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Kritiken
WarioWare Gold

WarioWare Gold

Es ist bereits eine Weile her, dass wir einen WarioWare-Titel zu Gesicht bekamen und auf unserem Nintendo 3DS spielen durften...

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Ich habe Kamelen in die Nase gepiekt, Sumo-Ringer angezogen, eine behaarte Brust gekitzelt, Schäfchen von Sofas voller Katzen heruntergeworfen, mit dem Stylus Nasenhaare herausgezupft, Schnodder hochgezogen und das letzte bisschen Zahnpasta aus der Tube gedrückt. Alles keine Dinge, die man sonst in einem Videospiel macht. Doch WarioWare Gold ist auch kein übliches Videospiel wie wir es kennen.

Wir alle sind bereits bewandert, was Minispiele angeht. Doch das besondere an dem Franchise ist der Fakt, dass es keine Minispiele sind, sondern Mikrospiele. Profane Tätigkeiten meist, die drei bis vier Sekunden andauern - und schon geht es zur nächsten Aufgabe. Die Geschwindigkeit wird mit der Zeit angezogen und plötzlich finden wir uns in Bosskämpfen wieder, die alles aufmischen. Für diejenigen unter euch, die WarioWare bereits gespielt haben, ist WarioWare Gold eine Art Best-of-Album, bei dem viele der Mikrospiele aus den sieben Vorgängern (inklusive Game & Wario und Wario Ware Inc.: Mega Party Games) stammen.

Die Aktivitäten wurden mit einem neuen visuellen Stil ausgestattet, und für wahre Fans reicht das vollkommen aus, damit sich das Ganze wie neu anfühlt. Die Mischung aus Aktivitäten sorgt außerdem für ein neues Gefühl der Vielfalt, da einige sich über das Steuerkreuz, andere über den Gyrosensor oder den Stylus steuern lassen. Andere wiederum machen von dem eingebauten Mikrofon Gebrauch.

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Letzteres sind mit Abstand die schlechtesten Spiele, doch da sie nicht oft vorkommen, ist es okay mal ab und zu einen Luftballon aufblasen zu müssen. Dafür ist der Rest der Mikrospiele brillant. Aus der Serie spielte ich wohl Wario Ware: Smooth Moves am wenigsten, einfach weil es der Wii-Fernbedienung an Genauigkeit fehlte und es somit oft dem Zufall überlassen blieb, ob ich ein Spiel auf Grund mangelnder Fähigkeiten oder doch eher durch die schlechte Genauigkeit der Fernbedienung vermasselte.

Davon zeigt sich hier jedoch nichts. Innerhalb der 300 Minispiele bin ich bisher auf kein einziges gestoßen, dass ich als gnadenlos schlecht abstempeln würden. Natürlich gibt es ab und zu Spiele, die man nicht sofort versteht, doch dabei bleibt es auch schon. Habt man sie erst ein oder zwei Mal gespielt, ist klar, was von einem verlangt wird. Und dann kann man in den Rängen aufsteigen.

Genau da liegt der Reiz der portablen WarioWare-Games. Während die stationären Spiele dafür gedacht sind, mit Freunden gespielt zu werden (Wario Ware Inc.: Mega Party Games ist der Grund dafür, warum mein Gamecube noch immer neben dem Fernseher steht). Das Konzept, den Controller an bis zu 16 Spieler während des Spiels weiterzureichen, ist brillant. Aber die Handheld-Editionen sind eher an den einzelnen Spieler gerichtet.

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Dieses Mal gibt es einen überraschend gut entwickelten Story-Modus, in dem Wario die Spiele erstellt, in denen wir antreten. Dazu kommen eine Vielzahl von Kategorien, jede mit seinem eigenen Handlungsstrang. Zusätzlich werden diese mit animierten Sequenzen und Synchronsprechern aufgepeppt, so dass sich das Ganze spaßig und belohnend anfühlt. Es dauert ungefähr zwei Stunden, um die Geschichte durchzuspielen. Doch im Anschluss gibt es eine Menge Dinge zum freischalten (ein Nintendo-Quiz und anderes, das mit dem Spiel zu tun hat), das wird euch weit aus länger beschäftigen. Es bereichert das Spiel nicht unbedingt, doch zum Glück ist das Spiel selbst unterhaltsam genug, um auch auf Dauer interessant zu bleiben.

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