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VORSCHAU

SLEEPING DOGS

Auf den ersten Blick scheint Sleeping Dogs nichts besonderes zu sein. Die offene Spielwelt, die Schießereien und Verfolgungsjagden - es sind Elemente, die wir schon ziemlich oft gesehen haben.

Auch wenn die Verlegung nach Hong Kong ein bisschen Frische für den Action-Titel mitbringt, das allein reicht nicht, damit sich ein Spiel anders anfühlt. United Front und Square Enix war das wohl bewusst. Beide haben überlegt, wie aus dem spannenden Szenario auch ein interessantes Spiel werden könnte. Wir haben bereits Einblick in das Kampfsystem und die Steuerung von Fahrzeugen gewonnen, als wir in Hong Kong das Spiel zum ersten Mal anspielen durften. Diesmal ging etwas tiefer unter die Oberfläche. Der Fokus lag nur auf Details, aber es waren entscheidende. Denn im Mittelpunkt standen beim die Individualisierung der Spielerfahrung und die Möglichkeiten, die uns Hong Kong dafür bietet.

Zentrale Idee von Sleeping Dogs ist, dass die Handlung intensiv und geradlinig erzählt werden soll. Es gibt nur ein Ende, nur eine Wahrheit. Allerdings gleicht Entwickler United Front diese Einschränkung mit anderen Freiheiten aus, welche eben die Anpassung des Charakters betreffen. Unsere Kleidung Beispiel beeinflusst Teile unserer Eigenschaften. Haben wir ein ganzes Set zusammen, gibt es noch einen hübschen Bonus. Allerdings ist es eben auch unsere Sache, ob wir wirklich ein zusammengehöriges Kleidungspaket tragen wollen oder auf das Extra verzichten und dafür unseren eigenen Stil pflegen.

In der Stadt verteilt gibt es Statuen, die unsere Energie heilen. Es gibt Restaurants, die uns für eine bestimmte Zeit stärker oder robuster machen. Wir können Parkhäuser aufsuchen und uns etwas aus unserem Fuhrpark aussuchen oder aber wir greifen uns einfach etwas von der Straße. Und auch an dieser Stelle gibt es ein paar Extras, die das Actionfilm-Gefühl verstärken sollen. Wir fahren also mit einem Motorrad durch die belebten Straßen. Die Geschwindigkeit fühlt sich großartig und deutlich besser an als im Auto. Vor uns rollt ein Transporter dahin. Wir steigen mit den Füßen vorsichtig auf unser Zweirad und springen auf das vor uns fahrende Gefährt. Nach einer kleinen Klettereinlage ist das Fahrzeug übernommen und voilà, wir dürfen es selbst steuern.

Sleeping Dogs
Wir können mit der Umgebung interagieren, um Gegner kalt zu machen, aber auch auf zusätzliche, erlernbare Kampftechniken zurückgreifen.

Grundsätzlich ist die Steuerung beim Fahren ganz angenehm. Ich habe mich nur noch immer nicht an die englische Fahrweise auf der linken Spur gewöhnt. So schnell kriegt man das eben doch nicht aus dem Kopf. Üben allerdings lässt sich das eventuell mit den verschiedenen Herausforderungen, die im Hintergrund mitlaufen. Wer schüttelt am schnellsten die Polizei ab oder hält sich am längsten an die Verkehrsregeln. Es sind kleine, witzige Ideen, die aber für eine angenehme Dichte sorgen.

Dazu gehört auch das Erfahrungssystem, dass United Front installiert. Sie selbst sprechen gern von einer Individualisierung der Spielerfahrung. So weit würde ich nach den fast ein bis zwei Stunden mit Sleeping Dogs nicht einmal gehen wollen. Richtig ist, dass wir unseren Charakter auf fünf Ebenen anpassen können. Es gibt Triad- und Polizei-Punkte in Abhängigkeit davon, wie wir eine Mission erfüllen. Richten wir viel Chaos an, machen Illegales, töten Zivilisten oder aber reiben wir die Bösewichte so richtig auf. Da sich solche Missionen auch wiederholen lassen, können wir bei schlechtem Abschneiden, später noch ein besseres Ergebnis herausholen.

BETA +