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Milchmädchenrechnung #3

Milchmädchenrechnung #3

Tagged als: Free to Play, PC

Stéphanie Perotti, Chefin für Ubisofts Online-Aktivitäten weltweit sagt gegenüber Venturebeat: "Wir sind dabei, mit Die Siedler Online in vier Jahren mehr Geld zu machen, als die Siedler Marke auf dem PC in über neun Jahren gemacht hat."

Zur Erinnerung:
Bluebyte-Veröffentlichungen
1993: Die Siedler
1996: Die Siedler II
1998: Die Siedler III

Ubisoft-Veröffentlichungen
2001: Die Siedler IV (nur Europa)
2004: Die Siedler 5 (nur Europa)
2007: Die Siedler 6 (Europa und Nordamerika)
2010: Die Siedler 7 (Europa und Nordamerika)

Welche neun Jahre hat sie jetzt genommen? Die Zeit seit 2001? Wirklich die Zeit, in der die Serie große Probleme hatte und kaum wahrgenommen wurde? Vielleicht hat sie ja sogar noch Die Siedler 7 weggelassen. Wobei der Titel auch seine Probleme hatte, weil er von Teilen der Community für Ubisofts Online-Kopierschutz boykottiert wurde. Der war frisch eingeführt und fiel öfter aus, als er tatsächlich funktionierte.

Und welche vier Jahre werden da gerechnet? Die Siedler Online ist im Oktober 2010 gestartet. Also inzwischen zwei Jahre am Start. Sind Prognosen enthalten? Oder wurde Umsatz einfach verdoppelt? Geht es um den Umsatz in Europa? Nordamerika? Oder weltweit?

Die Siedler Online ist übrigens weltweit in jedem Land der Welt am Start. Aber direkt werden 19 Länder und neun Sprachen bedient. Für Die Siedler 7 waren es fünf Sprachen und über die diversen Distributionskanäle, die Ubisoft vor allem in Europa hat, wurden nur 28 Länder versorgt.

Natürlich ist es einfacher, mit einem Spiel viel Umsatz zu machen, wenn es weltweit vertrieben wird. Und wenn die Qualität stimmt. Die Siedler Online erinnert mehr an das, womit die ersten drei Spiel gepunktet haben als an die kläglichen Versuche, die dann folgten.

Die Siedler war trotz des eigentlich recht zugänglichen Spielprinzips trotzdem nur in Deutschland groß. Das hat auch etwas mit Marketing zu tun. Interessant fände ich, wie es sich mit dem Umsatz in Deutschland verhält. Diese Größe wäre aussagekräftig.

HQ

Zickenkrieg #6

Tagged als: Bitch, PC

Das nenne ich mal eine gelungene PR-Aktion. Gestern erschien mit World of Warcraft: Mists of Pandaria die vierte Erweiterung für das Online-Rollenspiel. Die Konkurrenz will vom Trubel selbst etwas profitieren und kontert volle Breitseite mit einem Spendenaufruf.

Wer die Erweiterung Rift: Storm Legion für das gleichnamige Online Rollenspiel von Trion Worlds bestellt, kann helfen, dem gefährdeten, großen Panda zu retten. Für jede bis zum 3. Oktober vorbestellte Version von Storm Legion spendet Trion Worlds einen Dollar an Pandas International.

Gemeint ist in dem Fall nämlich nicht Blizzards Panda-Abenteuer, sondern die bedrohte Tierart. Und tatsächlich ist es eine nette Geste, die Non-Profit Organisation bei ihrer wichtige Arbeit zu unterstützen. Das man das ganze aber trotzdem mit einem Augenzwinkern sieht, beweist der folgende, von der PR-Agentur verfasste Pressetext:

Als Unterstützer der weltweiten Erhaltung von Pandas versteht das Team von Trion, dass diese sanften Riesen am besten aus der Ferne bewundert werden und dass jeder menschliche Eingriff in ihren natürlichen (oder digitalen) Lebensraum einen schädlichen Einfluss auf ihre stille Majestät hat.

Zickenkrieg #6

Schlaflos in Berlin

Tagged als: Spam

Wer nachts auf Displays von Monitoren, Handys und Tablet-PCs schaut, kann sich laut einer Studie das Leben verfuschen. Denn laut dem Unternehmen Milchkristalle GmbH führt das dazu, dass die Melatoninproduktion "drastisch gedrosselt wird" und wir an Schlafstörungen leiden. Es geht hierbei um bis zu 22 Prozent, wenn man nachts noch zwei Stunden am PC hängt, was ich jetzt nicht furchtbar viel finde.

Aber wer Panik schiebt und Angst um seinen "circadianen Biorhythmus" hat: Zusätzlich zugeführtes Melatonin soll Abhilfe schaffen. Angeboten wird das zufälligerweise - Ta-Dah! - von der Milchkristalle GmbH.

Eigentlich interessiert mich solch aufgebauschter Unsinn ja nicht wirklich, aber besonders großartig finde ich die Quelle von Melatonin. Das finden wir nämlich vor allem in nachts gemolkener Milch. Deswegen bezeichnet das Unternehmen diesen Stoff als das Hormon der Nacht. Wer also Schlafstörungen hat, sollte lieber Milch melken.

Ansonsten brauchen wir uns im Winter darüber aber offensichtlich weniger Gedanken machen, dann da bleibt der Melatoninspiegel auch tagsüber erhöht und Folgen davon wieder sind wiederum auch Müdigkeit, Schlafstörungen und Winterdepressionen.

Immerhin, dass muss ich ja schon fast lobend erwähnen, hat das Unternehmen nicht angefangen, wie einige Unternehmen in den USA damit zu werben, dass damit Haare besser wachsen, die Alterung verlangsamt und Krebs vorgebeugt wird. Wissenschaftler sind sich jedenfalls keinesfalls einig, ob dieses Mittel wirklich irgendeine Funktion hat.

Aber gern zitiere ich einen Artikel aus dem Deutschen Ärzteblatt. Dort steht, dass Nachtmilchkristalle nichts als teure Placebos sind. Die Melatoninmenge in den Nachtmilchkristallen sei verschwindend gering. Und um die gleiche Menge in Form von Nachtmilchkristallen einzunehmen, müsste man zwei Millionen Portionen schlucken

Ich selbst übrigens kann besser einschlafen, wenn ich abends mit dem Nintendo 3DS noch eine Runde Picross spiele. Ein großartiger Titel, um abzuschalten. Schlafstörungen sind mir noch nie aufgefallen. Allerdings reduziere ich die Helligkeit des Displays nachts sowieso auf ein Minimum, sonst ist es für die Augen schon arg anstrengend.

Schlaflos in Berlin

Offline wird Online

Tagged als: Nerd, Gimmick

Eine ganz sympathische Idee kam da dem Notiz-App-Entwickler Evernote und dem Notizbuch-Veteranen Moleskine: Beide hervorragenden Produkte werden zu einem großartigen Werkzeug miteinander verknüpft.

Der Name dieses im Grunde sehr simplen Produkts ist Evernote Smart Notebook und es wird von Moleskin produziert. Wir kaufen also das Offline-Notizbuch und können damit unsere Notizen clever digitalisieren. Die iOS-Anwendung Evernote liest das Bild ein, korrigiert es automatisch im Format und durch smarte Sticker sind die eingelesenen Seiten gleich entsprechend kategorisiert. Und das Beste: Handschriftliche Notizen werden, so weit möglich, auf diese Weise durchsuchbar.

Die Bücher sind ab dem 1. Oktober erhältlich und kosten 25 Dollar im Poketformat und 30 Dollar in der großen Version. Mit dabei ist ein Drei-Monats-Abo für den Premium-Dienst von Evernote. Der kostet ansonsten fünf Euro pro Monat oder 40 Euro pro Jahr. Wer mehr darüber wissen will, informiert sich hier.

Offline wird Online

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