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Kritiken
Call of Duty: WWII

Call of Duty: WWII

Activision führt uns im neusten Ableger ihres explosiven Franchise durch die bekannten Schlachten des zweiten Weltkrieges. Ob Sledgehammmer die Serie wiederbeleben kann?

  • Text: Ford James

Vor drei Jahren hat Call of Duty eine drastische Veränderung im Spieltempo und der Atmosphäre durchlebt. Sledgehammer Games hat uns von der taktischen, viel langsameren Geschwindigkeit von Ghosts hin zu einem Spiel mit deutlichem Sci-Fi-Setting à la Halo geführt (Advanced Warfare), in dem Jetpacks und Vertikalität wichtige Faktoren waren. Der Entwicklngszyklus hat sich wieder einmal vollendet und Sledgehammer ist bereit für den nächsten dramatischen Wandel. Diesmal geht es mit voller Kraft zurück zum zweiten Weltkrieg, den die Serie kehrt endlich zum geerdeteren Gameplay ihrer Wurzeln zurück.

Call of Duty: WWIICall of Duty: WWII
Sledgehammer bietet Veteranen und Einsteigern allgemein genügend Innovationen, um ein neues Abenteuer zu rechtfertigen.

2008 erschien das letzte Call of Duty, das zur Zeit eines Weltkrieges spielte. Treyarch hat sich sehr lange auf dem Erfolg von Infinity Wards Modern Warfare ausgeruht und aus der Marke ein Mehrspieler-Phänomen mit fantastischer, mutiger Story gemacht und mit Nacht der Toten einen eigenen Zombie-Modus eingeführt. Jeder dieser drei Bestandteile legt die Produktionswerte eines eigenen Vollpreisspiels an den Tag und beschäftigt Spieler noch Jahre nachdem sie sich eine Kopie gesichert haben. Sich dem zweiten Weltkrieg zu nähern ist für den verhältnismäßig jungen Call of Duty-Entwickler eine ambitionierte Aufgabe, die sehr leicht auch böse nach hinten gehen könnte, wenn das neue COD wieder nicht überzeugt.

Zuerst wollen wir die schlechte Nachricht aus dem Weg haben; Call of Duty: WWII ist nicht das beste Spiel der Serie - das ist nach wie vor Call of Duty 4: Modern Warfare. Die gute Nachricht? Dieser Titel ist verdammt nahe am zweiten Platz dran. Jeder Aspekt des Spiels ist eine merkbare, elegante Verbesserung von allem, was wir in den letzten fünf Jahren vom Franchise gesehen haben und hier könnten wir endlich den Titel haben, der das Franchise von Grund auf erneuert und mit den Stereotypen der "Hardcore"-Gaming-Community bricht (die den Spielern schon viel zu lange anhaftet).

Seit Call of Duty: WWII angekündigt wurde, wurde die Kampagne als emotionale Erzählung vorgestellt. Wir sollten darin erfahren wie markerschütternd und persönlich die Geschichte eines Soldaten sein kann und was es heißt, zusammen mit Kameraden die Werte zu beschützen, für die das eigene Land einsteht. Und verdammt nochmal, hier liefert das Spiel einfach ab. Den Großteil der Kampagne spielen wir als Ronald "Red" Daniels, einem Mitglied der ersten Infanteriedivision der Vereinigten Staaten während des berüchtigten Längsten Tages an der Küste der Normandie, kurz vor der Befreiung Paris von den Achsenmächten.

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Die Divisionen trennen das Perk-System vom Spiel, allerdings nehmen sie dem Mehrspieler damit auch etwas Varianz.

Es gibt eine Sache die vom Start weg auffällt und das mit welcher Authentizität und Intensität Sledgehammer den Krieg eingefangen hat. In der allerersten Mission werden wir wie die Sardinen in der Dose auf einem Transportboot zusammengepfercht, während über unseren Köpfen furios die Kugeln vorbeirasen. In dem Moment in dem die vordere Landungsklappe auf den Strand sinkt werden aus vertrauten Squad-Mitgliedern blutige Leichen auf dem metallenen Boden. Einige wenige überleben das Gemetzel und die Invasion der Normandie beginnt, doch der Ton bleibt das gesamte restliche Spiel über bestehen.

Die auffälligste Gameplay-Veränderung in der Kampagne von Call of Duty: WWII ist das Entfernen der automatischen Gesundheitsregeneration (das explizit für diesen Modus gilt). Stattdessen wirft uns unser Sanitäter, so wie Elizabeth in Bioshock Infinite, regelmäßig ein Medikit entgegen, das uns mit einer kleinen Verschnaufpause für ein paar Sekunden aus der Action zieht. Diese Heilpakete lassen sich auch abseits des Weges finden, doch es ist schon ziemlich cool sich mit der einen Hand lässig zu heilen, während man Nazis niederschießt.

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