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Kritiken
Table Top Racing: World Tour

Table Top Racing: World Tour

Micro Machines ist das kleine Vorbild für dieses Miniatur-Rennspiel, dass es aktuell gratis für PS Plus-Abonnenten gibt.

  • Text: Kieran Harris

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Die Fortsetzung des erfolgreichen Kampfrennspiels Table Top Racing will das mobile Gemetzel jetzt auch in die heimischen Wohnzimmer bringen. Inspiriert von der klassischen Micro Machine-Reihe rast man in dem kostenlosen PS-Plus-Titel Table Top Racing: World Tour über Tische und kämpft sich bis zur Ziellinie vor.

Table Top Racing: World Tour bietet aber mehr als nur destruktive Rennen und eine ganze Reihe von Events. Ein Höhepunkt sind die Verfolgungsjagden, bei denen man eine wesentlich schnelleres Fahrzeug verfolgen und rammen muss. Es gibt auch Eliminations-Rennen, bei denen nach jeder Runde der unglückliche Raser auf dem letzten Platz nach Hause gehen muss. Das sind vielleicht nicht wirklich neue Spielmodi, aber sie sorgen für schnelle und sehr spaßige Ablenkung.

Table Top Racing: World TourTable Top Racing: World Tour
Optisch wirkt das Spiel hell und dynamisch und die fünf Hauptsets sind mit ihren ganz eigenen Hindernissen toll dekoriert.

Diese Rennen sind in zwei Kategorien eingeteilt - Championships und Spezial-Events. Die Championships sind der Karrieremodus des Spiels und man kämpft in einem Grand Prix Turnier um einen Platz auf dem Podium. Die Spezial-Events sind einzelne Herausforderungen, in denen man ein bestimmtes Fahrzeug benutzen muss, um teilnehmen zu können. Besonders die Championships nutzen sich schnell ab, weil wenig passiert, was für Abwechslung sorgen würde.

Viele Gegenstände, über die man auf den Rennstrecken stolpert, sind überraschend lahm und sie haben wenig Einfluss auf den Ausgang der Rennen. Das kann aber auch am Design der relativ kurzen Strecken liegen, auf denen wirklich starke Power-Ups dann auch gleich zu stark wären. Ich muss zugeben, dass der Einsatz des Eisstrahls sehr befriedigend ist, wenn man zusehen darf, wie der Gegner in einen Eiswürfel verwandelt wird, der hilflos über die Tischkante rutscht. Aber davon abgesehen fühlen sich selbst die üblichen Speedboosts nicht wie ein wirklich wertvolles Extra an und versorgen unseren Miniaturmotor nur mit minimaler Extra-Geschwindigkeit.

Optisch wirkt das Spiel hell und dynamisch und die fünf Hauptsets sind mit ihren ganz eigenen Hindernissen toll dekoriert. Später in der Karriere werden die Strecken mit nur minimalen Veränderungen einfach zu oft wiederverwertet, um den Schwierigkeitsgrad zu erhöhen. Am Ende eines Events wird man abhängig vom Podiumsplatz mit Münzen überschüttet. Mit dem hart verdienten Geld können neue Karren und Upgrades gekauft werden. Jedes Fahrzeug ist wunderschön gestaltet - von Breaking Bad-inspirierten Camping-Vans bis zu schicken Sportwagen ist vieles am Start. Wenn die Karren erstmal hochgepimpt sind, werden die Rennen allerdings viel zu einfach und man hängt die Konkurrenz mit Leichtigkeit ab.

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Table Top Racing: World Tour wollte dem Weg des extrem populären Vorgängers für Smart Devices folgen, schafft es aber nicht bis aufs Podium

Der fehlende lokale Multiplayer ist ein trauriger Hinweis auf die langsam verblassende Erinnerung an tolle Spieleabende mit Freunden. Eine echte Enttäuschung, denn an ähnliche Spiele wie etwa das originale Mario Kart oder Mirco Machines erinnert man sich gerade wegen des Offlinemultiplayers besonders gerne zurück. Online kann man mit bis zu acht Spieler um die Wette rasen, aber viele steigen aus Frustration mitten im Rennen aus.

Der Supercharger-DLC, der zeitgleich zur Veröffentlichung des Spiels erschienen ist, bringt neue Fahrzeuge, Karten und Championships. Das wertet zwar die allgemeine Spielerfahrung auf, aber man wird das Gefühl nicht los, all dies hätte von vornherein schon im Spiel sein sollen. Unter den speziellen Umständen (gratis via PS Plus) wäre das noch egal, aber wenn das Spiel für PC und Xbox One erscheint (und auf der PS4 irgendwann wieder aus dem Plus-Programm fällt) sieht die Sache ein wenig anders aus. Der neue Championship-Event ist generell etwas sinnlos und spiegelt nur jedes Turnier, das man bisher schon gespielt hat und sorgt so für wenig Abwechslung.

Table Top Racing: World Tour wollte dem Weg des extrem populären Vorgängers für Smart Devices folgen, schafft es aber nicht bis aufs Podium, weil es einfach zu viele Probleme unter der Haube hat. Fehlender lokaler Multiplayer, uninspirierte Pick-Ups und die wenigen unterschiedlichen Settings sorgen dafür, dass der Fun-Racer mit der Konkurrenz nicht mithalten kann. Die Adrenalin-geladenen Rennen machen für ein paar Runden viel Spaß - doch der lässt leider aus Mangel an Abwechslung sehr schnell nach.

06 Gamereactor Deutschland
6 / 10
+
schicke Optik, schönes Fahrzeugdesign, unterschiedliche Events
-
kein lokaler Multiplayer, lahme Pick-Ups, viel zu einfach
overall score
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