Milchmädchenrechnung #2 - Blog von: Martin Eiser - Gamereactor
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Milchmädchenrechnung #2

Mit viel Tamtam luden Sky und Microsoft ein, um Fernsehen neu zu definieren. Und jetzt ist es raus: Sky Go kommt auf die Xbox 360.

Was ist Sky Go?
Seit April kann man für 12 Euro im Monat zusätzlich, die Inhalte von Sky auch auf PC, Laptop und Ipad schauen. Und jetzt eben auch auf der Xbox 360. Nötig ist dafür eine Goldmitgliedschaft, die kostet im Jahr 59,90 Euro. Und ein Abo für den Pay TV-Dienst Sky, das 45,90 Euro im Monat kostet. Und dann eben Sky Go für schlanke 12 Euro im Monat.

Und wofür?
Damit ich an dem Fernseher, an dem meine Konsole steht, auch Sky über die Xbox 360 und nicht über den ohnehin erforderlichen und zum Teil kostenfrei zur Verfügung gestellten Receiver geschaut werden kann? Für den zweiten Fernseher vielleicht? Gut, das wäre eine Option, dann spart man sich die einmalige Gerätegebühr von 69 Euro, die Sky für den Receiver verlangt.

Aber eigentlich könnte man auch einfach über Iphone, Ipad oder PC schauen. Für Xbox 360 Kunden jedenfalls ergibt sich aus diesem Angebot jetzt nicht plötzlich ein Schnäppchen. Neben der Goldmitgliedschaft werden in jedem Fall 550,80 Euro fällig. Und wer Sky dann lieber auf seiner Xbox 360 haben will, weil er den Receiver, den er wie gesagt in jedem Fall benötigt, vielleicht nicht mag, dann kann man das machen. Für 144 Euro zusätzlich im Jahr.

Was ist nun die Zukunft des Fernsehens
750 Euro statt 550 Euro für den gleichen Service zu bezahlen. Die GEZ-Gebühren in Höhe von 215,76 Euro einmal ganz außen vor gelassen.

Wem nutzt die Partnerschaft
Vielleicht Sky, die für 2011 irgendwann mal Gewinn in Aussicht gestellt haben? Oder doch Microsoft, die laut Aussage von Deutschland-Chef Kaltner in höchstens sechs Monaten an der Playstation 3 und der Wii vorbeiziehen wollen? Die beiden Unternehmen sind offenbar sehr verzweifelt, doch einer profitiert hier nicht und das ist der Kunde.

Übrigens ging der letzte Artikel unter diesem Thema auch an Microsoft. Damals allerdings haben sie den Preis nicht in die Höhe getrieben, sondern ihn in den Boden geramscht. Man sucht in München offenbar noch nach der richtigen Balance.

Milchmädchenrechnung #2

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