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Kritiken
Assassin's Creed Origins

Assassin's Creed Origins - Der Fluch der Pharaonen

Tote Könige erheben sich in Theben und der frühere Medjay Bayek reist in den Süden, um das Mysterium zu entschlüsseln.

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Der Fluch der Pharaonen ist die vorerst letzte und ziemlich fette Erweiterung von Assassin's Creed Origins. Das Add On bietet eine ziemlich interessante Auflösung für das Hauptspiel und die Reihe an sich, erzählt aber natürlich eine sich schlüssige Geschichte. Sie fügt dem Spiel eine recht große, neue Region hinzu, die wir nach bestem Wissen und Gewissen erkunden dürfen und in der viele Stunden Unterhaltung auf uns warten.

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Nofretetes Leben nach dem Tod heißt Aaru und die Königin selbst haut mächtig rein.

Theben hat in Assassin's Creed Origins: Der Fluch der Pharaonen schon bessere Zeiten gesehen. Die Gegend ist mit einem Fluch belegt worden und seit langer Zeit verwüsten untote Pharaonen die umliegenden Siedlungen. Diese Schatten sind mächtig und tauchen nur kurz auf bevor sie wieder ins Jenseits verschwinden. Bayek wird in die Region geschickt, um ein Artefakt zu untersuchen, das für die Ereignisse verantwortlich zu sein scheint. Wir wollen euch den Spaß nicht verderben, aber Bayek trifft in diesem Abenteuer auf einige sehr interessante Figuren und wird dadurch noch einmal um einiges sarkastischer. Es gibt zum Beispiel eine Szene, in der wir einen schwer verwundeten Dieb mit Frage zurücklassen, ob wirklich glaubt Hilfe zu bekommen, nachdem wir von ihm die gewünschten Informationen erhalten.

Gegenüber von Theben - auf der anderen Seite des Flusses - liegt das Tal der Könige mit seinen vier Gräbern. Erwarten uns dort neue Lieblingsnebenbeschäftigungen, im Stile des Hauptspiels? Nein, aber wir finden dort etwas noch Besseres: Die vier Grabstätten sind nämlich Tore in Jenseits. Diese fantastischen Welten besitzen gewaltige Schätze, riesige Skorpione und mumifizierte Anubis-Wachen, die uns am Vorankommen hindern sollen. Am Ende müssen wir uns dem großen Pharao persönlich stellen, ähnlich wie im Gladiatoren-Minispiel.

Diese Bosskämpfe sind fordernder als alles, was ihr bis jetzt in Assassin's Creed Origins erlebt habt. Ihr müsst Bewegungsabläufe studieren und die Ausweichbewegung schlau einsetzen, denn eine der längeren Angriffsketten der Pharaonen bedeuten schnell unser Ende. Es wird leichter, wenn Bayek die Jenseits-Fähigkeit „Pfeile generieren" erlernt hat, denn dadurch können wir aus der Distanz unseren Adrenalinbalken füllen und ordentlich Schaden austeilen. Diese geduldige Methode hilft aber nicht gegen die Schatten, die jeweils nur eine Minute auftauchen und aggressiv bekämpft werden müssen. Leider mischen sich häufig Wachen oder die Tierwelt in die Kämpfe ein, was das Unterfangen deutlich erschweren kann (oder einen Schatten ablenkt und uns somit helfen).

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Theben und seine Umgebung bieten viele Aktivitäten, Bayeks Dienste werden folglich sehr geschätzt.

Neben den Pharaonen gibt es noch ein paar Phylak-Kopfgeldjäger der Maximalstufe 55, aber nach den Arenakämpfen ist das ein echter Spaziergang. Da wäre ich dann auch schon bei meinem größten Kritikpunkt, denn obwohl einige Kämpfe herausfordernd sind schwankt der Schwierigkeitsgrad insgesamt stark. Manche Pharaonen brauchen mehrere Versuche und wiederholte Besuche beim Schmied, während andere problemlos beim ersten Versuch erledigt werden können. Ist der Der Fluch der Pharaonen jetzt das Dark Souls von Assassin's Creed? Es ist ziemlich nahe dran, aber das Aufleveln des Charakters und der Waffen gestaltet die Erfahrung deutlich gemütlicher.

Die vier Darstellungen des Jenseits sind nette Pausen von den üblichen Umgebungen des Hauptspiels. Theben, Yebu und das Tal der Könige sind wunderschön, aber sie ähnlich den bekannten Umgebungen doch sehr. Dass der Nil durch die gesamte Karte fließt ist ein großer Pluspunkt und bietet viele Aktivitäten, die mit dem feuchten Nass zusammenhängen. Leider bin ich während meines Spielens erneut auf einige Glitches gestoßen. Auf der PS4 Pro gab es ein paar Abstürze und kleinere Ungereimtheiten. Das stört den Spielspaß nicht allzu sehr, aber der Erweiterung fehlt, wie schon bei Die Verborgenen, der letzte Feinschliff.

Die Erweiterung soll den Spielern tiefere Einblicke in die Geschichte Ägyptens geben. Es gibt neue Tafeln, die wir sammeln können und mit denen die Hintergrundgeschichte vertieft wird, außerdem ist das Auftauchen von Nefertiti und Ramses großartig. Leider gibt es mit ihnen keine Interaktion, wir bekämpfen sie halt. Mir hat Der Fluch der Pharaonen insgesamt wieder gut gefallen und ich habe guten Gewissens einige Stunden mit erkunden und Kämpfen verbracht (die Karte habe ich aber nicht abgearbeitet). Der Höhepunkt des Add Ons ist die Reise ins Unbekannte und die Herausforderung, die uns das Jenseits bietet. Der Inhalt ist nicht fehlerfrei und ich hätte mir gewünscht, dass sich Ubisoft ein wenig mehr Zeit nimmt und gerne auch weitere Gräberrätsel einbaut, aber was die Studios hier geschaffen haben, ist ohnehin unglaublich und großartig.

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Ramses der Große und seine Vision des Jenseits Heb Seb haben mir am meisten Spaß gemacht. Auf der rechten Seite seht ihr die Fähigkeit mit der er Sandstürme kontrolliert
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08 Gamereactor Deutschland
8 / 10
+
Bietet eine großartige Handlung, die das Verständnis vom alten Ägypten erweitert. Herausfordernde Kämpfe; ein neues Gebiet zum Erkunden; toll gestaltete Totenreiche.
-
Schwierigkeitskurve etwas unstet; hätte vielleicht mehr Zeit benötigt.
overall score
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