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Kritiken
Dragon Quest Heroes: Der Weltenbaum und der Tyrann aus der Tiefe

Dragon Quest Heroes: Der Weltenbaum und der Tyrann aus der Tiefe

Auch für die Mischung aus Dynasty Warriors und Dragon Quest gibt es ein paar besondere Mechaniken. Wirklich episch ist das Ergebnis aber trotzdem nicht.

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Ich hatte schon immer viel Spaß mit Dynasty Warriors und den vielen verschiedenen Ablegern. Es ist unglaublich entspannend, sich mit ein paar Kombos durch viele hundert Gegner zu mähen. Es gab zwar auch ein paar stressige Situationen, wenn an verschiedenen Stellen mein Eingreifen erforderlich war. Doch nie war das Problem groß genug, als dass es nicht mit ein paar Schwerthieben gelöst werden konnte. Das Prinzip war vielleicht ein bisschen einfach, aber manchmal ist stumpf einfach Trumpf.

Das Konzept von Dynasty Warriors auch für andere Serien zu nutzen, war eine ziemlich clevere Idee von Omega Force. Mit Hyrule Warriors hat das Studio im letzten Jahr bewiesen, wie viel Spaß das Spielprinzip in einem anderen Zusammenhang machen kann. Bisher erreichte das Studio nämlich im Westen kein großes Publikum. Logisch, kaum jemand interessiert sich für die historischen Schlachten der drei großen Reiche in China. Wie mit einem Trojanischen Pferd erobern die Japaner nun aber ganz neue Märkte.

Dragon Quest Heroes: Der Weltenbaum und der Tyrann aus der TiefeDragon Quest Heroes: Der Weltenbaum und der Tyrann aus der Tiefe
Für die Entwicklung mit verantwortlich sind auch Yuji Horii, der aktuelle General Director für die Reihe, und Dragon Quest-Komponst Koichi Sugiyama.

Auf Dragon Quest Heroes: Der Weltenbaum und der Tyrann aus der Tiefe habe ich mich schon ziemlich gefreut. Ich mag die Rollenspielserie mit dem einzigartigen Design von Akira Toriyama. Und nach dem ersten Anspielen war klar, dass die Figuren auch in der relativ realistisch dargestellten 3D-Welt bestens funktionieren. Für die Entwicklung mit verantwortlich sind auch Yuji Horii, der aktuelle General Director für die Reihe, und Dragon Quest-Komponst Koichi Sugiyama. Was sollte also schon schief gehen?

In der Geschichte schlüpfen wir in die Rolle von Lucian oder Rita. Es ist relativ unerheblich für den Verlauf der Geschichte, aber beide unterscheiden sich deutlich in ihrer Art. Lucian ist bedacht, geht strategisch vor und hört sich gern selbst zu beim Reden. Rita lässt lieber ihre Klinge sprechen und stürzt sich direkt ins Gefecht. Beide sind Leibwächter des Königs von Arboria, aber viel Aufregung gibt es nicht, denn Monster und Menschen leben hier friedlich zusammen - bis eine dunkle Schockwelle durch die Stadt Arboria zieht.

Im Laufe der Reise, auf der wir das Reich von der Dunkelheit retten, lernen wir neue Verbündete kennen, die mit uns kämpfen. Acht Charaktere aus anderen Dragon Quest-Abenteuern tauchen nämlich nach und nach unerwartet auf, darunter Yangus und Jessica aus Dragon Quest VIII oder Vincent aus Dragon Quest VI. Eine geheimnisvolle Kraft hat sie in diese Welt gebracht. Jeder der Charaktere bringt einen eigenen Humor ins Spiel ein, aber vor allem auch eigene Angriffstechniken und Waffen. Das bereichert die Vielfalt und ist ein netter Fan-Service.

Dragon Quest Heroes: Der Weltenbaum und der Tyrann aus der TiefeDragon Quest Heroes: Der Weltenbaum und der Tyrann aus der Tiefe
Mit jedem Level gibt Talentpunkte, mit denen sich Eigenschaften verbessern lassen, sowie Fähigkeiten und Zauber lernen.

Die Gruppe, die wir im Kampf steuern, besteht aus vier Kämpfern. Erfahrungspunkte für einen Levelaufstieg bekommen aber alle Figuren gleichermaßen. Mit jedem Level gibt Talentpunkte, mit denen sich Eigenschaften verbessern lassen, sowie Fähigkeiten und Zauber lernen. Grundsätzlich können wir uns voll auf ganz auf unsere vier liebsten Figuren konzentrieren, aber da bestimmte Figuren effektiver in einigen Situationen sind, lohnt sich auch mal ein Austausch.

Wer die Dynasty Warriors-Reihe bereits kennt, sollte übrigens die fortgeschrittene und nicht die einfache Steuerung nutzen. Man fühlt sich sonst zu schnell bevormundet, was die Wahl der Angriffe angeht. Das Kampfsystem bleibt mit seinen wenigen Kombos ohnehin relativ flach. Daran können auch die drei zusätzlichen Zauber für alle Kämpfer nichts ändern. Außerdem sind die meisten Arenen ziemlich klein und auch die Zahl er Gegner kam mir zumindest in vielen Missionen eher klein vor.

Ein ziemlich nettes Extra sind aber die Monstermedaillen. Gefallene Gegner hinterlassen diese gelegentlich und wir können einige damit als Verbündet auf das Schlachtfeld zurückholen und von anderen die Spezialfertigkeiten nutzen. Das ist praktisch, wenn wir beispielsweise von mehreren Seiten angegriffen werden, aber einen bestimmten Punkt verteidigen müssen. Eine private kleine Armee mit bis zu 24 Monstern verschafft uns dann die nötige Zeit, bevor an der anderen Front alle Gegner besiegt und den dortigen Schlundwärter ausgeschaltet haben, der über ein Portal immer neue Gegner herbeiruft.

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Gefallene Gegner hinterlassen diese gelegentlich und wir können einige damit als Verbündet auf das Schlachtfeld zurückholen und von anderen die Spezialfertigkeiten nutzen.

Gleichzeitig ist diese Mechanik aber auch das Problem. Dadurch nämlich müssen Arenen wie mit schmalen Gängen angelegt werden, weil die Monster sonst aus allen Richtungen her angreifen könnten. Das macht etwas von dem typischen Flair kaputt. Der Druck wird in dem Fall dadurch erzeugt, das der zu schützende Punkt in Gefahr ist, weil sich Monsterhorden darauf zu bewegen. Zeit spielt dabei eigentlich keine Rolle mehr. Die Erfahrung ist etwas strategischer, weil wir Monster gut platzieren müssen. Das macht es überschaubarer, aber gleichzeitig fehlt der Druck möglichst gute Kombos aufzubauen und passende Attacken einzusetzen, damit die Gegner schnell ausgeschaltet sind. Und wir erleben selten diese Momente, bei denen wir uns auf wirklich viele Gegner zu bewegen.

Außerdem gibt es ein paar sehr lästige Nebenaufgaben. Die zusätzlichen Missionen sind alle sehr langweilig in Textform präsentiert. Manche drehen sich darum, eine bestimmte Zahl von Gegnern zu töten. Für andere müssen wir bestimmte Zutaten sammeln - beide Arten von Missionen erledigen wir nebenbei. Glücklicherweise gibt es auch solche, für die wir an einem speziellen Ort eine bestimmte Aufgabe erfüllen müssen. In jedem Fall aber müssen wir jede Mission immer einzeln umständlich annehmen und bei Erledigung auch einzeln bestätigen lassen. Im Anschluss gibt es noch einen Brief vom Auftragsteller.

Wären manche davon nicht erforderlich, weil sie unsere Taschen für Zutaten oder etwa die Leiste für einsetzbare Monstermedaillen vergrößern, würde ich sie am liebsten auslassen. Aus Zutaten können wir aber Gegenstände herstellen. Und obwohl auch dieser Prozess unnötig langwierig gestaltet wurde, sind die Ergebnisse aber zumindest teilweise ziemlich hilfreich im Kampf. Verdienen und finden können wir außerdem noch Minimedaillen, die sich gegen Zutaten, Waffen und Rüstungen eintauschen lassen.

Dragon Quest Heroes: Der Weltenbaum und der Tyrann aus der Tiefe
Die Nebenaufgaben im Spiel sind ziemlich lästig, es gibt keinen Multiplayer und viele Arenen wirken zu klein - aber es gibt ein Wiedersehen mit vielen alten Bekannten.

Dragon Quest Heroes: Der Weltenbaum und der Tyrann aus der Tiefe wirkt etwas unausgegoren und überhastet veröffentlicht. Es ist kein schlechtes Spiel geworden, aber ich hatte schon deutlich mehr Spaß mit anderen Titeln der Reihe. Noch dazu fehlt ein Mehrspielermodus. Der integrierte Onlinemodus sorgt lediglich für spezielle Events wie mehr Geld oder Erfahrungspunkte an ausgewählten Wochenenden oder mehr Zutaten in bestimmten Missionen. Das hätte man auch ohne Online-Anbindungen per Zufallsgenerator implementieren können.

Die Monstermedaillen sind eine wirklich tolle Idee. Und im Spiel gibt es auch ein paar Missionen, bei denen sie wunderbar zum Tragen kommen. Meist sind sie aber dann doch nur nur ein weiteres, nerviges Element, das wir im Blick haben müssen. Die Nebenmissionen sind lästig und alle Rollenspielelemente wirken lieblos integriert. Hyrule Warriors sollte ursprünglich mehr Elemente von The Legend of Zelda beinhalten, bis Shigeru Miyamoto interveniert hat und es heute deutlicher die Handschrift von Dynasty Warriors trägt. Davon hätte Dragon Quest Heroes: Der Weltenbaum und der Tyrann aus der Tiefe sicherlich auch profitiert.

Dragon Quest Heroes: Der Weltenbaum und der Tyrann aus der Tiefe
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Dragon Quest Heroes: Der Weltenbaum und der Tyrann aus der Tiefe
07 Gamereactor Deutschland
7 / 10
+
großer Umfang, hübsche Präsentation, interessante Spielmechaniken mit verbündeten Monstern auf unserer Seite, nette Bosskämpfe, bekannte Helden aus verschiedenen Spielen
-
nervige Nebenmissionen, kleine Arenen, kein Multiplayer, öder Hub
overall score
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