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Kritiken
Split/Second: Velocity

Split/Second: Velocity

Das Konzept hört sich brillant an. Schnelle Autos, fette Explosionen und Rennen mit massenhaft großartigen Zerstörungsmomenten. Super sieht's auch noch aus! Doch leider, leider - es sollte nicht sein...

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Die Story von Split/Second rankt sich um tödliche Rennen als Teil einer populären TV-Show. Eine blutige Show, mit Deathmatches in Autos, ein bisschen wie Running Man ohne Arnold. Acht Fahrer kämpfen in fiktiven Rennwagen um den Sieg - und in Split/Second sind es die Strecken, die im Fokus stehen. Wir dürfen sie fahren wie ein Gesetzloser und die Umgebung verändert sich dabei ständig in einem Meer der Zerstörung. Durch Driften, Springen und Windschattenfahren bauen wir unseren Power-Level in drei Schritten auf - und sobald ein Abschnitt des Zählers aufgeladen ist, lassen sich eine Vielzahl verschiedener Katastrophen als Geschenk für die Mitfahrer entfesseln.

Hubschrauber lassen explodierende Fässer fallen, parkende Autos fliegen spontan in die Luft und ganze Gebäude kollabieren. Solche Sachen eben. Einige dieser Dinge können mehrere Male während eines Rennens passieren, andere sind einmalige Ereignisse. Explodierende Fässer gehören schnell zum wenig beeindruckenden Tagesgeschäft, während zusammenbrechende Strukturen jeder Art stets eine echte Bedrohung darstellen.

Sobald das Powerlevel komplett voll ist, lassen sich die verheerensten Zerstörungen gegen die Gegner einsetzen - und so öffnen sich gelegentlich gar neue Streckenpassagen. Wir dürfen also versuchen, einen Turm über dem uns jagenden Gegner zusammenbrechen zu lassen oder ihm ein Schiff auf den Kopf zu stürzen. Es ist so auch möglich, kurzzeitig verfügbare Abkürzungen zu öffnen und sogar jene zu nutzen, die der Gegner öffnet. Aber da sollte man schnell sein und das Timing muss stimmen. Ist ja schließlich nichts peinlicher, als wenn sich ein Tor direkt vor der Motorhaube schließt und man als Matschklumpen endet.

Split/Second: Velocity
Den Turm zershreddert - und den Gegner gleich mit. Besonders kollabierende Strukturen sind eine reale Gefahr für jeden Split/Second-Piloten.

Split/Second ist eines auf jeden Fall: sehr intensiv. Black Rock Studios haben sich offenkundig lange mit Burnout und Flat Out beschäftigt, womit ein gutes Mass an Chaos und Zerstörung gewährleistet wird. Die KI-Gegner halten gut mit und es ist ihnen egal, ob wir an der Spitze fahren oder Letzter sind - sie werden immer versuchen, uns zu sabotieren. Es gibt einen ständigen Kampf um Positionen und die Duelle sind hart. Wer mit reinen Fahrskills zum Sieg will und gerne eine Führung zwischen sich und dem Zweitplatzierten herausfährt, kann das hier mal gleich vergessen.

Das Game ist in zwölf Episoden eingeteilt, die verschiedene Events enthalten. Wer bestimmte Herausforderungen absolviert, schaltet noch Bonus-Events frei. Es gibt reguläre Rennen, Eliminierungen und einen Modus namens Detonator, wo wir eine Strecke überleben müssen, während um uns herum die Hölle los- und auseinanderbricht. Dann wären da noch ein Modus, wo wir Raketen auszuweichen, die aus einem Hubschrauber abgefeuert werden und einer, wo es darum geht, so vielen Fässern wie möglich auszuweichen, die von der Ladefläche eines vorausfahrenden Lkw herunter rollen.

Niedergeschrieben klingt das wie Burnout auf Steroiden, was ja quasi keine schlechte Sache wäre. In Wirklichkeit aber reißt Split/Second die Burnout-Messlatte an vielen Stellen. Das Zerstörungs-Feature fühlt sich schnell wie ein sich wiederholendes Gimmick an. Die ersten 20, 30 Mal ist es sicher beeindruckend, aber dann wird der Budenzauber ziemlich schnell langweilig und vorhersehbar. Die Steuerung ist gut, aber die Fahrphysik des Autos könnte (sie müsste) viel besser sein.

Wer online an Survival-Rennen teilnimmt oder mal schnell ein paar Freunde zerquetschen will, dem bereitet Split/Second eine Weile echten Spaß. Aber am Ende des Tages ist es ein Rennspiel, das nicht das übertriebene Chaos eines Flat Out produziert oder an die ultra-schnelle Finesse der Burnout-Serie heranreicht. Bereits nach wenigen Stunden hinter dem Lenkrad ist man des Spiels überdrüssig und es fühlt sich an, als ob das versprochene, spannende Chaos zu großen Teilen während der Entwicklung des Titels verbraucht wurde.

Split/Second: Velocity
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06 Gamereactor Deutschland
6 / 10
+
Großartige Grafik, intesives Erlebnis, nette Strecken
-
Keine Variation, langweilige Fahrphysik
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