2026: Das Jahr, in dem Bulgarien der Eurozone beitrat.
Der Lev verschwindet in die Geschichte, als Bulgarien den Euro als neue Währung einführt.
Bulgarien wird am 1. Januar 2026 offiziell das 21. Mitglied der Eurozone, nachdem es erstmals die EU-Kriterien für Inflation, Staatsverschuldung und fiskalische Stabilität erfüllt hat. Dies folgt auf jahrelange Verzögerungen, verursacht durch politische Instabilität und Regierungsbedenken.
Der Übergang erfolgt inmitten tiefer innenpolitischer Unsicherheit. Bulgarien beginnt das Jahr mit einer Übergangsregierung, keinem genehmigten Haushalt für 2026 und wachsender öffentlicher Skepsis: Fast die Hälfte der Bevölkerung lehnt laut aktuellen Umfragen die Einführung des Euro ab.
Die Behörden haben Preiskontrollen, Doppelpreise in Geschäften und späte Informationskampagnen eingeführt, um Ängste vor Inflation und Kaufkraftverlust zu lindern.
Trotz der politischen Unruhen begrüßen Unternehmen die Veränderung im Großen und Ganzen. Da der Lev lange an den Euro gebunden ist, erwarten Unternehmen niedrigere Transaktionskosten, günstigere Finanzierung und stärkeres Vertrauen der Investoren. Über die Ökonomie hinaus stärkt die Einführung des Euro auch Bulgariens geopolitische Ausrichtung mit der EU in einer Zeit zunehmender regionaler Spannungen.
Ursula von der Leyen zu X:
"Morgen tritt Bulgarien dem Euroraum bei. Dieser Meilenstein spiegelt jahrelange harte Arbeit und Engagement wider. Jetzt bedeutet es einfachere Zahlungen, leichtere Reisen und viele neue Möglichkeiten für bulgarische Unternehmen. Поздравления, България! Du kannst stolz auf das sein, was du erreicht hast."