziemlich gut umgesetzt worden, vielleicht aber bei langsamen Geschwindigkeiten ein bisschen zu hakelig. Es gibt ein paar Probleme mit der Kamera, denn beim Wechsel von horizontalen zu vertikalen Streckenabschnitten wird die Perspektive ein wenig verdreht, was zu Orientierungslosigkeit führen kann. Es gibt auch keine echte Karte oder Hinweise darauf, wo die beste Route entlangführt - das überlässt uns Grip selbst. Leider können wir das Rennen meist direkt neu starten, wenn wir einmal falsch abgebogen sind. 2018 hat uns eine Vielzahl von Rennspielen beschert und dieser nostalgische Rückblick auf die späten Neunziger ist eine nette Abwechslung. Leider sind die Spielmodi hinter einer recht langen Kampagne versteckt, was Einsteiger abschrecken könnte. Grip ist ein nettes Spiel und es gibt viel zu tun, auch wenn ein paar der guten Sachen ein wenig Zeit erfordern...

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In Grip schalten wir eine Vielzahl an Wagen frei und jedes Einzelne darf angepasst werden.
07 Gamereactor Deutschland
7 / 10
+
Viele verschiedene Modi, interessante Racing-Action, Variation bei den Rennstrecken.
-
Leistungstuning könnte Vehikeln gut stehen, Kameraprobleme. Modi und Inhalte alleine freischalten zu müssen nervt.
overall score
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