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Alienware Alpha Base

Im Herbst soll endlich SteamOS starten. Die ersten Geräte gibt es schon heute. Von Alienware gibt es ein hübsches Einstiegsmodell für das Wohnzimmer.


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Im Herbst geht es endlich richtig los mit Steam auf dem Fernseher. Seit September 2012 gibt es bereits den Big-Picture-Modus, der den Weg in die Wohnzimmer ebnete. Danach ging es Schritt für Schritt weiter. Erst mit der Ankündigung von SteamOS und dann auch damit, dass Hardware-Hersteller angehalten wurden, spezielle Steam Machines zu entwickeln, die für den Betrieb am Fernseher optimiert sind.

Eine davon steht nun bei uns im Office. Diese Steam Machine stammt von Alienware, einem Gaming-Tochteruntenehmen von Dell. Mit der Alpha-Serie ist man seit November in den USA am Start und seit dieser Woche auch bei uns, selbst wenn SteamOS noch auf sich warten lässt. Es wurde einfach eine eigene Oberfläche entwickelt, die später mit dem neuen System überschrieben werden kann. Wir haben uns die Kiste bereits im Vorfeld angeschaut.

Alienware Alpha
Dass die Hardware kein Highend-System ist, überrascht bei dem angepeilten Preis 549 Euro kaum.

Mit der quadratischen Grundfläche, einer Kantenlänge von 20 Zentimetern und einer Gesamthöhe von nicht einmal acht Zentimetern ist das Ding kompakter als eine PS4 oder Xbox One. Außerdem sollte es als "Standfuß" unter die meisten Flachfernsehgeräte passen. Noch dazu ist Alienware Alpha ziemlich still und surrt nur wenig. Das schwarze Plastik der Hülle ist rundherum glänzend und oben matt, so das Staub nicht auffällt oder schwere Kratzer entstehen könnten. Das Design macht nicht sonderlich viel her, aber ist schlicht und unauffällig. Ein kleines Schmankerl an der Konsole sind zwei LED-Elemente integriert, die vordere Ecke und der Alienware-Einschaltknopf, deren Farbe wir in den Einstellungen selbst bestimmen können.

Verbaut sind ein Intel Core i3-4130T Dual-Core-Prozessor mit einer Taktung von 2,9 Gigahertz, eine Nvidia Geforce GTX 860M Grafikkarte mit zwei Gigabyte RAM, vier Gigabyte Arbeitsspeicher sowie eine Festplatte mit 500 Gigabyte Speicherplatz. Zwar ist der Prozessor relativ schwach auf der Brust, aber bei der Grafik können wir zumindest auf halbwegs starke Unterstützung bauen. Außerdem haben Nvidia und Alienware für eine schnelle Befehlsausführung den Grafikprozessor speziell angepasst. Der Nachteil davon sind eigene Treiber, die hoffentlich immer entsprechend schnell aktualisiert werden.

Getestet haben wir die Hardware unter anderem mit dem drei Jahre alten Sleeping Dogs, das bei den besten Einstellungen schon deutlich ins Stottern kommt. Bei hohen Grafikeinstellungen lief es zufriedenstellend, optimal waren mittlere Anforderungen, die allerdings bereits echte 1080p-Auflösung ermöglichen. Auch andere Spiele wie The Bureau: Xcom Declassified oder Tropico 5 funktionierten hervorragend und sahen auch sehr gut aus.

Alienware Alpha
Dank Steam Big Picture funktioniert das Gerät auch schon heute wie eine Konsole, aber Unterstützung für SteamOS soll im Herbst folgen.

Es gibt vorn zwei USB 2.0-Anschlüsse, hinten neben dem Anschluss für das Netzteil, HDMI-Out und HDMI-In einen Ethernet-Anschluss, einen optischen Audio-Ausgang und zwei USB 3.0-Anschlüsse. An der Unterseite gibt es eine Klappe mit einem weiteren USB-Anschluss, an dem der Empfänger für den Steam-Controller eingesteckt werden soll. WLAN gibt es natürlich auch, was allerdings fehlt ist ein Laufwerk für DVDs oder Blu-rays. Alle Inhalte müssen digital erworben werden. Alienware hat das Modell außerdem nicht für den Hochkantbetrieb konzipiert. Die Radiallüfter, wie wir sie aus Notebooks kennen, saugen die Luft an der Unterseite an und geben die Luft nach hinten ab. Hitze sollte also im Normalbetrieb nicht an den Seiten entstehen.

Beim ersten Start braucht die Box noch ziemlich lange. Fast 30 Sekunden müssen wir warten. Allerdings gibt es danach auch eine Ruhemodus, aus dem das Gerät ziemlich fix aufwacht und betriebsbereit ist. Zum Bedienen brauchen wir keine Maus und keine Tastatur. Alles lässt sich mit dem mitgelieferten kabellosen Xbox 360-Controller und dem dazugehörigen Funkadapter regeln. Wenn im Herbst SteamOS und der neue Steam-Controller erschienen, werden auch diese natürlich unterstützt. So lange läuft Alienware Alpha noch mit Windows 8.1, wovon wir aber nichts mitbekommen müssen, sondern das Gerät bequem direkt im Big-Picture-Modus starten können.

Alienware Alpha
Das Gerät ist sehr kompat und schlicht gehalten und verfügt über zwei leuchtende Elemente, deren Farbe wir anpassen können.

Auf Steam wiederum kann es passieren, dass einige Spiele Maus und Tastatur nutzen und kein Gamepad unterstützen. Aber dafür gibt es ja auch noch reichlich freie USB-Ports beziehungsweise den mitgelieferten Adapter. Und im November scheint ja offiziell der Steam-Controller, mit dem die Funktionen von Maus und Tastatur vereint werden sollen. Wir sind gespannt, ob auch wirklich viele Spiele SteamOS unterstützen werden - das ist dann nämlich der kleine Haken an der Sache.

Es ist ein ziemlich guter Vorgeschmack auf das, was Valve uns für November diesen Jahres versprochen hat. Zwar ist Alienware Alpha im Moment nur ein relativ gewöhnlicher PC mit Windows 8 und Steam mit Big Picture-Modus, aber allein wie schnell wir Spiele herunterladen und spielen können, wie erstaunlich gut bereits die Navigation funktioniert und obwohl es nur eine Zwischenlösung ist, wie integriert und einfach sich diese Variante anfühlt.

Dass die Hardware kein Highend-System ist, überrascht bei dem Preis von 549 Euro kaum. Dafür verbraucht die Steam Machine wenig Energie, ist ziemlich geräuscharm und kann mit der aktuellen Konsolengeneration trotzdem mithalten. Wer mehr will, kann zwischen mehreren Konfigurationen wählen. Mehr Arbeitsspeicher und höhere Prozessorleistung sollten Spielenerds die Investition wert sein. Aber auch mit der aktuellen Konfiguration kann man bereits viel Spaß haben.

Anmerkung: Alienware Alpha Base gibt es derzeit in vier verschiedenen Ausführungen. Die Preise reichen bis 859 Euro und die Modelle unterscheiden sich in den Komponenten. Getestet haben wir nur das Einstiegsmodell. Alle Modelle beinhalten außerdem Vollversionen von Anomaly: Warzone Earth, Awesomenauts, Magicka inklusive Dungeons and Daemons, Metro: Last Light, Payday 2 und Strike Suit Zero sowie zwei Demos und ein In-Game Item für Gauntlet. Der Wert dieser Inhalte soll mehr als 100 Euro betragen.

Alienware Alpha
Alienware Alpha
08 Gamereactor Deutschland
8 / 10
+
kompaktes und schlichtes Design, günstiges Einstiegsmodell, fit für SteamOS und den Steam Controller
-
lahmer Start aus dem ausgeschaltetem Zustand, schwacher Prozessor
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