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Werewolf: The Apocalypse

Nach zwei gescheiterten Versuchen, ein Werewolf: The Apocalypse zu entwickeln, sind nun für Cyanide Studio vielleicht aller guten Dinge drei.

Wann immer jemand Pen & Paper-Rollenspiele erwähnt, denkt man sofort an Dungeons & Dragons. Eine weitere populäre Reihe allerdings waren in den Neunzigern die World of Darkness-Tabletops. 1991 ging es mit Vampire: The Masquerade los, was sich dann in verschiedene Serien im gleichen Universum weiterentwickelte. Die World of Darkness-Spiele hatten einen starken Fokus auf mythologische und folkloristische Kreaturen und den Krieg zwischen ihnen zu spielen, während sich Dungeons & Dragons mehr auf die Fantasy-Elemente konzentrierte. Die Serie hatte dutzende Tabletops und zu Vampire: The Masquerade gab es sogar ein paar Videospiele, das wichtigste unter ihnen war wohl 2004 Bloodlines. Es war sogar ein World of Darkness-MMO in Entwicklung, das aber 2014 gekillt wurde.

Und jetzt kommt die Videospiel-Adaption von Werewolf: The Apocalypse. Es spielt in einer fiktiven Version des modernen Amerika und wir schlüpfen in die Rolle von Garou, einem Werwolf. Die Werwölfe in diesem Universum werden so geboren und entstehen nicht durch Bisse oder Flüche. Sie existieren seit Anbeginn der Zeiten und gehören 13 unterschiedlichen Stämmen an. Früher bewohnte Garou die Erde, um böse Mächte der Korruption, die Wyrm, zu kontrollieren. Aus diesem Grund jagte er auch tausende Jahre die Menschen, um zu verhindern, dass sie größere Populationen entwickeln, aber irgendwann zeigte er Gnade, schließlich hat auch Garou eine menschliche Seite.

Werewolf: The Apocalypse

Tausend Jahre später bereut Garou seine Entscheidung und muss sich entscheiden, ob er wieder gegen die Menschen in den Krieg ziehen soll. Manche Stämme glauben, dass die Menschen großen Fortschritt bringen, während andere sie vom Erdboden verschwinden lassen wollen. Der Untertitel "Apocalpyse" bezieht sich auf Garous Kampf mit sich selbst, während die Menschen langsam die Erde zerstören. Dieses Hauptproblem - zusammen mit den ideologischen Konflikten - ist der Hintergrund für dieses Spiel.

Spirituell liegt die Balance des Spiels zwischen Wut und Erkenntnis. Auf den ersten Blick wirkt das wie die typischen Paragon-Renegade-Optionen, aber sie sind auf einem viel tieferen Level miteinander verknüpft. Erkenntnis verknüpft sich mit den Geistern auf der Suche nach Hilfe auf dem Weg der Rechtschaffenheit, während sich Wut gegen die Ungerechtigkeit der Welt wendet und Garou sich in den drei Meter großen Crinos verwandelt.

Die Balance dieser Elemente bestimmt die Kampffähigkeiten und die Beziehungen zu den unterschiedlichen Stämmen. Machthungrige Clans wie die Get of Fenris bevorzugen brutale Gewalt, während die Children of Gaia uns dafür meiden würden. Jeder Stamm hat seine eigene Lösung für die Probleme - und während manche vielleicht mit dem Kernprinzip Menschen zu töten oder eben nicht übereinstimmen, können andere Probleme sie trotzdem noch gegeneinander aufhetzen.

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Nach zwei gescheiterten Versuchen, ein Werewolf: The Apocalypse zu entwickeln, sind nun für Cyanide Studio vielleicht aller guten Dinge drei. Die Prämisse des Spiel dürfte Rollenspielfreunden alter Schule jedenfalls genauso gut gefallen wie Fans von World of Darkness und Vampire: The Masquerade und ebenso Neulingen. Das Spiel ist noch in einer sehr frühen Produktionsphase und es fehlen noch viele Details zum Gameplay. Es soll ein Action-Rollenspiel aus der Thirs-Person-Schulterperspektive werden, da die Transformation zwischen den verschiedenen Formen eine große Rolle spielen. Zur Zeit gibt es keine Pläne für Multiplayer oder Mods.

Rechteinhaber White Wolf erkennt den Erfolg von Vampire: The Masquerade - Bloodlines an, aber hat sich für Cyanide als Entwickler entschieden. Der Erscheinungstermin ist noch unbekannt - es wird von einer Entwicklungszeit von zwei bis drei Jahren ausgegangen. Das Spiel wird also frühestens 2019 für PC und Konsole erscheinen.

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