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Kritiken
Rick and Morty: Virtual Rick-ality

Rick and Morty: Virtual Rick-ality (PSVR)

Die Macher des Job Simulator erwecken einen der unflätigsten Cartoon-Charaktere in VR zum Leben - Wubba lubba dub dub!*


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Wenn Futurama und South Park ein Kind zeugen würden, käme wahrscheinlich „Rick & Morty" heraus - die Zeichentrickserie erzählt die Abenteuer des schlitzohrigen, dauernd rülpsenden und höchst genialen Wissenschaftlers Rick und seines Enkels Morty, der nicht gerade die hellste Kerze auf der Torte ist.

Die oft haarsträubenden, abgrundtief gemeinen und niemals politisch korrekten Eskapaden der beiden haben eine Menge Fans, und zu diesen gehören offensichtlich auch die Entwickler von Owlchemy Labs, VR-Freunden als Macher des Job Simulator bekannt. Schon vor einem Jahr veröffentlichten sie Rick and Morty: Virtual Rick-ality für PC, nun kommt endlich die PSVR-Fassung.

Der Spieler hat dabei die zweifelhafte Ehre, von Rick als Morty-Klon erschaffen worden zu sein, um bei diversen Arbeiten in Ricks Erfindergarage mitzuhelfen. Dort kann man sich zwar nur an drei verschiedene Stellen beamen, durch Raumportale können jedoch noch einige andere Locations besucht werden. Mit Abstand am meisten zu tun und zu entdecken gibt es jedoch in der Garage, und hier sind die Gene des Job Simulators auch mehr als deutlich.

Rick and Morty: Virtual Rick-alityRick and Morty: Virtual Rick-ality

Überall liegen Gegenstände herum, die mit Hilfe der Move-Controller angefasst und betrachtet werden wollen. Schrankfächer und Haushaltsgeräte bieten weiteren Stauraum sowie alle möglichen Gadgets und Geräte, um Gegenstände zu manipulieren. So werden dann die Aufgaben gelöst, die Rick dem armen Klon aufbürdet. Dem Stil der Serie folgend ergeben sich daraus höchst absurde Situationen, wobei Justin Roiland die beiden Hauptfiguren originalgetreu und gewohnt derbe vertont.

Fans der Serie fühlen sich deswegen sofort heimisch und werden prima unterhalten, doch leider hält der Spaß nur etwa zwei Stunden an, bis die Hauptstory durchgespielt ist. Danach gibt es noch einige gut versteckte Sammelobjekte zu finden, ein Segment des Spiels kann auch als Punktejagd wiederholt werden, doch insgesamt ist der Wiederspielwert ziemlich gering. Ein weiteres Haar in der Suppe ist, dass wieder einmal die Einschränkungen von PSVR den Spielspaß teilweise hemmen. Egal, wo man die Kamera aufstellt, gibt es ständig Situationen, in denen der eigene Körper die Controller verdeckt, da das Spiel ganz eindeutig darauf ausgelegt ist, sich um 180° oder sogar noch weiter zu drehen.

So muss man ständig überlegen, wie man jetzt gerade in der realen Welt zur Kamera steht, um die eigenen Hände nicht zu verdecken. Dies unterstützt das Spiel sogar mit einem Pfeil auf dem Boden, der angeblich „zur Kamera" zeigt. In Wahrheit zeigt er aber einfach immer dorthin, wo das Spiel empfiehlt, die Kamera aufzustellen. Das ist der Immersion natürlich abträglich und einige Aufgaben werden so eher zu Geduldsproben. Leider ist nicht einmal das simple Zentrieren der Kamera per Knopfdruck möglich, stattdessen muss man jedes Mal den gesamten Kalibrierungsprozess neu durchlaufen, dessen Ergebnis aber kaum nachvollziehbar ist. Dazu trüben einige Sound-Bugs den Spielspaß und in einer Situation ging bei mir das Spiel auch nicht mehr weiter, da ich für das Weiterkommen wichtige Gegenstände nicht mehr erreichen konnte.

Unterm Strich bleibt Rick and Morty: Virtual Rick-ality also eine spaßige, aber nur etwa zweistündige VR-Erfahrung, die auf PSVR nicht optimal funktioniert und deswegen insgesamt überpreist wirkt. Kein Wunder, dass ich beim Schreiben dieser Zeilen ein Déjà-Vu-Gefühl habe, denn genau diese Worte habe ich schon häufiger in ähnlicher Form verfasst. Ach, wäre ich doch nur Rick und könnte mir selbst einen Klon-Morty erschaffen, der solche Aufgaben in Zukunft für mich übernimmt!

Rick and Morty: Virtual Rick-ality
06 Gamereactor Deutschland
6 / 10
+
hoher Rick & Morty-Faktor mit vielen kleinen, witzigen Ideen
-
kurze Spieldauer, suboptimale PSVR-Anpassung
overall score
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