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Kritiken
Assassin's Creed Origins

Assassin's Creed Origins - Die Verborgenen (DLC)

Ein älterer Bayek reist nach Sinai, um die Unterdrückung des Ordens der Ältesten zu überwinden.


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Wie man es heutzutage von einem großen Titel erwarten kann, hat Ubisoft ambitionierte Pläne für Assassin's Creed Origins. Die Verborgenen ist das erste von zwei geplanten, umfangreicheren Story-DLCs, die neue Gebiete, Aktivitäten und Quests zum Spiel hinzufügen. Wer also schon durch ist mit dem bis zum Rand gefüllten Trip von Bayek, der könnte vom neuen Zusatzinhalt profitieren.

Assassin's Creed OriginsAssassin's Creed Origins
Im Vergleich zum Hauptspiel von Assassin's Creed Origins kam es bei Die Verborgenen zu wesentlich mehr technischen Problemen als mir lieb war.

Die Verborgenen spielt eine gute Zeit nach den Ereignissen des Hauptspiels. Bayek reist über das rote Meer nach Sinai, um ein lokales Büro der Bruderschaft zu unterstützen. Die Assassinen stehen immer noch ganz am Anfang und der neue Inhalt dürfte für Fans deshalb von großer Bedeutung sein, denn das Hauptspiel hat sich doch mehr mit Bayek und dem Orden der Ältesten beschäftigt. Es gibt einige coole Verknüpfungen mit dem Hauptspiel, beispielsweise ein Wiedersehen mit dem Skarabäus, den wir erneut überwinden müssen.

Das neue Add On beinhaltet vier Zonen, die relativ klein (das rote Meer besteht eigentlich nur aus Wasser), aber vollgepackt mit Quests und Nebenaktivitäten sind. Ich habe für die neuen Aufgaben und dem Großteil der Aktivitäten etwa sieben Stunden benötigt - wer wirklich alles gemacht haben will, dürfte noch ein wenig länger zu tun haben. Die Levelobergrenze wurde auf 45 angehoben, was schnell erreicht ist, denn die Quest sind großzügig mit der Verteilung von Erfahrungspunkten. Da es aber keine neuen Fähigkeiten gibt, könnt ihr sie für Fähigkeiten benutzen, die ihr in eurem ersten Durchgang vielleicht für unnötig gehalten habt.

Mein Hauptproblem mit Die Verborgenen bestand darin, dass ich noch genug von den vielen Aktivitäten aus dem Hauptspiel hatte. Ich hatte einfach keine echte Motivation mehr Lager zu säubern oder Tiere zu jagen. Hier motiviert eher die nützliche Beute aus Kisten, mit der wir unsere Ausrüstung aufwerten (diese Komponente wurde im Vergleich zum Hauptspiel noch etwas ausgebaut), während wir weniger Waffen zum Verkaufen oder Auseinandernehmen erhalten. Mir haben die zusätzlichen Papyrusrollenrätsel gut gefallen und sie waren fordernder, vielleicht aber auch nur weil ich noch nicht so viel Zeit in der Welt verbracht hatte, als ich mich an ihnen versuchte. Die Einsiedler und Steinkreise sorgen für zusätzliche Beschäftigung.

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Bayek reist über das rote Meer nach Sinai, um ein lokales Büro der Bruderschaft zu unterstützen.

Das Quest-Design wirkt ein wenig unausgeglichen, dabei gehörte genau das für mich zu den Stärken des Hauptspiels. Mir hat die Quest gefallen, bei der ich den Spuren eines ziemlich wahnsinnigen Mannes über die ganze Karte folgen musste und dabei auf ganz unterschiedliche Gegner traf und nebenbei einem verlorenen Schatz suchte. Einige der Hauptmissionen waren schon gut und es gab ein paar interessante Attentatsszenarios, bei der man seine Vorgehensweise wirklich überdenken musste. Andere Aufträge waren dagegen mager und hatten nur mittelmäßige Konzepte.

Im Vergleich zum Hauptspiel von Assassin's Creed Origins kam es bei Die Verborgenen zu wesentlich mehr technischen Problemen als mir lieb war. Seltsames Verhalten der KI, Auffälligkeiten in der Kollisionsabfrage oder das Steckenbleiben in der Umgebung begegnete ich mehr als ein paar Mal. In einer Sektion im Steinbruch ging die Framerate in die Knie, nachdem die Wachen alarmiert worden waren, vermutlich wegen der großen Zahl an NPC, die im Hintergrund berechnet aber nicht angezeigt wurden. Das ist bei einem so großen Open-World-Titel auch nicht anders zu erwarten und wird eventuell noch behoben werden - meinen Durchgang hat es aber doch gestört.

Die Verborgenen ist eine nette Fortsetzung der Geschichte, die besonders jenen Fans gefallen dürfte, die das Gefühl hatten der Fokus von Bayeks Abenteuer lag nicht genug auf der Gründung der Bruderschaft. Trotzdem sind es zu einem großen Teil die gleichen Inhalte und das in sehr ähnlichen Umgebungen. Alles ist gut umgesetzt, aber wirkt neben den spektakulären Aussichten aus dem Hauptspiel doch etwas blass. Trotzdem ist es ein schönes DLC und wenn ihr mehr Zeit mit einem der besten Spiele von 2017 verbringen wollt ist, Assassin's Creed Origins: Die Verborgenen vermutlich genau das Richtige für euch.

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Das Quest-Design wirkt ein wenig unausgeglichen, dabei gehörte genau das für mich zu den Stärken des Hauptspiels.
07 Gamereactor Deutschland
7 / 10
+
Gute Größe für eine Erweiterung; einige Quests bleiben in Erinnerung; bedeutungsvolle Erweiterung für Fans der Bruderschaft; baut auf Grundpfeiler des Hauptspiels auf.
-
Sinai ist Ägypten sehr ähnlich; einige technische Probleme; Aufträge sind nicht immer sonderlich kreativ; Aktivitäten der offenen Welt hätten mehr Kreativität und Variation vertragen können.
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