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Assassin's Creed Origins

Assassin's Creed Origins angespielt

Wir haben den Trip ins alte Ägypten gewagt, um mehr über den Ursprung der Assassinengilde zu erfahren.

Es hat lange gedauert, doch die Bruderschaft der Assassinen kommt endlich im alten Ägypten an, rechtzeitig zum zehnten Geburtstag des Assassin's Creed-Franchise. Das Setting des diesjährigen Ablegers ist vielleicht das am schlechtesten behütetste Geheimnis der Industrie, aber jetzt wo die Katze aus dem Sack ist, konnten wir das Spiel Anfang der Woche endlich selbst anspielen.

Assassin's Creed OriginsAssassin's Creed Origins

Das erste Detail, das wir an Assassin's Creed Origins bemerken, ist wie passgenau die ptolemäische Ära auf die Serienformel passt. Ubisofts Version von Ägypten ist exotisch und mysteriös und sie ist gefüllt mit majestätischen Pyramiden, kleinen Siedlungen, gefährlichen Gräbern und versteckten Katakomben. Zwischen all diesen Schauplätzen liegen manchmal riesige Wüstenflächen, auf denen uns nichts als Sand und Wind in die Augen sticht.

Bayek, letzter Abkömmling der friedvollen Medjai, erhebt sich gegen die unterdrückenden Pharaonen und formt eine Gruppe von Assassinen. Es ist eben dieser Bund, der sich seinen Weg hinein in den dritten Kreuzzug und damit in das allererste Assassin's Creed bahnen wird. Origins wird uns erzählen, wie all das angefangen hat und es ist eine Geschichte, die Ubisoft seit einiger Zeit wieder und wieder überarbeitet und verfeinert. Das Spiel ist in Entwicklung seit das Studio in Montreal die Arbeiten am von Kritikern geliebten Assassin's Creed IV: Black Flag beendet hat. Creative Director Jean Guesdon nennt Origins sein Herzensprojekt und nach nur einer Stunde merken wir dem Titel das viele Liebe wirklich an.

Auf dem ersten Blick schaut Assassin's Creed Origins vielleicht wie jedes andere Kapitel in der langlebigen Saga aus, doch einige sehr spannende Ebenen wurden dem Kerngameplay hinzugefügt. Die lokale Flora, also Ziegen, Löwen oder riesige Schlangen und sogar berittene Kamele zu jagen, versorgt uns mit Handwerksmaterialien, was wiederum in der Herstellung von Gegenständen fließt, die unsere Werte verbessern, wenn diese zu Schwertern, Äxten, Bögen oder Ähnlichem kombiniert werden.

Bayek steigt durch Nebenmissionen, Schatzsuchen oder im Kampf im Level auf. Ihm steht sogar ein ausgewachsener Fähigkeitenbaum zur Verfügung. Für uns fühlt sich Assassin's Creed Origins nicht zuletzt deshalb mehr nach einem ambitionierten Rollenspiel an, als nach einer klassischen Fortsetzung. Das ist Ubisoft nur gelungen, weil sie ein zusätzliches Jahr an Entwicklung in das Spiel gesteckt haben, in dem das Abenteuer feinsäuberlich poliert wurde, was vor allem die Spielwelt selbst widerspiegelt.

Assassin's Creed OriginsAssassin's Creed Origins

Obwohl technische Aspekte, wie die Bildwiederholrate oder der Grad an grafischem Detail, seit dem letzten Spiel Assassin's Creed: Syndicate nicht weit gekommen sind (und obwohl ich auf einer Xbox One X gespielt habe), weiß die schiere Größe von Origins zu beeindrucken. Die wunderschöne ägyptische Umgebung wurde während meiner Spielzeit tatsächlich zum Leben erweckt, auch dank der vielen computergesteuerten Menschen und Tiere, die dieses Land bevölkern. Während meiner Anspielsitzung bin ich auf ein Nilpferd getroffen, das mit einem Krokodil kämpfte. Ich habe mir die Zeit genommen, mir dieses Schauspiel anzusehen und ganz in der Nähe meines Sitzplatzes ist eine Gruppe von Vögeln gelandet, die es mir gleichtat. Wir sahen Sklaven, die reiche Menschen in den Straßen herumtrugen, und Kinder, die in den Hügel fangen spielen. Laut Jean Guesdon passieren all diese Dinge dynamisch, doch was mich wirklich überzeugt hat, war dieser erinnerungswürdige Kampf.

Wir dürften beim Spielen die brandneue Gladiatorenarena ausprobieren, in der wir Wellen von Feinden gegenüberstehen, bevor letztlich ein starker Bossgegner erscheint. Zuerst habe ich die Arena gefürchtet, da ich nicht der Meinung bin, dass ein anderer Titel des Franchise eine entsprechend starke Kampfmechanik bietet, die ein solches Feature alleine tragen könnte. Glücklicherweise hat Ubisoft die Scharmützel überarbeitet und Bayek hat nun die Wahl zwischen leichten und schweren Attacken. Wer die Angriffstaste gedrückt hält, lädt die Attacke auf, zudem gibt es einen dedizierten Knopf für den Einsatz des Schildes, zum Ausweichen und dem Zielsystem (sowie dem Wechseln zwischen den Zielen). Die Inszenierung ist brutal, es sieht cool aus und fühlt sich besser an, als jemals zuvor. Bayek ist in der Lage, den Angriffen von mehreren Feinden gleichzeitig mit seinem Schild standzuhalten, und im günstigen Moment auszuweichen und eine Schwäche in der Verteidigung des Gegners zu finden. Das ist ein großer Schritt für die Assassin's Creed-Spiele, in denen zwei Feinde selten zeitgleich angreifen.

Origins trägt noch immer den Assassin's Creed-Namen, deshalb glauben wir, dass alle Fans ganz genau wissen werden, was sie von Missionsstrukturen und der Geschichte erwarten dürfen. Bayek ist schließlich immer noch ein Assassine und er ist sehr versiert im Parcours und dem todesmutigen Springen von hohen Gebäuden. Die Zeit selbst wird zeigen, ob das Setting spannend bleibt und die überarbeitete Kampfmechanik oder die ambitionierten Rollenspielelemente die Müdigkeit des Franchise kurieren können. Wir werden es erfahren, sobald Assassin's Creed Origins am 27. Oktober für PC, Playstation 4 und Xbox One erscheint.

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