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Kritiken
Monster Hunter: World

Monster Hunter: World (PC)

Nach rund 100 Stunden mit der PC-Fassung von Monster Hunter: World zieht Profijäger Stefan Bilanz.

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Mit dem PC-Start von Monster Hunter: World beginnt eine neue Spielerschaft Capcoms grindige Monstersause. Seit dem starken Konsolendebüt Anfang des Jahres wurden viele Jagdgeschichten erzählt, bislang waren Computerspieler allerdings zum Zuhören verdonnert. Eine Woche lang haben wir uns nun schon in der PC-Version vom neuen Monster Hunter herumgetrieben, gemeinsam Abenteuer bestritten und am Palico-Grill Leckereien verspeist. Ob sich die Fassung gegen ihre Konsolengeschwister behauptet und mit welchen Eigenheiten ihr rechnen müsst, das erfahrt ihr in dieser Kritik.

Monster Hunter: World verfrachtet uns in die Neue Welt, jenen Rückzugsort der Drachenältesten. Dort erwarten uns in fantastisch gestalteten Habitaten unterschiedlichste Monstergattungen und eine einzigartige, lebendige Fauna. Vom tiefsten Dschungel über verkrustete Wüsten bis hin zum wahr gewordenen Traum eines jeden Meeresbiologen bietet Monster Hunter: World grandiose Spielwelten, die Serienfans gerade mit Hinblick auf die jüngere Handheld-Vergangenheit der Reihe verzücken dürften.

In beinahe bodenlosen Taschen stopfen wir Erze, Knochen, Käfer, Pflanzen und natürlich Monsterteile, um uns daraus stärkere Waffen und bessere Anziehsachen zu schmieden. Diese simple Prämisse mag schlicht erscheinen, hat jedoch eine unglaubliche Anziehungskraft. Denn wer größere Dino-Drachen töten will, benötigt schlagendere Argumente und ein paar der fiesen Treffer wollen wir ja einstecken können. Dazu gesellen sich Typschwächen und -resistenzen, verschiedene Statuseffekte sowie mehrere Anforderungsniveaus.

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Die Konsoleninhalte sind zum Großteil noch nicht am Start. Bis die kommen, gibt es für frische Jäger aber eh viel zu tun.

Die Spielstruktur von Monster Hunter: World bleibt ihrem Erbcode treu. Wir nehmen also noch immer in einem gemütlichen Hub unterschiedliche Aufgaben an und legen uns anschließend alleine oder zu maximal viert auf die Lauer. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Story-Missionen, Untersuchungen und optionalen Aufträgen: In der Kampagne erleben wir als Mitglied der fünften Flotte die Jagd nach den gewaltigen Drachenältesten, quer durch eine unbekannte, spannende und wunderschöne Welt. Optionale Aufträge verschaffen uns in irgendeiner anderen Art Vorteile und die Untersuchungen versorgen uns mit Materialien und dem nötigen Kleingeld für die Stärkung der Ausrüstung.

Um frische Jäger nicht Hals über Kopf ins offene Maul eines großen Dinos rennen zu lassen, hat Capcom überall Levelbeschränkungen eingebaut: Es ist deshalb zum Beispiel auch nicht möglich, die Hauptstory von Monster Hunter: World von Anfang bis Ende gemeinsam mit einem Kumpel durchzuspielen. Regelmäßig wird man in Einzelspielerabschnitte geschickt. Erst nachdem das nächste große Monster auf den Plan tritt, dürfen andere Jäger beitreten.

Diese müssen allerdings ihrerseits mindestens bis zu diesem Punkt in der Geschichte gespielt haben. Capcom will mit dieser Herangehensweise sicherstellen, dass niemand zurückgelassen wird. Schlecht ausgerüstete Jäger werden von den großen Biestern nämlich sprichwörtlich in der Luft zerrissen. Und dieser Spielball zu sein ist extrem frustrierend. Um die Herausforderungen der Neuen Welt zu meistern, müssen wir die gefährliche Fauna kennen, passende Ausrüstung tragen und gut vorbereitet sein.

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Den großen Viechern können wir Hörner und den Schwanz abschlagen oder sie sogar Rodeo reiten.

Die Online-Struktur ist mit ihren Lobbys und Spielräumen aufgebrochen und hat durchaus Potenzial, unerfahrene Spieler inhaltlich zu erschlagen. Obwohl auf einem Server 16 Personen zusammenfinden, sind wir im zentralen Hub Astera solo unterwegs (für die soziale Komponente gibt es eine spezielle, getrennte Versammlungshalle). Jeder Jäger darf selbstständig am Anschlagbrett neue Quests aufgeben oder verfügbaren Missionen beitreten. Wer eine fremden Mission spielen möchte, muss nur die ausgewiesenen Anforderungen erfüllen. Daran führt kein Weg vorbei.

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