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Ni no Kuni II: Schicksal eines Königreichs

Ni no Kuni II: Schicksal eines Königreichs

Sam ist in zwei schwierige Kämpfe geraten, doch nach einiger Zeit hat er sich in die Gameplay-Mechaniken eingefunden.

  • Text: Sam Bishop

Ni no Kuni II: Schicksal eines Königreichs wurde zwar schon auf der E3 vorgestellt, Bandai Namco war jedoch freundlicherweise bereit, uns im Anschluss an das Medienevent noch einmal zu einer eigenen Veranstaltung in London einzuladen. Dort haben wir zwei Abschnitte des Spiels angespielt und konnten uns einen ersten handfesten Eindruck des Nachfolgers verschaffen. Ich möchte und muss an dieser Stelle noch festhalten, dass ich den Vorgänger nicht gespielt habe, mich aber frohen Mutes in den Kampf stürzte.

Ni no Kuni II: Schicksal eines KönigreichsNi no Kuni II: Schicksal eines Königreichs

Bevor wir in die Schlacht springen solltet ihr wissen, dass wir nicht länger Oliver aus dem ersten Teil, Der Fluch der weißen Königin spielen. Stattdessen erleben wir die Geschichte von Evan Pettiwhisker Tildrum, einem jungen König dem das Königreich entrissen wurde und der nun versucht, sein Volk vor dem verräterischen Pack zu befreien. Sein Abenteuer wird uns durch eine umfangreiche offene Welt führen, nicht unähnlich der von Oliver. Fans des JRPGs von 2013 werden sich also gleich zu Hause fühlen und die Party aus Helden in der Third-Person-Perspektive auf den künftigen Herausforderungen begleiten.

Im ersten Abschnitt der Demo kam es schnell zur Sache und wir trafen auf Longfang, den Herrn der Flamme. Das war ein riesiger Drache, der in einem Pool aus Lava schwamm. Unsere Party hockt während der Schlacht zusammengepfercht auf einer kleinen, felsigen Insel, auf die der wütende Longfang mit seinen Händen unentwegt einschlägt, während er uns mit Feuer bespuckt. Dass dieser Bosskampf nicht so schnell vorüber gehen würde, das haben mir meine Angriffsversuche sehr deutlich gemacht. Jeder Treffer rasierte nur einen Hauch von Longfangs gigantischen Gesundheitsbalkens ab.

Fans der Serie werden bemerken, dass die Vertrauten verschwunden sind. Stattdessen gibt es nun die sogenannten Higgledies, die auch in meinem Kampf zum Einsatz kamen. Ab und zu taucht zufällig eine Gruppe dieser farbigen Kreaturen auf und unterstützen uns. Diese kleinen Viecher haben eigene Fähigkeiten in Abhängigkeit ihrer Farbe - die Grünen heilen unsere Truppe, während die roten Higgledies ein Schild aufbauen. Wenn wir ihre Kräfte aufsparen und sie ansammeln, entfesseln wir einen mächtigen Angriff. Es gibt außerdem eine kleine, praktische Anzeige die angibt, wie viele Higgledies von jeder Farbe in der Nähe sind.

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Dazu kommen die eigenen offensiven oder defensiven Fähigkeiten, die den mächtigen Longfang zumindest auf die Nerven gehen. Mit R2 aktivieren wir die Fähigkeiten, in Kombination mit Dreieck wird das eigene Team zum Beispiel geheilt. R2 plus Kreuz löst eine Reihe von Schlägen aus, allerdings sind diese Fähigkeiten nur begrenzt einsetzbar und nutzen den blauen Magiebalken (der sich glücklicherweise mit jedem erfolgreichen Angriff wieder füllt). Als ich endlich begriffen hatte, wie die Higgledies und Skills eingesetzt werden, wurde der Sieg gegen Longfang sehr viel greifbarer.

Natürlich bleiben einem immer die Standardangriffe, wenn man - so wie ich - all seine Fähigkeiten verschwendet hat. Darunter Nahkampfangriffe, aber auch Fernangriffe, die aufgeladen werden können. Letztere sind gut geeignet, um Abstand zu halten, machen aber wenig Schaden und es dürfte ziemlich langweilig werden, wenn wir uns nur auf sie verlassen würden.

Als Longfang irgendwann nicht mehr versuchte, meine Truppe in Holzkohle zu verwandeln, durfte ich mir ein anderes Level des Spiels ansehen: Den Trail of Courage in The King's Cradle. Währenddessen bekamen wir auch einen kurzen Einblick in die Geschichte, denn unsere Party besuchte King's Cradle, um einen sogenannten Königsmacher zu erhalten. Dafür schließt Evan (der Protagonist) einen Pakt mit den Wächtern. Nach seiner mutigen Forderung vor einer ominösen Statue mit tiefer Stimme, muss er auf dem Pfad des Mutes beweisen, dass er der Prüfung gewachsen ist. Wie sich herausstellt ist mit Trial of Courage eigentlich eine Gladiatoren-Arena gemeint und es kommt wieder zur Auseinandersetzung.

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Die Kämpfe hier verliefen eigentlich ähnlich, allerdings musste unser Team dieses Mal gegen einen grummeligen Riesen mit dem Namen Thogg antreten. Der zwar auch groß, aber lange nicht so riesig wie Longfang, allerdings doch ein gutes Stückchen agiler. Wir mussten deshalb in den direkten Nahkampf übergehen und seinen bösen Angriffen ausweichen. Thogg rief zu allem Unglück auch noch seine Gefolgsleute zu Hilfe - kleine Gegner, die sich über die gesamte Arena verteilten. Dazu kommt ein ähnlich großer Gesundheitsbalken wie der von Longfang.

Während Longfangs Angriffe strukturierter wirkten und wir immer warten mussten, bis sich seine Klauen in Angriffsreichweite befanden, machte der Kampf gegen Thogg einen chaotischeren Eindruck. Ich musste den Riesen austricksen, um hinter ihn zu gelangen und dabei stellte seine Geschwindigkeit manchmal die größte Bedrohung dar. Irgendwann neigte sich sein Gesundheitsbalken dann aber doch dem Ende hin und dabei unterstützten mich die Mitglieder meiner Truppe echt ordentlich. Häufig ist es doch so, dass wir als Gruppenanführer die ganze Arbeit machen und die anderen vorrangig als Kanonenfutter dienen. In Ni no Kuni II: Schicksal eines Königreichs teilen meine Verbündeten selbstständigen Schaden aus, ohne das großes Mikromanagement gefordert wird.

Das Gameplay wirkt ausgearbeitet und funktioniert bislang anstandslos, doch die Kirsche auf diesem leckeren Törtchen ist selbstverständlich die Grafik. Die Trails of Courage zeigt mit all den reichen Farben im Tageslicht, wie hell das Spiel sein kann und beim Kampf gegen Longfang spürt man förmlich die Hitze, während die Lava die Umgebung beleuchtet. Als Neuling war ich geschockt, dass ich direkt gegen zwei so riesige Biester antreten sollte, aber die Spielmechaniken sind leicht zu erlernen und in einem Kampf gegen gigantische Bosse werden uns damit taktische Möglichkeiten geboten, die anderenfalls vielleicht nicht zum Einsatz kämen. Das war nur ein kleiner Vorgeschmack auf das, was das Abenteuer mit Evan und die Higgledies zu bieten haben. Mir hat das echt Spaß gemacht und ich freue mich schon auf mehr davon. Ni no Kuni II: Schicksal eines Königreichs erscheint am 19. Januar für Playstation 4 und PC.