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Injustice 2

Kim ist nach Chicago gereist, um sich durch das erste Kapitel von Injustice 2 zu kloppen und ein wenig mit dem Team zu plauschen.

Es ist schon ein paar Jahre her, dass Netherrealm das letzte Mortal Kombat veröffentlicht hat. Davor gab es einige schlechte Mortal Kombat-Spiele und dieses miese DC-Kampfspiel namens Mortal Kombat vs DC Universe von 2008. Das Problem war einfach, dass DC Comics nicht wollte, dass Sub-Zero Batman den Kopf abreißt oder Scorpio Superman lebendig abfackelt - was natürlich sowieso unmöglich gewesen wäre. In dieser Zeit muss ein Gedanke bei den Entwicklern hängen geblieben sein, aus dem schließlich Injustice: Götter unter uns wurde. DC und Warner kamen mit an Bord und wollten gemeinsam ein eigenes Ding machen. Die legendäre Comic-Schmiede half bei der Story, dem Hintergrund und den Figuren. Und nun kommt Injustice 2.

Die Geschichte sieht so aus: Joker kidnappt die schwangere Lois Lane und operiert an ihr herum, als Superman den Schauplatz betritt und sie retten will. Doch plötzlich verpasst ihm Harley Quinn ein Angst-Gift, das ihn halluzinieren lässt. Superman sieht Doomsday und greift an, um Lois und das Ungeborene zu retten, tatsächlich aber ist er im Wahn und greift Lois an. Batman versucht derweil, Superman zu stoppen - aber es ist zu spät. Lois wird von ihrem Ehegatten ermordet. Außerdem hat der Joker ein Gerät in Lois versteckt, das bei ihrem Tod eine Atombombe in Metropolis zündet. Wenn sie sterben sollte, würde die Bombe Millionen von Menschen töten.

Injustice 2Injustice 2

Superman dreht durch und findet zusammen mit Batman den Joker. Batman will ihn noch beruhigen, aber Superman tötet den Joker augenblicklich. Superman verspricht daraufhin, dass so etwas nie wieder passieren wird. Er krönt sich selbst zum Herrscher über die Erde. Batman schwört, alles in seiner Macht stehende zu tun, um Superman und alle seine Anhänger zu stoppen. Herrlich.

Es ist erfrischend, Superman nicht mehr als ehrenhaften Pfadfinder zu sehen. Aus seiner Sicht hat er die Welt zu einem besseren Ort gemacht und seine Macht sorgt dafür, dass das so bleibt. Er glaubt nicht länger, dass das Einsperren des Bösen ausreicht, da es stets zu seiner Flucht oder Freilassung kommt und die bösen Typen unermüdlich Chaos stiften.

Ist Injustice 2 also eine Verbesserung des Vorgängers? Nun, brandneu ist jedenfalls das Ausrüstungssystem. Man kann sich tatsächliche Ausrüstung verdienen - so wie in einem Rollenspiel. Wie bei Diablo oder Nioh hat die Ausrüstung Werte, die die Stärke, die Gesundheit und das Aussehen ihres Trägers verändern. Die Änderungen sind jedoch nicht ausschließlich farblicher Natur, sie verändern zu einem gewissen Grad, den Raum, den die Figur einnimmt.

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Als ich das Spiel ausprobierte, endete ich mit einem lilafarbenen Superman, an dessen Cape goldene Linien flatterten. Der stand einem weißen Batman gegenüber, der erstaunlich High-Tech aussah. Man kann den Figuren keine Clownskostüme verpassen, mit türkisen Hosen und neongrünem Top. Jede Figur hat ihren Look, den man nicht brechen kann. Das gilt auch für die Farbkombinationen. Es gibt Shader, die man sich verdienen muss - das sind Farbschemen für die jeweilige Figur, vielleicht kennt ihr das aus Spielen wie Destiny.

Das alles soll natürlich auch den Wiederspielwert von Injustice 2 erhöhen. Es gibt immer Ausrüstung, auf die man hinarbeiten kann. Vielleicht habt ihr eine coole Catwoman-Version online gesehen und wollt die jetzt auch haben? Egal wie die Motivation aussieht, es gibt immer etwas zu tun und das macht Spaß. Bei den wettbewerbsorientierten Kämpfen wird sich aber nur die optische Seite der Kostüme zeigen, die veränderten Werte bleiben außen vor. Man kann sich also entscheiden, ob die Werte eine Rolle spielen oder eben nicht. Dazu kommt noch die „Augmentation" der Ausrüstung, mit der sich die Art und Weise ändert, wie sich der Kämpfer spielt. Neue Moves oder auch nur die Animationen bzw. Resultate dieser Moves kommen so ins Spiel. Supergirls Augenlaserstrahl veränderte etwa seine Farbe und teilt dann mehr Schaden aus.

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Dazu kommen komplette Ausrüstungs-Sets, wie man das aus einem MMORPG kennt. Vollständige Sets geben noch einmal zusätzliche Boni. Ich muss sagen, es ist echt für jeden etwas dabei. Auch wenn man nicht gleich zum MK-Experten wird, der Einstieg ist leicht und das ist auch bei Injustice 2 so. Die Steuerung ist großartig auf den Punkt. Die Netherrealm Studios haben die Art perfektioniert, wie sich die Figuren bewegen. Der Höhepunkt war bis jetzt Mortal Kombat X, aber Injustice 2 hebt das Ganze noch auf eine neue Stufe.

Auch wenn Mortal Kombat X ein großartiges Spiel war - eines meines Lieblingsprügelspiele - die Mikrotransaktionen waren mies und ließen bei vielen Spielern einen bitteren Geschmack zurück. Injustice 2 wird keine Mikrotransaktionenhaben, denn die Entwickler wollen dem Spiel kein Pay-To Win-Modell überstülpen - und die Balance der Kämpfer ist so schon schwer genug. Es ist eines der größten Spiele, die Netherrealm bisher gemacht hat und die Qualität übertrifft sogar noch Mortal Kombat X. Wer Fan von Superhelden oder Superschurken ist, will das hier zocken. Und es dürfte auch bei Fans der DC-Comics und Kampfspielen im Allgemeinen gut ankommen.

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