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Logitech G613

Profi-Performance trotz drahtloser Verbindung - Logitech verspricht den Traum vieler Gamer.

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Logitech hat uns im Oktober mächtiges, kabelloses Gaming-Equipment zur Verfügung gestellt, das wir euch in den nächsten Tagen vorstellen werden. Teil eins unserer speziellen Gadget-Berichterstattung stellt die kabellose, mechanische Gaming-Tastatur G613 vor, die die professionellen Anforderungen kompetitiver Spielniveaus mit der Freiheit verbundloser Technik vereinbart. Ob das funktionierten kann, erfahrt ihr in unserem Test:

Logitech G613
Hier sind alle Bestandteile ersichtlich, die im Lieferumfang enthalten sind. Dazu kommen Garantie- und sonstige Hinweise.

Die G613 wiegt 1410 Gramm und ist damit verhältnismäßig schwer für eine mobile Tastatur. Aber natürlich platziert man das Teil ja auch nicht auf den Oberschenkeln, wenn man wettbewerbsorientiert spielen möchte. Obwohl das Gewicht beim bequem auf den Schoß liegen nicht weiter auffällt, überraschte mich die Masse beim Umhertragen durchaus. Die hohen Tasten sind auf einer stabilen Unterlage aus Hartplastik eingelassen und werden somit zu einem kleinen Teil vom Modell umschlossen. Durch den festen Handballenschutz wirkt die G613 massiv und eben, obwohl sie insgesamt recht schlank ist. Auf der unaufgeregten Unterseite sind Rutschbezüge angebracht worden, damit die mechanische Tastatur ordentlich Halt hat. Zwei ausklappbare Antirutschfüße wurden in eine gerillte Plastikverarbeitung eingelassen, die für zusätzliches Tippgefühl ein- oder ausgefahren werden können.

Um seinem eSports-Fokus gerecht zu werden verwendet die G613 Romer-G-Switches. Diese Schalter schlagen bereits nach 1,5 Millimeter an und sorgen für ein bis zu 25 Prozent schnelleres Anschlagmoment als vergleichbare Switches, selbst bei geringer Kraftauswirkung. Der Anschlagston ist stumpf, aber im Vergleich zur Logitech G413 nicht gedämpft. Headset-Gamer mag das sowieso nicht stören und auch meinen Mitspielern im Sprachchat fiel das Testgerät nicht weiter auf. Auffällig sind bei der G613 ansonsten nur die dedizierten Shortcut-/Makro- und Mediatasten (die sich vom Tippgefühl deutlich von den normalen Tasten unterscheiden). Je sechs Stück davon haben es auf die mechanische Tastatur geschafft - praktisch, falls man dafür Verwendung hat. Insgesamt sind alle Tasten selbst, ebenso wie das Gerüst des Geräts, wertig und robust, was sich selbstverständlich im Preis niederschlägt.

Das Herzstück der G613 ist die sogenannte Lightspeed-Technologie mit nur einer Millisekunde Reaktionszeit. Diese Technik bringt laut Logitech kabelloses Gaming auf Augenhöhe mit den physischen Konkurrenten und die Performance-Ergebnisse geben dem Urteil des Herstellers Recht. In unserer Testumgebung lassen sich solche technischen Daten nicht verifizieren, doch der Drei-Wochen-Test zeigte trotz intensiver Benutzung keine Anzeichen von Fehlerquellen. Die Funkverbindung wurde nicht ein einziges Mal ungewollt unterbrochen, Installation und Wechsel der Tastatur war auch zwischen mehreren Computern problemlos möglich. Selbst das Verwenden mehrerer kabelloser Geräte hat nicht zu etwaigen Problemen geführt.

Logitech G613Logitech G613
Dieses Teil soll 18 Monate am Stück laufen können.

Eine physische Verbindung zum Computer ist bei der G613 nicht nötig, allerdings wird noch immer ein freier USB-Steckplatz für den Sendeempfänger benötigt. Das kleine Stück Metall ist hochsensibel und ein anfälliger Fehlerherd, deshalb sollte es geschützt untergebracht werden. Die Verbindung zur G613 erfolgt über die patentierte Lightspeed-Übertragung oder per Bluetooth (Kontrolle mobiler Geräte ist dadurch möglich), zwei Tasten auf dem Gerät wechseln zwischen diesen beiden Methoden.

Über die deutschsprachige Support-Webseite von Logitech lässt sich die „Logitech Gaming Software" herunterladen, mit der die Tastatur überwacht und angepasst wird. Bei der G613 dürfen wir dort zum Beispiel die Belegung der sechs makrofähigen Shortcut-Tasten (G-Tasten) vornehmen und spezielle Spielmodi einstellen. Die Software ist zudem ein Diagnose-Werkzeug für den privaten Gebrauch und zeigt aktuelle Informationen zum Akkustand und der Verbindungsrate an. Das Programm aktualisiert die entsprechenden Geräte selbstständig und hilft in Problemfällen (was in unserem Testeitraum glücklicherweise nicht vorgekommen ist).

Die G613 wird mit zwei AA-Batterien betrieben und soll laut Herstellerangabe bis zu 18 Monate laufen. Auch wenn dieser Richtwert stark von der Verwendung abhängt (und wir das aus nachvollziehbaren Gründen nicht ausreizen konnten) ist diese Leistung beeindruckend. Gleichzeitig verzichtet Logitech bei der G613 auch auf eine eigene Tastenbeleuchtung, was mittlerweile für viele Gamer ja Pflicht geworden ist. Das schont zwar die Umwelt, ist aber auch ein bisschen unpraktischer (obwohl man natürlich eh immer bei entsprechend hellen Sichtverhältnissen spielen sollte).

Logitech G613Logitech G613
Drauf- und Drunteransicht der G613.

Wer sich für das kabellose Logitech-Setup entscheidet muss bedenken, dass man mit sensiblen kleinen USB-Sendern arbeitet, ohne die das Gadget im Zweifelsfall nutzlos wird. Und obwohl eine Warnanzeige auf der G613 rechtzeitig auf den niedrigen Akkustatus aufmerksam macht, bieten kabellose Technologien noch immer ein gewisses Restrisiko (obwohl kabelgebundene Technik ebenfalls Fehleranfällig ist). Die Performance der kabellosen Gaming-Tastatur von Logitech spricht letztlich aber für sich, denn einen technischen Nachteil haben wir im Online-Spiel nicht ausmachen können. Aufmachung und Präsentation der G613 sind hochwertig, allerdings ist das Produkt nicht gerade günstig, was den Raum für viele starke Konkurrenten öffnet. Wer unbedingt den Kabelsalat hinter dem Schreibtisch auflösen will und hohe Ansprüche an sein Computer-Setup hat, der wird an der Lightspeed-Technologie von Logitech vorerst nicht vorbeikommen.

09 Gamereactor Deutschland
9 / 10
+
Wertige Aufmachung; robuste Erfahrung; stabile Lightspeed-Technologie; Wechsel auf Bluetooth zur Remote-Kontrolle kompatibler Geräte; Romer-G-Switches; Anpassung durch Software möglich.
-
Preis recht hoch; für mobile Benutzung zu schwer.
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