Gamereactor International Deutsch / Dansk / Svenska / Norsk / Suomi / English / Italiano / Español / Português / Français / Nederlands /
Gamereactor
Einloggen






Passwort vergessen?
Noch kein Mitglied?, Dann kannst du das hier werden!

Via Facebook anmelden
Gamereactor Deutschland
Kritiken
Spintires: Mudrunner

Spintires: Mudrunner

Als Holzfäller durch die Wälder zu fahren hat eine fast magische Anziehungskraft.

Vor einigen Jahren durften sich die PC-Spieler an einer etwas anderen Art von Rennsimulation versuchen. Spintires (2013)stellte statt hoher Geschwindigkeiten aufpolierter Luxuskarossen die Welt der LKWs und Trucks in den Vordergrund. Die Rennstrecken waren Wälder und das Tempo wurde dementsprechend angepasst. Jetzt ist das Spiel wieder da, diesmal mit mehr Gameplay und besserer Grafik und die Konsolenspieler dürfen auch miteinsteigen.

Spintires: MudrunnerSpintires: Mudrunner
Spintires: Mudrunner ist in vielerlei Hinsicht anders und das auf innovative Art und Weise.

In Spintires: Mudrunner fahren wir alleine oder mit ein paar Freunden durch ländliche Gebiete. Wir erhalten unterschiedliche Aufgaben, etwa Baumstämme aus dem Wald zur Sägemühle zu bringen oder ein liegen gebliebenes Fahrzeug abzuschleppen. Die Herausforderung liegt im Spritverbrauch und dem Schadensmodell, das an unserem Truck nagt. Manchmal müssen wir unseren Truck auch parken, aber insgesamt dreht sich alles darum in Gebieten zu fahren in denen selbst laufen eine Herausforderung wäre.

Das Fahren soll möglichst genau die Realität widerspiegeln. Die Trucks benehmen sich deshalb so, wie sie es im wahren Leben sollten, denn Spintires kennt das Gewicht der Ladung und die Oberfläche, auf der sich unser Truck bewegt. Eine matschige Straße fährt sich anders als ein Sumpf oder ein Flussbett. Wir müssen ständig auf der Hut sein, ansonsten beschädigt eine enge Stelle unseren Truck oder ein tiefer Fluss reißt uns mit seiner starken Strömung mit sich.

Grafisch sieht Spintires: Mudrunner hübsch aus und die Schauplätze und Spritschleudern wurden aufwendig modelliert. Es gibt einen Tag-Nacht-Zyklus, unterschiedliche Wetterbedingungen und viele kleine Details wie die Regenbogenfarben von Öl auf Wasser. Allerdings hat das Spiel auch einige Probleme. Die Anzeigen auf dem Armaturenbrett sind starr und nicht animiert, sondern einfach fixe Bilder. Die Seitenspiegel reflektieren überhaupt nicht, was im Grunde bedeutet, dass man eigentlich nicht rückwärtsfahren kann, wenn man alles nur aus dem Cockpit sieht. Aus der Schulterperspektive gibt es manchmal keinen idealen Platz für die Kamera, aber das lässt sich zum Glück recht frei justieren. Das kann natürlich alles auch daran liegen, dass es den Konsolen einfach ein wenig an Dampf fehlt.

Spintires: MudrunnerSpintires: Mudrunner
Das Fahren soll möglichst genau die Realität widerspiegeln, die Trucks benehmen sich deshalb so, wie im wahren Leben.

Das Sound-Design von Spintires: Mudrunner ist hingegen sehr gelungen. Die großen Trucks klingen wie es sein sollte und die unterschiedlichen Geräusche aus dem Wald sorgen für nette Atmosphäre. Umstürzende Bäume krachen laut und nachts ruft eine Eule. Den generischen Heavy Metal-Soundtrack solltet ihr aber lieber stummschalten, denn so kommt bei den Touren durch den Wald kein entspanntes Zen-Gefühl auf.

Spintires: Mudrunner ist in vielerlei Hinsicht anders und das auf innovative Art und Weise. Es hat eine ursprüngliche Faszination riesige Trucks durch den Wald zu steuern. Die Bedingungen zwingen zu Vorsicht und sorgen für ein langsames Tempo. Das Spiel ist fordernd, frustriert aber nicht. Das Schönste an dem Spiel ist die Stimmung, die erzeugt wird wenn wir unserer Arbeit nachgehen. Das kommt nicht oft vor, also probiert es aus.

08 Gamereactor Deutschland
8 / 10
+
Grafik und Physik; entspannte Atmosphäre.
-
Armaturenbrett wird nicht animiert; Keine Reflektionen in den Spiegeln; Kamera stellt uns vor einige Probleme.
overall score
ist die Durchschnittswertung von Gamereactor. Wie hoch ist eure Wertung? Die Durchschnittwertung aller Gamereactor-Redaktionen wird aus den Wertungen in allen Ländern erhoben, in denen es lokalen Gamereactor-Redaktionen gibt