Gamereactor follow Gamereactor / Dansk / Svenska / Norsk / Suomi / English / Italiano / Español / Português / Français / Nederlands / 中國 / Indonesia / Polski
Gamereactor Close White
Einloggen






Passwort vergessen?
Noch kein Mitglied?, Dann kannst du das hier werden!

Via Facebook anmelden
Gamereactor Deutschland
Kritiken
City of Brass

City of Brass

Ein Hack'n'Slash mit einer Geschichte aus Tausendundeiner Nacht - das klingt nach einem Plan. Wir haben das fertige Werk ausgecheckt.

Facebook
TwitterRedditGoogle-Plus

City of Brass ist von einer Geschichte mit dem gleichen Namen aus Tausendundeiner Nacht inspiriert. Die Geschichte handelt von einem jungen Dieb und das Spiel folgt dieser Idee. Wir spielen den kleinen Räuber, der sich so viele Schätze wie nur möglich unter den Nagel reißen will während er durch die Stadt rennt. Die Stadt wurde von Flaschengeistern und Skeletten (und anderen Kreaturen) überrannt - und gleichzeitig ist es auch ein Rennen gegen die Zeit.

Je mehr Schätze wir sammeln und je länger wir überleben, desto höher ist die Punktzahl, mit deren Hilfe wir im Anschluss neue Perks erhalten. Manche von denen können gleich am Anfang eingesetzt werden, um uns das Spiel insgesamt zu erleichtern . Sie geben uns zum Beispiel mehr Leben oder schalten den Timer aus. Oder wir machen uns das Leben schwerer, was dann wiederum für höhere Punktzahlen sorgt. Die Uhr dürfte einige Spieler frustrieren, aber die Option, sie auszuschalten, sorgt dafür, dass jeder Spielertyp diesen Titel genießen kann.

Dieses Roguelike wird aus der Egoperspektive gespielt und von der Unreal 4 Engine angetrieben. Der Permadeath macht das Spiel brutal hart, aber nicht so sehr, dass wir den Controller in die Ecke werfen und auf Netflix umschalten. Hinzu kommen zufällig generierte Umgebungen, die für hohen Wiederspielwert sorgen sollen.

City of BrassCity of Brass

Die Umgebungen gehen nahtlos ineinander über, es gibt keine zufälligen Lücken oder Wände und Sprünge, die wir nicht erreichen können. Jeder Level ist vollgestopft mit Schätzen, geheimen Gängen und voller Fallen. Begleitet wird das ganze von einem geisterhaften Soundtrack, der für die richtige Stimmung sorgt. Das Licht hat echten Einfluss auf das Gameplay. Es gibt einen Tag-Nacht-Zyklus und wir rennen immer wieder von draußen nach drinnen und umgekehrt.

Es ist ein Rennen gegen die Zeit und wir sind mit einer Peitsche und einem Schwert bewaffnet. Die Animation der Peitsche ist gelungen. Mit ihrer Hilfe betäuben wir unsere Feinde oder ziehen sie in Fallen. Mit ihr sammeln wir Schätze ein oder schwingen uns an Ringen. Es macht Spaß, den Gegnern mit der Peitsche die Helme oder Waffen zu entreißen. Wenn Peitsche und Schwert langweilig werden sollten, dann werfen wir eben mit Töpfen oder Feuerbomben.

Die Flaschengeister dienen als Shop. Jeder Flaschengeist bietet eine zufällige Auswahl an Verbesserungen an, wir wissen also nie, was wir bekommen werden. Als Währung dienen die gesammelten Schätze. Wir müssen also abwägen, ob wir eine höhere Punktzahl anstreben oder uns das Leben leichter machen wollen. Wenn wir nicht genug Beute gemacht haben, stehen uns drei Wünsche frei. Neben Gratiseinkäufen können wir uns so auch einige größere Gegner wegwünschen.

City of BrassCity of Brass

Die Gegner sind wirklich unterhaltsam und knurren und heulen gespenstisch. Die KI agiert klug und die Monster strengen sich wirklich an, uns zu schnappen, ohne dabei in den zufällig generierten Umgebungen steckenzubleiben. Die Feinde werden im Laufe des Abenteuers immer abwechslungsreicher und es gibt einige Bosse, wie Zauberer und Flaschengeister. Sie sind alle klug und koordiniert - mit Ausnahme des Skeletts, das immer direkt auf uns zustürmt und wenn es uns verpasst, stumpf in die nächste Wand rennt.

Roguelikes sind wegen ihrer Mechaniken und den zufällig generierten Umgebungen limitiert in ihrer Story. Das ist hier genauso - in City of Brass gibt es keine Dialoge oder Hintergrundgeschichten. Mir hat das Rennen, Springen, Klauen und Kämpfen viel Spaß gemacht. Durch die prozedural generierten Umgebungen fühlte sich alles immer frisch an und mir wurde nie langweilig. Manchmal machten einige der härteren Gegner Schwierigkeiten, aber das hat mich nie von einem neuen Versuch abgehalten.

Für den relativ kleinen Preis ist City of Brass ein spaßiges Action-Abenteuer. Es kann manchmal frustrieren, aber mich hat es für Stunden in seinen Bann gezogen. Wer eine tolle Geschichte und einfaches Gameplay sucht, sollte sich woanders umschauen. Wer aber eine Herausforderung sucht, der liegt hier goldrichtig.

City of BrassCity of Brass
08 Gamereactor Deutschland
8 / 10
+
zufällige Umgebungen, schicke Optik, großartiges Gameplay
-
manchmal fast zu herausfordernd, mehr Story wäre schön gewesen
overall score
ist die Durchschnittswertung von Gamereactor. Wie hoch ist eure Wertung? Die Durchschnittwertung aller Gamereactor-Redaktionen wird aus den Wertungen in allen Ländern erhoben, in denen es lokalen Gamereactor-Redaktionen gibt