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Dragon Ball FighterZ

Dragon Ball FighterZ - Anspieleindrücke

Goku und seine Freunde sind wieder am Start, um sich im vielleicht detailgetreusten Spiel aller Zeiten auf die Mütze zu geben.

  • Text: Matthias Holmberg

Ich muss zugeben, als ich mir kürzlich Dragon Ball FighterZ auf der E3 vorgeknöpft habe, wusste ich nicht wirklich, was ich da genau tat. Als Gohan, dem Sohn des Protagonisten Goku, flitzte ich auf den Schlachtfeldern hin und her und teilte dabei ordentlich aus. Überall waren bunte Explosionen und Zerstörung, manchmal kam es sogar im Flug zu Prügeleien.

Dragon Ball FighterZDragon Ball FighterZ

Ich habe Drei-gegen-drei-Duelle ausgefochten bei dem zwei meiner Kämpfer bereits aus dem Rennen waren, während das andere Team noch völlig unbeeindruckt nur Kratzer abbekommen hatte. Voll konzentriert machte ich mich langsam mit der Steuerung vertraut und begann mittlere und schwere Attacken auszuteilen, während ich gleichzeitig gekonnt den Spezialattacken meiner Gegner auswich. Endlich konnte ich mit ein paar Projektilangriffen, gefolgt von Kombos aus der Luft loslegen und Kopfnüsse verteilen. Plötzlich veränderte sich die Farbe von Gohans Haaren, kleine Spitzen entstanden oben auf seinem Kopf und die dunkle Farbe wurde blond. Ich habe ihn in seine Super-Saiyajin 2-From transformiert und darauf folgte ein Schlachtfest, bei dem mein Gegner zwei seiner Kämpfer verliert. Minutenlang wollte ich nicht blinzeln, um nichts der flotten Action zu verpassen. Bei all der Action halte ich die schicke Cel-Shading-Grafik und ihre Unreal 4-Modelle fast für eine echte Anime-Show.

Mit manischem Knöpfedrücken gelingt mir eine Art Super-Special-Attacke. Gohan schreit etwas auf Japanisch irgendetwas, bevor er seine Kamehameha-Attacke ausführt, den meinen letzten Widersacher erledigt. Ich werde zum Sieger gekürt und der Journalist neben mir gratuliert mir. Man es gab schon einige irre Kampfspiele in der Vergangenheit und ich bin sicher für Dragon Ball-Fans klingt es wie ein typischer Samstagnachmittag, aber das hier ist einfach wahnsinnig. Vollkommen abgefahren und ebenso großartig. Ich durfte Dragon Ball FighterZ für ungefähr eine Stunde austesten und es hat sich grandios gespielt, aber es sah sogar noch großartiger aus.

Die Kampfspiel-Veteranen von Arc System Works (Guilty Gear, Blazblue) entwickeln den neuen Teil der Dragon Ball-Reihe und sie scheinen sich verdammt gut auszukennen. FighterZ fühlt sich so an und sieht auch so aus wie Dragon Ball und obwohl ich nicht der größte Fan bin, lassen mir das einzigartige System und die tollen Kämpfe lassen keine Ruhe. Wie bei den anderen Spielen von Arc System gibt es viel Tiefgang. Ich habe 30 Minuten gebraucht, um überhaupt zurechtzukommen und das obwohl es auch einfache Kombos gibt, die den Einstieg erleichtern. Wer ein echter Kampf-Guru werden will, der muss natürlich länger üben. Außerdem wird wildes Knöpfchendrücken vielleicht cool aussehen, es wird einem aber nicht weit bringen. Das Spiel ist für Hardcore-Kampfspieler und Fans der Serie entwickelt worden.

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Der Unterschied zu den früheren Dragon Ball-Spielen ist das Drei-gegen-drei-Format, in dem alle Kämpfe ausgetragen werden - vergleichbar mit dem Marvel vs. Capcom-Franchise. Ein Mitglied des Teams ist der Hauptkämpfer, während die anderen zur Unterstützung da sind. Man kann sie mitten in einer Kombo auswechseln, ein zwei Schläge oder einen vernichtenden Tag Team-Angriff ausführen und sich dann wieder in den Hintergrund zurückziehen. Diese Angriffe haben eine Abklingzeit, aber wenn der Hauptkämpfer kurz davor steht, geschlagen zu werden, kann man ihn gegen einen seiner Unterstützer austauschen. Das ist auch der Schlüssel zum Sieg, denn nach dem K.O. können die Charaktere nicht mehr teilnehmen und eingreifen. Bei Transformationen und Tag-Angriffen werden Zwischensequenzen gezeigt, durch die sich das Spiel wie eine Episode eines Dragon Ball Z-Anime anfühlt.

Über Story oder traditionelle Story-Modi wurde noch nichts verraten, aber es gibt Charaktere aus ganz unterschiedlichen Dragon Ball-Zeitlinien. Das Vater/Sohn-Duo Goku und Gohan wurde in der E3 Demo präsentiert und auch der starke Majjin Buu, der schnelle Vegeta, Cell und der Antagonist Freezer. Mit der Zeit wurden immer mehr Kämpfer angekündigt, wie zum Beispiel Trunks, und alle Saiyajin-Charaktere können sich mit Spezialattacken (die Ki kosten) in ihre Superform verwandeln. Dieses Spiel hier wurde für die Fans gemacht, das werdet ihr selbst sehen, wenn es Anfang 2018 für PC, Playstation 4 und Xbox One erscheint. Wer in die Xbox One X investiert, bekommt dazu noch 4K Auflösung und HDR. Wer nicht so lange warten will, kann sich für die geschlossene Beta im Sommer anmelden. Zur Beta gibt es noch keine Details, aber es soll sie wohl für beide Konsolen geben. Ich freue mich darauf, denn auch wenn ich kein riesiger Dragon Ball-Fan bin, haben mir die intensiven Kämpfe außerordentlich gut gefallen.