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Kritiken
God of War

God of War

Kratos hat sich verändert und mit ihm God of War. Das wird sicherlich nicht allen Fans der ehrwürdigen Serie gefallen - wir allerdings lieben das Ergebnis!


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Kratos hat sich verändert und mit ihm God of War. Dies ist das erste Spiel der Saga, das von Anfang an für die Playstation 4 entwickelt wurde und es erscheint fünf Jahre nach God of War: Ascension. Hinter dem Spiel liegt eine sieben Spiele andauernde Geschichte, die immer der gleichen Formel folgte: griechische Mythologie, feste Kamerawinkel und schnelle Kampfaction basierend auf Kombos. Eine riesige Sage voller epischer Momente und voller Gewalt. Die Rache eines Gottes an seinen Gegenstücken im Olymp.

Das neue God of War nimmt auf allen Ebenen Abschied von diesem Erbe - aber der Protagonist bleibt. Wir übernehmen wieder die Rolle von Kratos, Sohn von Zeus - ehemaliger Gott des Krieges. Aber diesmal findet unser Abenteuer in Midgard statt. Es sind viele Jahre vergangen und Kratos hat eine neue Familie gegründet. Das Spiel beginnt kurz nach dem Tod seiner Frau. Kratos ist jetzt alleine für seinen Sohn Atreus verantwortlich. Vater und Sohn begeben sich auf eine Reise, um den letzten Wunsch von Frau und Mutter zu erfüllen und ihre Asche auf dem höchsten Berg Midgards zu verstreuen. Das ist die Hintergrundgeschichte von God of War. Da ist ist kein Rachefeldzug und kein Epos über die Rettung der Welt. Es ist eine ganz persönlich Reise für die beiden.

Auf ihrer langen Reise treffen sie auf viele Figuren, entdecken einige Dinge aus Kratos' Vergangenheit und entwicklen eine Vater-Sohn Beziehung. Es ist das Abenteuer von Vater und Sohn, die sich auf überraschende Weise kennenlernen. Das ist inhaltlich nicht so tiefgreifend wie in The Last of Us, aber eine fesselnde Geschichte, der man gerne folgt. Kratos ist nicht länger der rasende Gott, geblendet von Wut. Dieser Kratos ist ruhiger und nachdenklicher, aber erwartet keine völlige Veränderung. Er ist immer noch sehr unfreundlich, grob und aggressiv. Wann immer er jemandem hilft, ist es nur zu seinem eigenen Vorteil oder aus Versehen. Atreus sorgt für die nötige Balance. Er ist jung und enthusiastischer. Fast naiv - und er will gerne helfen. Die Mischung funktioniert ziemlich gut.

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Aber was ist mit den Göttern? Das neue God of War beschäftigt sich mit der nordischen Mythologie, also unter anderem mit Thor, Odin, Loki, Freya und Baldur. Aber denkt nicht, ihr würdet nach Midgard reisen, um euch mit diesen nordischen Göttern zu prügeln. Neben den Göttern tauchen noch weitere Elemente der nordischen Mythologie auf. Bifrost, Walküren und die Elfen, die Weltenschlange und natürlich die Daugr - diese üblen Wikingerzombies. Es gibt viele Referenzen, viele Überraschungen und jede Menge Inhalte, die auf ihre Entdeckung warten.

God of War bietet keine offene Spielwelt. Es ist ein lineares Abenteuer ohne Ladebildschirme. Die Geschichte ist ziemlich gradlinig, aber das Spiel ist voller geheimer Areale und birgt viele Geheimnisse. Es gibt jede Menge Sammelzeug und verschiedene Herausforderungen, darunter einige der schwersten Schlachten des Spiels. Hinzu kommen Rätsel, Fallen, Schatzkarten und Nebenmissionen und eine geheimes Mini-Dungeon. God of War ist riesig, vermutlich länger als die gesamte ursprüngliche Trilogie, aber die Welt selbst ist eben sehr linear. Das einzige offene Gebiet ist ein großer See, den wir mit einem Boot erkunden dürfen und an dem einige kleine Inseln, Schiffwracks und Tempel auf uns warten.

Immerhin: God of War hat einige Metroidvania-Elemente, die uns immer wieder in bereiste Gebiete zurückkehren lassen. Wir schalten neue Fähigkeiten frei und gelangen dort so an neue Orte. Irgendwann schalten wir auch das Schnellreise-System frei, aber das passiert erst recht spät im Spiel.

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Dieses neue Kapitel auf der PS4 ist ein Wendepunkt bei Erzählstruktur, Grundthema und - vor allem anderem - beim Gameplay. Früher gab es hektische, Kombo-basierte Kämpfe, aber das neue God of War ist persönlicher, langsamer und taktischer. Statt im festen Kamerawinkel erleben wir das Abenteuer jetzt aus der Schulterperspektive. Und statt mit Klingen ist Kratos jetzt mit einer mächtigen Axt bewaffnet. Die heißt Leviathan, ist magisch und besitzt die Kraft des Eises. Kratos kann sie von überall herbeibeschwören. Wir können sie auf einen Gegner schleudern und dann sofort zurückrufen, das macht sie zu einer Nah- und Fernkampfwaffe.

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