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Kritiken
Theatrhythm Final Fantasy: Curtain Call

Theatrhythm Final Fantasy: Curtain Call

Square Enix hat das Musikspiel deutlich erweitert und mit neuen Inhalten versehen. Können sich Fans der Reihe dem eigentlich entziehen?

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Die Musik von Final Fantasy hat vor allem auch dank Nobuo Uematsu etwas Magisches. Der Komponist hat fast zu allen Spielen der Reihe den Soundtrack geschrieben und sich damit bei vielen Fans für immer ins Gedächtnis gebrannt. Zum Jubiläum der Reihe vor zwei Jahren gab es mit Theatrhythm Final Fantasy bereits eine umfangreiche Sammlung, die die beliebtesten Musikstücke in einem Spiel vereinte. Das Spiel ist damals auch bei uns ziemlich gut angekommen. Nun bringt Square Enix mit Theatrhythm Final Fantasy: Curtain Call einen Nachfolger.

Spielerisch bleibt alles beim Alten. Es gibt mit Battle Music, Field Music und Event Music drei verschiedene Spielvarianten. Ersteres soll einen Kampf widerspiegeln und wir müssen mit dem Touchscreen oder mit den Tasten - praktischerweise funktioniert beides - auf die Symbole auf dem Bildschirm im richtigen Moment reagieren. Ähnlich ist Field Music, wobei hier manche Passagen mit gedrückter Taste oder Touchscreen über mehrere Ebenen verlaufen, denen wir folgen müssen. In Event Music sind die schönsten Zwischensequenzen aus der Reihe verarbeitet. Die Noten laufen hier nicht von der Seite auf den Bildschirm ein, sondern wir folgen einer Spur quer über den Bildschirm. Schwierig wird das Spiel wie gehabt erst in den höheren Schwierigkeitsgraden.

Theatrhythm Final Fantasy: Curtain CallTheatrhythm Final Fantasy: Curtain Call
An Bord sind also 221 Songs aus so ziemlich allen Spielen, die mit der Reihe in Verbindung stehen

Zunächst einmal die guten Nachrichten. Fast alle Inhalte aus dem ersten Spiel sind auch im neuen enthalten. Dazu gehören auch sämtliche herunterladbaren Zusatzinhalte. Es fehlt lediglich das Stück "Somnus" aus Final Fantasy XV. An Bord sind also 221 Songs aus so ziemlich allen Spielen, die mit der Reihe in Verbindung stehen - auch Ableger wie Final Fantasy VII: Crisis Core und Final Fantasy Fables: Chocobo's Dungeon sind vertreten. Als besonderes Extra wurden sogar zwei Stücke von Mystic Quest mit aufgenommen und über herunterladbare Zusatzinhalte sind noch einmal 50 weitere Stücke erhältlich, darunter vier aus der Romancing SaGa-Reihe.

Doch nicht nur inhaltlich ist Theatrhythm Final Fantasy: Curtain Call eine umfassendere Erfahrung. Die Solo-Erfahrung wurde um einen Modus namens Quest Medley erweitert. Wie der Name im Grunde verrät, spielen wir hier eine Reihe von Songs, die als Abenteuer verpackt wurden. Mit unser Gruppe ziehen wir von Song zu Song, es gibt verschiedene Wege und wir sammeln Schlüssel, Gegenstände, Sammelkarten sowie jede Menge Erfahrungspunkte. Es gibt vier unterschiedlich große Quest Medleys, wobei jede Kategorie noch einmal unterschiedlich schwere Abenteuer beinhaltet.

Je nach Art und Umfang gibt es ein oder mehrere Bosskämpfe auf jeder Reise und wir müssen gut mit unseren Heiltränken umgehen oder Helden mit entsprechenden Heilfähigkeiten dabei haben. Der Modus liefert ein nettes, kompaktes Abenteuer, das den Rollenspielcharakter des Musikspiels unterstreicht. Wie bisher verfügen unsere Spielfiguren nämlich über unterschiedliche Eigenschaften und Fähigkeiten, die sich nach und nach freischalten lassen. Manche werden bei bestimmten Voraussetzungen aktiviert, andere unterstützen uns dauerhaft. Gerade in diesem Modus lohnt es sich, ein bisschen zu experimentieren.

Theatrhythm Final Fantasy: Curtain Call
Als Schmankerl gibt es übrigens noch einen Musikplayer, der auch Töne über den Kopfhörerausgang sendet, wenn der 3DS zugeklappt ist.

Die Karten, die wir im Quest Medley freischalten, lassen sich mit von uns gestalteten Profi-Cards auch über Streetpass teilen. Als Belohnung bekommen wir außerdem Rhythmia und für Bossgegner auch Kristallsplitter. Ersteres schaltet nach und nach mehr Funktionen und Anpassungsmöglichkeiten im Spiel frei. Die Kristallsplitter ermöglichen uns derweil Zugriff auf neue Charaktere. Davon gibt es über 60 im Spiel und weitere als kostenpflichtigen Zusatzinhalt. Auch diese stammen aus vielen verschiedenen Spielen und auch hier wurde uns mit Benjamin ein Charakter aus Mystic Quest spendiert. Sammeln können wir Rhythmia und Erfahrungspunkte übrigens auch regulär, wenn wir einfach den gewünschten Song abspielen. Zusätzliche Rhythmia gibt es jeweils für den Song des Tages.

Neu ist auch der Versus-Modus, in dem wir gegen andere Spieler antreten - entweder lokal oder über das Internet. Wem beides nicht möglich ist, der kann alternativ auch gegen den Computer spielen. In dieser Variante geht es nicht einfach nur darum, möglichst genau die Noten zu treffen. Zwischendurch schickt uns nämlich der Gegner fiese Effekte, auf die wir reagieren müssen. Richtungspfeile können sich etwa für kurze Zeit im Kreis drehen, das Tempo der Symbole wird verändert oder wir erfahren erst kurz vorher, was für ein Symbol da ankommt.

Als Schmankerl gibt es übrigens noch einen Musikplayer, der auch Töne über den Kopfhörerausgang sendet, wenn der 3DS zugeklappt ist. Theatrhythm Final Fantasy: Curtain Call ist wirklich Fanservice Deluxe. Es werden viele Erinnerungen wach, wenn wir einige Melodien nach langer Zeit mal wieder hören. Zwar kann sich nun jeder überlegen, ob ihm das erste Spiel nicht auch ausreicht. Doch genau genommen wird dann immer etwas fehlen. Und auch wenn die Spielmechaniken sich nicht verändert haben, so gibt es doch genug neuen Stoff für relativ schmales Geld. Weil allerdings noch immer nicht alle Lieder in die Sammlung eingeflossen sind, kann natürlich nicht ausgeschlossen werden, dass irgendwann ein weiteres Spiel kommt. Doch wer weiß das schon.

Theatrhythm Final Fantasy: Curtain Call
Theatrhythm Final Fantasy: Curtain Call
09 Gamereactor Deutschland
9 / 10
+
viele neue Inhalte, großer Umfang, dicker Fanservice, unterhaltsam, fordernd
-
es fehlen immer noch ein paar Songs, Englische Bildschirmtexte
overall score
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